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Bad Ems-Nassau aktuell, Ausgabe Bad Ems
Ausgabe 1/2021
Öffentliche Bekanntmachungen und sonstige Mitteilungen
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Zum Jahresbeginn…

…blicken wir auf ein Jahr zurück, dass unser Leben wie (kaum) ein anderes zuvor beeinflusst hat. Nichts ist mehr wie es einmal war, unser Handeln wird bestimmt von dem Gedanken, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie noch haben wird und wann wir wieder ein relativ normales (?) Leben führen können. In kaum einer Silvesterbotschaft fehlte der Hinweis auf ein „hoffentlich besseres Neues Jahr 2021“.

Wir sollten aber bei einem Blick auf das alte Jahr nicht ganz die Dinge übersehen, die z.B. in unserer Gemeinde positiv gelaufen sind bzw. trotz aller Einschränkungen umgesetzt werden konnten.

So steht die Fertigstellung des neuen Gerätehauses für unsere Feuerwehr kurz vor dem Abschluss. Das Gebäude passt sich gut an seine Umgebung an und lässt auch noch ausreichend Platz für Parkraum im Umfeld der Sporthalle. Die Jahnstraße konnte fristgerecht ausgebaut und in einen Zustand versetzt werden, der den (meisten) Wünschen der Anlieger entsprechen dürfte. Dank der kurzfristigen Unterstützung des LBM erhielt auch die Brückenstraße einen neuen Straßenbelag. Das galt auch für ein Teilstück der ehemaligen K1, so dass unsere örtliche Verbindungstraße nach Bad Ems wieder weitgehend „löcherfrei“ befahrbar ist. Während der Straßenbaumaßnahme sanierte die DB-Netz die Schadstellen am Bahndamm, am Bahnhof selbst wurde ein neuer Schutzzaun angebracht.

Dank finanzieller Unterstützung von Kreis und Sportbund konnte die defekte Heizungsanlage im Umkleidegebäude des Sportplatzes erneuert werden. Die Eingangstür an der Alten Schule wurde gegen eine neue ausgetauscht, der Innenhof musste wegen eingetretener Feuchtigkeitsschäden in der Sporthalle überdacht werden. Unsere zwei Spielplätze erhielten insgesamt drei neue Spielgeräte, die vollständig aus Spendenmitteln finanziert werden konnten. Gleichzeitig wurden die Plätze mit großem ehrenamtlichem Engagement „aufgepeppt“, Kletterturm und Trampolin sowie der Schutzzaun in den Lahnanlagen saniert.

Trotz aller Sitzungseinschränkungen konnte der Gemeinderat weitere wichtige Entscheidungen auf den Weg bringen. So erhielt der Bebauungsplan „Lindenbach“ Bestandskraft, mit dem eine wirtschaftliche wie ökologisch sinnvolle Entwicklung auf den Weg gebracht wurde. Mit der Änderung des Bebauungsplanes „Auf dem Stiel II“ kann auch die Nutzung unseres Friedhofes jetzt bedarfsgerecht angepasst werden.

Wie in allen Gemeinden lag auch bei uns das öffentliche und gesellschaftliche Leben fast völlig brach. Ob Kirmes, Vereinsfeste, Martinsfeier oder Adventssingen: Alle Veranstaltungen fielen Corona zum Opfer, auch wenn z.B. mit „Düppekoche-To-Go“, dem „Martins- und Adventsleuchten“ oder der Prämierung von „Nieverns schönstem Weihnachtsschmuck“ alternative Ideen angeboten wurden. Auch die Verteilung der Martinsbrezel an die KITa- und Grundschulkinder durch die Ortsbürgermeister hat Spaß gemacht, sollte aber eine einmalige Ausnahme bleiben. Zu sehr vermissen gerade unsere Kinder solche Veranstaltungen wie z.B. die Martinsfeier.

Auch die jährliche Seniorenfahrt musste ausfallen, vielen Altersjubilaren konnte nur „mit Abstand“ oder im kleinen familiären Rahmen gratuliert werden. Dies war auch bei den Ehejubiläen so, wobei neben einigen Goldenen und Diamantenen die „Eiserne Hochzeit“ (= 65 Ehejahre) von Else und Ernst Schuster aus der Kirchstraße hervorsticht.

Besondere Vorfreude gilt in jedem Jahr dem Willkommenstreff der „Nieverner Wonneproppen“, bei der wir die jüngsten Neubürger in unserer Gemeinde begrüßen. Zur Veranstaltung im Bürgerhaus mit 10 Neugeborenen war bereits eingeladen, jedoch musste auch sie dann kurzfristig wegen der Corona-Entwicklung abgesagt werden.

Auch 2021 wollen wir die im vergangenen Jahr neugeborenen Kinder wieder in unserer Dorfgemeinschaft willkommen heißen. Wir wissen zwar noch nicht wann und wie, aber ich möchte gerade mit dem Blick auf dieses Ereignis auch meine persönlichen Hoffnungen auf „bessere Zeiten“ verbinden.

Wie sagte schon Honoré de Balzac (1799 - 1850), ein berühmter französischer Philosoph und Romanautor:

Wer sagt, es gibt sieben Wunder auf dieser Welt, hat noch nie die Geburt eines Kindes erlebt. Wer sagt, Reichtum ist alles, hat nie ein Kind lächeln gesehen. Wer sagt, diese Welt sei nicht mehr zu retten, hat vergessen, dass Kinder Hoffnung bedeuten.

Freuen wir uns also „hoffentlich“ auf wieder viele positive Ereignisse in unserem persönlichen Umfeld, aber auch in unserer Gemeinde. Ich danke den vielen ehrenamtlichen Unterstützern, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz dieser Hoffnung immer wieder Ausdruck verleihen.

Ihnen allen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wünsche ich zum Jahresbeginn alles Gute, vor allem Gesundheit.

Ihr

Lutz Zaun, Ortsbürgermeister