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Bad Ems-Nassau aktuell Ausgabe Bad Ems
Ausgabe 17/2026
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Reisebericht: Begegnungen, Kultur und Partnerschaft – Nassau trifft Nassau

Ende März 2026 machte sich eine 22-köpfige Reisegruppe aus Nassau an der Lahn und Umgebung auf den Weg zu einer ganz besonderen Reise: Ziel waren die Bahamas, genauer gesagt die Hauptstadt Nassau. Bereits die Anreise war ein kleines Abenteuer, denn über die Zwischenstation Toronto führte der Flug schließlich in die Karibik, wo türkisfarbenes Wasser, warme Temperaturen und eine faszinierende Inselkultur auf die Gruppe warteten.

Ankunft in der karibischen Hauptstadt

Schon bei der Ankunft wurde deutlich, dass Nassau weit mehr ist als nur ein klassisches Strandziel. Hinter den traumhaften Kulissen aus weißen Sandstränden und glasklarem Meer verbirgt sich eine lebendige Stadt mit bewegter Geschichte, kultureller Vielfalt und einer beeindruckenden Gastronomieszene.

Untergebracht war die Gruppe im traditionsreichen British Colonial Nassau, das mit seinem historischen Charme und seiner erstklassigen Lage direkt am Wasser überzeugte. Besonders beeindruckend war der Blick auf die nahegelegenen Kreuzfahrtschiffe, die regelmäßig am Hafen anlegten und dem Ort eine internationale Atmosphäre verliehen.

Ein Sonntag voller Begegnungen

Der erste vollständige Tag begann mit einem besonderen kulturellen Erlebnis: einem traditionellen Gottesdienst in der St. Francis Xavier Cathedral. Die lebendige und herzliche Atmosphäre vermittelte den Teilnehmenden einen tiefen Einblick in das religiöse Leben der Bahamas.

Am Nachmittag folgte ein Höhepunkt der persönlichen Begegnungen. Die Gruppe war zu Gast bei der People-To-People-Botschafterin Anthia Butler, die die Reisenden auf ihrer Terrasse herzlich empfing. Bei einem typisch bahamaischen Sonntagsessen wurde nicht nur die lokale Küche genossen, sondern auch ein intensiver kultureller Austausch gepflegt. Besonders bereichernd war auch der Besuch des Honorarkonsuls Christian Illing, der spannende Einblicke in seine Arbeit und die deutsch-bahamaischen Beziehungen gab.

Geschichte und ein historischer Moment

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen von Geschichte und Kultur. Bei einer geführten Tour erkundete die Reisegruppe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und lernte die Geschichten kennen, die Nassau zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Am Mittag folgte dann der zentrale Moment der gesamten Reise: die feierliche Unterzeichnung der Städtepartnerschaft zwischen Nassau und Nassau an der Lahn. In einer offiziellen Zeremonie im Exekutivbüro des Tourismusministeriums wurde am 30. März 2026 diese besondere Verbindung besiegelt. Vertreter beider Städte betonten die historische Verbundenheit und die großen Chancen, die sich aus einer engeren Zusammenarbeit ergeben.

Anschließend wurde dieser bedeutende Anlass bei einem gemeinsamen Mittagessen im Drifters gefeiert. Inmitten der lebhaften Atmosphäre des berühmten Fish Fry genoss die Gruppe frische Meeresfrüchte, lokale Spezialitäten und die herzliche Gastfreundschaft der Insel.

Natur und Kultur auf Grand Bahama

 

Am dritten Tag führte die Reise weiter auf die Insel Grand Bahama. Nach dem Check-in im Pelican Bay Hotel begann die Erkundung der beeindruckenden Natur.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Lucayan National Park mit seinen Mangroven, Naturpfaden und einem der längsten Unterwasserhöhlensysteme der Welt. Ebenso beeindruckend war der nahegelegene Gold Rock Beach, dessen puderweißer Sand und kristallklares Wasser für unvergessliche Eindrücke sorgten.

Am Abend erwartete die Gruppe ein kulturelles Erlebnis im Taino by the Sea. Bei einem Dinner am Strand, begleitet von Lagerfeuerromantik und einer spektakulären Feuertanzvorführung, wurde die Kultur der Bahamas auf eindrucksvolle Weise erlebbar.

Tropische Gärten, Braukunst und Strandparadies

Der vierte Tag begann entspannt im Garden of the Groves. Die liebevoll angelegte Gartenanlage mit Wasserfällen, exotischen Pflanzen und ruhigen Wegen bot eine perfekte Gelegenheit zum Durchatmen und Genießen.

Gegen Mittag stand ein Besuch der Bahamas Brewery & Beverage Company auf dem Programm. Die Brauerei, bekannt für ihr „Sands“-Bier, verbindet bahamaische Braukunst mit deutschem Hopfen. Während der Führung erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in den Herstellungsprozess, bevor sie die verschiedenen Sorten selbst verkosten konnten.

Am Nachmittag ging es weiter zur Paradise Cove – ein idyllischer Strandabschnitt, der sowohl Sonnenanbeter als auch Schnorchler begeisterte. Die farbenreiche Unterwasserwelt bot faszinierende Eindrücke und rundete den Tag perfekt ab.

Der Abend klang beim traditionellen Fish Fry am Smith Point aus. Direkt am Strand wurden lokale Spezialitäten serviert, während Musik und Tanz, darunter der mitreißende Line Dance, für ausgelassene Stimmung sorgten. Eine eigens für die Gruppe auftretende Musikband machte den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Gemeinsame Erlebnisse und ein würdiger Abschluss

Die letzten beiden Tage standen zur freien Verfügung und boten Raum für individuelle Entdeckungen oder entspannte Stunden am Strand. Dennoch kam die Gruppe weiterhin regelmäßig zusammen, um die gemeinsamen Erlebnisse zu reflektieren und zu feiern.

Ein besonderes Highlight war das Abendessen im Pier One Restaurant, wo täglich Haifütterungen in der Bucht stattfinden. Ein faszinierendes Naturschauspiel, das für Staunen sorgte.

Den krönenden Abschluss bildete ein gemeinsames Essen im Zorba’s Restaurant, bei dem die Reise in geselliger Runde ausklang.

Fazit: Mehr als nur eine Reise

Diese Reise war weit mehr als ein touristischer Aufenthalt. Durch die intensive Begleitung durch einheimische Gastgeber entstanden wertvolle persönliche Kontakte, die die Grundlage für eine lebendige Städtepartnerschaft bilden können. Besonders bemerkenswert ist, dass die Reise vollständig von den Teilnehmenden selbst finanziert wurde und somit keine Kosten für die Stadt Nassau an der Lahn entstanden.

Mit vielen Eindrücken, neuen Freundschaften und großen Erwartungen blickt die Reisegruppe nun in die Zukunft, in der Hoffnung, bald Gäste aus den Bahamas in Deutschland begrüßen zu dürfen und die neu geschlossene Partnerschaft mit Leben zu füllen.