Liebe Weinährerinnen und Weinährer,
wer in den vergangenen Tagen durch die Hauptstraße gefahren oder gelaufen ist, hat sie schon gesehen: die neuen gelben Markierungen am Fahrbahnrand. Sie kennzeichnen unsere neuen Parktaschen - und damit beginnt eine Testphase von rund drei Monaten, an deren Ende der Gemeinderat entscheidet, wie es dauerhaft weitergeht.
Der Gemeinderat hat im Frühjahr beschlossen, in Weinähr Parktaschen einzuführen - zunächst ausschließlich in der Hauptstraße. Dahinter stehen drei Ziele, die viele von Ihnen in den letzten Jahren immer wieder an uns herangetragen haben:
| • | Weniger Tempo im Ort. Fahrzeuge, die versetzt am Straßenrand stehen, zwingen den durchfahrenden Verkehr zum Abbremsen. Das wirkt vor allem an den Ortsein- und -ausgängen, wo häufig zu schnell gefahren wird. |
| • | Weniger Gefahrenstellen. Zu viele und vor allem unstrukturiert parkende Autos machen die Hauptstraße unübersichtlich - für Fußgänger, für Kinder, für den Begegnungsverkehr und nicht zuletzt für Rettungsdienst, Feuerwehr und Müllabfuhr. |
| • | Schluss mit dem „Wildparken “. In Kurvenbereichen, in denen das Parken ohnehin nicht erlaubt ist, oder am Sportplatz - solche Stellen sollen erst gar nicht mehr in Versuchung führen. |
Ganz neu ist das Prinzip für Weinähr übrigens nicht: Im Bereich „Am Sonnenhang“ und in der Gartenstraße gibt es die Parktaschen im verkehrsberuhigten Bereich bereits seit Langem - und dort funktioniert das Miteinander gut.
Damit die Parktaschen ihren Zweck erfüllen, kommt es auf uns alle an. Zwei Bitten dazu:
| • | Bitte blockiert die Parktaschen nicht mit Anhängern. Anhänger stehen oft über Tage oder Wochen und nehmen damit dauerhaft einen Platz weg, den andere dringend brauchen. |
| • | Bitte nutzt, wo immer es geht, eure eigenen Parkmöglichkeiten - die Einfahrt, das Grundstück und ja: auch die Garage. Jedes Fahrzeug, das auf dem eigenen Grundstück steht, entspannt die Situation in der Straße für alle anderen. |
Die kommenden rund drei Monate sind ausdrücklich eine Testphase. Wir wollen sehen, wie sich die Parktaschen im Alltag bewähren: Reicht die Zahl der Plätze? Sitzen sie an den richtigen Stellen? Kommt man überall gut hinein und heraus? Wo klemmt es?
Deshalb bitten wir Euch ausdrücklich um Eure Rückmeldung - alle Bürgerinnen und Bürger, ganz besonders aber die Anwohnerinnen und Anwohner der Hauptstraße. Kritik ist dabei genauso willkommen wie Zustimmung; beides hilft uns weiter. Am hilfreichsten sind konkrete Beobachtungen: an welcher Stelle, zu welcher Tageszeit, welches Problem.
So erreicht ihr mich:
| • | E-Mail: buergermeister@weinaehr.de |
| • | Telefon oder WhatsApp: 0152 38722006 |
| • | Persönlich: Sprecht mich oder jedes Mitglied des Gemeinderats einfach an |
Alle Rückmeldungen werden gesammelt und im Gemeinderat besprochen. Sie fließen direkt in den endgültigen Beschluss ein.
Zwei Dinge sagen wir dabei ganz offen: Gehen keine Rückmeldungen ein, werten wir das als Zustimmung zur jetzigen Lösung. Und: Dass Parktaschen kommen, steht fest - das hat der Gemeinderat beschlossen. Offen ist das Wie. Genau darüber entscheiden wir in den nächsten Monaten, und genau dafür brauchen wir eure Erfahrungen. Wer sich jetzt meldet, gestaltet mit.
In diesem Zusammenhang ein Hinweis, der uns ebenfalls seit Längerem beschäftigt: Das Parken auf Grundstücken und Wegen der Ortsgemeinde ist nicht erlaubt. Das betrifft zum Beispiel den Bereich am Sportplatz und den Weg von der Hauptstraße hinauf zur Bergstraße.
Am Sportplatz gilt eine Ausnahme: Dort ist das Parken ausschließlich für den TuS Weinähr zulässig, da dieser Gemeindeweg zum Pachtgegenstand des Sportplatzes gehört.
Wer dauerhaft einen Stellplatz benötigt, muss aber nicht ratlos bleiben: Eine Anmietung von Parkflächen auf Gemeindegrundstücken ist grundsätzlich möglich. Sprechen Sie uns dazu gerne an, dann prüfen wir gemeinsam, ob und wo sich eine Lösung finden lässt.
Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter, die derzeit unerlaubt auf Gemeindeflächen parken, werden in Kürze von der Ortsgemeinde angeschrieben. Uns geht es dabei nicht um Schikane, sondern darum, für alle die gleichen und klaren Regeln zu haben.
Neue Regelungen brauchen immer eine Eingewöhnung, und nicht jede Markierung wird auf Anhieb allen gefallen. Umso mehr freuen wir uns über Ihre Geduld - und noch mehr über Ihre Rückmeldungen. Weinähr lebt davon, dass sich viele einbringen. Diese Testphase ist eine gute Gelegenheit dazu.
Herzliche Grüße, euer Florian, Ortsbürgermeister