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Bad Ems-Nassau aktuell, Ausgabe Bad Ems
Ausgabe 16/2020
Öffentliche Bekanntmachungen und sonstige Mitteilungen
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Worte des Ortsbürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Deutschland befindet sich bereits seit drei Wochen im Shutdown. Erst letzte Woche entschieden Bund und Länder, die Kontaktbeschränkungen über Ostern zu verlängern. Doch irgendwann wird es ein Ende geben.

Viele Menschen können kein Homeoffice machen und wissen nicht, wohin mit den Kindern, wenn Schule und Kita zu sind. Andere leben beengt mit drei Kindern in kleinen Wohnungen, und alles - Arbeit, Unterricht, Kinderbetreuung, Freizeit - spielt sich in zwei Zimmern und Küche ab. Um den steilen Anstieg der Kurve zu brechen, sind die starken Beschränkungen angemessen und notwendig. Einen Kollaps des Gesundheitssystems würden wir gesellschaftlich nicht überstehen. Aber wir wissen, dass das für viele Menschen harte ökonomische und soziale Konsequenzen bedeutet. Die Einschnitte in die Grundrechte sind extrem.

Die Frage, wie kommen wir wieder raus, ist völlig berechtigt. Wir sind ja ein Land von mündigen Bürgerinnen und Bürgern, nicht Kindern. Die beispiellosen Einschränkungen in die Freiheitsrechte werden vermutlich nur dann noch als legitim empfunden, wenn die politisch Verantwortlichen glaubwürdig deutlich machen: Wir tun alles, um da rasch wieder rauszukommen. Aber wichtig ist die Debatte um das Wie. Das Wie definiert das Wann. Die Abwägungen, die die Politik dann treffen muss, werden in jedem Fall enorm schwierig sein. Ein Zurückschrauben des Shutdowns wird logischerweise die Gefahr erhöhen, dass sich das Virus wieder ausbreitet. Es bleibt ein großes gesellschaftliches und politisches Risiko. Schwieriger als die Maßnahmen zu verhängen wird daher, sie zu lockern. Die Rückkehr zur Normalität - also alles wie vor Corona - wird nicht so einfach möglich sein. Die Coronavirus-Erfahrung wird uns als Gesellschaft prägen.

Bleiben Sie gesund,

Ihr

Claus Eschenauer, Ortsbürgermeister

Wenn Hundekot-Beutel einfach über den Zaun geworfen werden

Kein Tag vergeht, an dem in Arzbach nicht der Haufen eines fremden Hundes entfernt oder ein Hundebesitzer darum gebeten wird, es zu tun. Das Thema Hundekot auf öffentlichen Flächen ist kein neues Ärgernis. Dennoch ist die Vehemenz, mit der verschiedene Weg immer wieder aufs Neue verschmutzt werden, erstaunlich. Unklar ist, warum sich die Hundehalter überhaupt erst die Mühe machen, die Häufchen ihrer vierpfotigen Lieblinge aufzusammeln, wenn sie die Hundekotbeutel danach über den Zaun aufs Sportgelände oder in die Hecke werfen. Schließlich ist sowohl das Liegenlassen der Hinterlassenschaften als auch die Müllentsorgung auf einer Grünfläche strafbar und mit Bußgeld belegt. Klar ist auch, für den der seinen Unrat nicht bis zum nächsten Mülleimer mit sich führen will, werde es wohl auch keinen Unterschied machen, ob er 100 oder 200 Meter bis zum nächsten Behälter gehen müsste. Überall Entsorgungsstationen aufzustellen, können wir uns in Arzbach nicht leisten.

Doch auch so müssen die Beutel wieder aufgehoben und entsorgt werden - beispielsweise bevor auf dem Sportplatz der Rasen gemäht wird oder bevor die Hecke am Wegrand geschnitten wird. Diese undankbare Aufgabe fällt den Mitarbeitern des Bauhofes zu. In den letzten Jahren ist die Anzahl von Mülleimern grundsätzlich reduziert worden, um hier Kosten einzusparen. Schließlich ist die regelmäßige Leerung mit einer hohen Zahl Arbeitsstunden des Bauhofes in Arzbach verbunden. Die Mitarbeiter fahren auch Stellen über die turnusgemäße Pflege hinaus an, wenn eine Verschmutzung gemeldet wird. Mehrarbeit, in welchem Ausmaß auch immer, fällt also in beiden Fällen an. Bitte achten sie auf die korrekte Entsorgung und helfen sie mit, dass unsere Wege und öffentlichen Plätze lebenswert bleiben.

Claus Eschenauer, Ortsbürgermeister

Einwurfzeiten an Glascontainer beachten

Immer wieder gibt es Unsicherheiten, welche Glassorten zu welchen Zeiten entsorgt werden dürfen. Um benachbarte Anwohner nicht zu belästigen, bitte ich Sie darum, die für Altglas üblichen Einwurfzeiten an den hierfür vorgesehenen Container einzuhalten. Diese sind werktags von 7 bis 12 Uhr und von 15 bis 20 Uhr. Außerhalb dieser Uhrzeiten und an Sonn- und Feiertagen ist das Einwerfen von Altglas in die Container ausdrücklich verboten. In den Containern können unter anderem Getränkeflaschen (auch Konservengläser und Glasbehälter), buntes Glas (in den jeweiligen Grün-, Weiß-, oder Braunglascontainern), aber keinesfalls Kochgeschirr aus Glas, Glühlampen, Fenster- oder Spiegelglas entsorgt werden.

Claus Eschenauer, Ortsbürgermeister

Netzwerk „Arzbach hilft“

Ortsbürgermeister Eschenauer stellt das Netzwerk „Arzbach hilft“ vor:

Seit drei Wochen bestimmt das Corona-Virus unseren Alltag. Immer mehr Menschen sind infiziert, immer drastischere Maßnahmen sind notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das Corona-Virus hat auch vor Arzbach keinen Halt gemacht. Das bedeutet, dass auch in Arzbach in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder Menschen in Quarantäne müssen und nicht mehr rausgehen dürfen. Gerade ältere Menschen sollten sich jetzt schon schützen und ihr Zuhause nicht mehr verlassen als nötig. Damit stehen viele Menschen vor der Frage, wie sie die Betreuung ihrer Kinder oder die tägliche Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellen können. Gerade jetzt müssen wir hier in Arzbach zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen. Deshalb habe ich mit der Verwaltung beschlossen, die Kräfte und die vielen Hilfsangebote in Arzbach zu bündeln. Helfen soll dabei das Netzwerk „Arzbach hilft“. Und so funktioniert es:

Wenn Sie Hilfe bei alltäglichen Dingen - dem Einkauf, der Betreuung Ihrer Kinder, dem Ausführen des Hundes - brauchen und diese nicht selbst durch die Hilfe von Nachbarn, Bekannten und Verwandten organisieren können, melden Sie sich einfach und unverbindlich unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Adresse sowie Ihrer Kontaktdaten bei:

Ortsbürgermeister Claus Eschenauer unter der Dienstnummer 0151/11840449 oder per Mail:

ortsgemeinde-arzbach@gmx.de

Auf dem gleichen Weg können Sie sich melden, wenn Sie Hilfe bei den oben genannten Dingen anbieten können. Die Ortsgemeinde sammelt alle Daten der Helfenden und der Hilfesuchenden und wird die entsprechenden Kontaktdaten des Hilfesuchenden an den Helfenden weiterleiten.

Teilen Sie diese Möglichkeiten auch älteren Menschen in Ihrem Umfeld mit und überlegen Sie, was Sie tun können um anderen zu helfen. Sprechen Sie auch weitere potenzielle Helferinnen und Helfer an. Es kommt jetzt auf Jeden und Jede an, damit diese außergewöhnlichen Zeiten mit für allen verkraftbaren Einbußen vorübergehen. Komplexe Zeiten brauchen einfache Lösungen, genau das bietet

„Arzbach hilft“.

Ich wünsche Ihnen für die nächste Zeit alles Gute und bleiben Sie gesund!

Ihr Claus Eschenauer, Ortsbürgermeister