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Bad Ems-Nassau aktuell, Ausgabe Bad Ems
Ausgabe 1/2021
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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Vor einem Jahr hat keiner von uns auch zur Ansatzweise geahnt, in welche Situation wir kommen können. Von Asien aus hat sich die Corona-Pandemie weltweit ausgebreitet, mit gravierenden Auswirkungen für unser Gesellschaftsleben, für die Wirtschaft und das Gesundheitssystem.

Neben den enormen Auswirkungen für die Wirtschaft, mit drohenden Betriebsschließungen und Arbeitsplatzverlusten wurde uns allen bewusst, wie kostbar unsere Gesundheit ist und welche Leistungen derzeit von unserem Gesundheitswesen erbracht werden.

Die Mehrzahl der Bürger steht hinter den getroffenen Maßnahmen. Es zeigt sich aber, dass die verordneten Eingriffe in die Freiheitsrechte auch zu gesellschaftlichen Kontroversen führen.

Wie viele von Ihnen hoffe ich, dass die nun anlaufenden Impfungen die gewünschten Erfolge bringen und wir nach und nach wieder zu unserem normalen Leben zurückfinden.

Ich danke Ihnen, dass Sie alle diszipliniert die Einschränkungen umsetzen. Bis auf kleinere Ausnahmen, müssen Polizei und Ordnungsamt hier vor Ort nicht einschreiten. Gleichzeitig appelliere ich an Sie, unterstützen Sie unseren Einzelhandel und die heimische Gastronomie. Nutzen Sie den Lieferservice oder kaufen Sie Gutscheine. Dies ist Ausdruck der Solidarität und hilft, dass unsere Unternehmen hoffentlich gut durch die Krise kommen.

Für 2021 steht für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau die Fertigstellung der neuen Kita in Winden an. Die Kinderbetreuung soll mit Beginn des Kindergartenjahres voraussichtlich im Spätsommer/Herbst 2021 für 60 Kinder, davon 16 Kinder unter 3 Jahren, 44 Kinder über 3 Jahren starten. Der Neubau wurde erforderlich, da die alte Kindertagesstätte „Im Sonnenwinkel“ in die Jahre gekommen war und ca. 20 Kindergartenplätze fehlten. Eine Erweiterung und Sanierung war nicht möglich, so dass sich die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, als Träger der Einrichtung, zu einem Neubau entschloss und damit eine zukunftsfähige Kinderbetreuung sichergestellt.

In diesem Jahr steht die Fertigstellung des Anbaus der Realschule plus Bad Ems-Nassau an. Aufgrund steigender Schülerzahlen, insbesondere im Bereich der Stadt Bad Ems, müssen kurzfristige Lösungen für den Schulbetrieb gefunden werden. Gemeinsam mit dem Verbandsgemeinderat gilt die Aufgabe, gute Rahmenbedingungen für unsere Bildungseinrichtungen zu finden.

Für den Brandschutz, eine weitere Pflichtaufgabe der Verbandsgemeinde, wurden 2020 und werden auch 2021 größere Maßnahmen auf den Weg gebracht, wie z.B. der Abschluss des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses in Nievern oder die weitere Umsetzung des geplanten Neubaus des Feuerwehrgerätehauses in Weinähr. Auch Fahrzeuganschaffungen stehen für das nächste Jahr an, z.B. Kleinlöschfahrzeug für die Einheit Obernhof und ein Tragkraftspritzenfahrzeug für die Einheit Oberwies. Wie wichtig dies ist, hat sich auch 2020 gezeigt. Die Kameradinnen und Kameraden der Wehren mussten wieder zu zahlreichen Einsätzen, darunter auch Großeinsätze ausrücken. Exemplarisch seien hier nur der Hotelbrand in Weinähr, die Hausexplosion in Arzbach, zahlreiche kleinere und größere Waldbrände oder die unterstützenden Einsätze beim Großbrand in Diez und dem Zugunglück in Lahnstein genannt. Insgesamt 208 Einsätze (Stand 18.12.2020) bewältigten die Wehren in 2020. Ich wünsche allen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden 2021 ein ruhigeres Jahr und bedanke mich recht herzlich für Ihr großes Engagement zum Wohle von uns allen.

Die Klimaveränderung stellt hohe Anforderungen an die Wasserversorgung Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Zur Verbesserung der Versorgungssicherheit unserer Bürger werden im nächsten Jahr einige Projekte abgeschlossen; dazu zählen die Verbindungsleitung Nievern-Frücht sowie der Hochbehälter Nord im Bereich der Ortsgemeinde Zimmerschied. Der Eigenbetrieb tätigt auch weiterhin hohe Investitionen in die Abwasserentsorgung und leistet damit einen praktischen Beitrag zum Umweltschutz. Gleichzeitig sollen energetische Verbesserungen beim Betrieb der Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen weiter vorangetrieben werden.

2021 stehen die Landtags- und die Bundestagswahl an. Auch diese werden in Zeiten der Pandemie für die Verwaltung sicherlich eine Herausforderung. Hygienekonzepte müssen für die Wahllokale erstellt werden und wir rechnen mit einer starken Briefwahlbeteiligung. Dies wird eine große logistische Herausforderung für die Verwaltung und die Wahlhelfer bedeuten.

Auch die Verwaltung musste sich anpassen und neben Home-Office auch Terminvereinbarungen zur Erledigung von Amtsgeschäften für unsere Bürgerinnen und Bürger einführen, um weiter und ohne Lock-Down arbeiten zu können. Mein besonderer Dank gilt hier allen Mitarbeitern*innen, die zusätzliche und neue Aufgaben aufgrund der Corona-Pandemie übernommen haben, sowie durch die Bereitschaft auf Home-Office die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes gewährleisten. Das Team der Verbandsgemeinde in der Verwaltung, den Kitas und Schulen, in den Sport- und Freizeiteinrichtungen und den Betrieben hat unter den erschwerten Bedingungen einen guten Job gemacht. Mein Dank gilt auch Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, die die notwendigen Einschränkungen mittragen.

Ich vermisse -und das geht sicherlich vielen von uns so- den persönlichen Austausch mit anderen. Denn auch unser Vereins- und Kulturleben wurde/wird lahmgelegt. Ich weiß aber, dass viele auch in diesen Zeiten daran arbeiten, ein Stück Normalität beizubehalten. Viele „Alternative Projekte“ wurden auf die Beine gestellt. Die Outdoor-Chorprobe, der Weckmann to go, Lichterglanz an Fenstern anstatt Martinszug und ähnliches. Leider konnte vieles aber auch gar nicht stattfinden. Ich möchte alle „Ehrenamtler“ ermutigen, nicht aufzugeben. Es kommen auch wieder bessere Zeiten und dann werden wir die Angebote gerne nutzen und vielleicht auch ein bisschen mehr „wertschätzen“. Ich danke allen, die sich in Vereinen, Institutionen oder einfach für den Nachbarn engagieren.

Gestatten Sie mir noch ein persönliches Wort: Ein sehr bewegtes Jahr geht zu Ende. Trotz der weltweiten Krise dürfen wir in Deutschland nicht vergessen, dass es uns trotz der widrigen Umstände doch gut geht. Wir dürfen in Frieden leben und haben die Chance, unsere Zukunft zu gestalten. Ich bin mir sicher, dass in 2021 auch langsam wieder Normalität in unser Leben einkehrt.

Ich wünsche Ihnen, und den Menschen die Ihnen nahestehen, ein gutes neues Jahr 2021, Glück, Zufriedenheit und bleiben Sie vor allen Dingen gesund!

Ihr

Uwe Bruchhäuser, Bürgermeister