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Wochen-Kurier Verbandsgemeinde Unkel
Ausgabe 7/2026
Vereine und Verbände
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Närrische Premiere gelungen

Richter Dieter Beschoner hatte das Hohe Gericht im Griff.

Dieter Beschoner überzeugt im Richteramt beim traditionellen Verhaften der GEK

Beim traditionellen Verhaften der GEK am 14.02.2026 feierte ein bekanntes Gesicht eine ganz besondere Premiere: Dieter Beschoner stand erstmals als Richter des Närrischen Gerichts auf der „Richterbank“ – und meisterte diese große Aufgabe mit Bravour.

Am Samstag vor dem Karnevalszug kontrollieren die Fußtruppen der GEK die Einwohner Erpels auf närrische Redlichkeit und Karnevalsbereitschaft. Bei Feststellungen von Verfehlungen werden die Delinquenten bis ins Verhaftungslokal im Gasthaus „Om Maat“ gebracht und dem Hohen Gericht vorgeführt – ein Spektakel, das seit Jahrzehnten jecke Besucher in den Ort lockt.

Dieter Beschoner, Sprecher des Elferrats, übernahm in diesem Jahr zum ersten Mal die Leitung des Gerichts. Damit trat er in große Fußstapfen: seine Vorgänger Fritz Dreesbach und Werner Henneker hatten das Richteramt mit viel Engagement und Leidenschaft geprägt und das Verhaften zu dem gemacht, was es heute ist. Eine große Aufgabe, der Beschoner jedoch gerecht wurde, als habe er nie etwas anderes gemacht.

Bereits in den vergangenen Jahren war Beschoner im Hohen Gericht aktiv, ehe er das Richteramt übernahm. In seiner neuen Rolle bewies er nicht nur Verständnis für Tradition und närrischen Humor, sondern auch ein feines Gespür für die richtige Balance aus Strenge und Frohsinn. Viele der Verurteilten erlebten unter Beschoner lebhafte Verhandlungen und kreative, aber faire Strafen.

Das Hohe Gericht war bestens vorbereitet und die Verhandlungen zwischen Anklage und Verteidigung boten ein humorvolles Spektakel für das Publikum. Nicht selten gelang es Verurteilten, sich nach dem Schuldspruch durch ein angemessenes „Schmiergeld“ freizukaufen – eine Tradition, die seit Jahrzehnten zur närrischen Umgangsform gehört.