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Bad Ems-Nassau aktuell, Ausgabe Bad Ems
Ausgabe 1/2021
Behördliche Nachrichten
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Landesamt für Steuern

Verdopplung der steuerlichen Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung

Zum 1. Januar 2021 treten bei der Lohn- und Einkommensteuer für Menschen mit Behinderung verschiedene Neuerungen in Kraft:

· die Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung werden verdoppelt,

· bereits ab einem Grad der Behinderung von mindestens 20 kann ein Pauschbetrag für Menschen mit Behinderung gewährt werden,

· die zusätzlichen Anspruchsvoraussetzungen zur Gewährung eines Pauschbetrags für Menschen mit Behinderung bei einem Grad der Behinderung von unter 50 entfallen.

Darüber hinaus wird der derzeitige Pflege-Pauschbetrag von 924 Euro auf 1.800 Euro angehoben. Bei der häuslichen Pflege von Menschen, die in den Pflegegraden 2 und 3 eingeordnet sind, wird der pflegenden Person zukünftig ebenfalls ein Pflege-Pauschbetrag in Höhe von 600 Euro bzw. 1.100 Euro gewährt.

Was müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderung tun?

Sofern bereits bisher ein Pauschbetrag als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt wurde, wird für die meisten Fälle die Verdopplung automatisch angesetzt. Wird der Erhöhungsbetrag in Einzelfällen erst nachträglich berücksichtigt, kann der Arbeitgeber die bisherigen Lohn-/Gehaltsabrechnungen rückwirkend korrigieren und die zu hoch einbehaltene Lohnsteuer erstatten.

Nähere Informationen, insbesondere zu Fällen, in denen die Verdopplung des Pauschbetrags nicht automatisch übernommen wird oder Fälle, in denen bislang kein Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung gestellt wurde, finden sich unter „Aktuelles“ / „Aktuelle Nachrichten“ auf den Internetseiten des Finanzamts und des Landesamtes für Steuern: www.lfst-fin-rlp.de