Wer öfters durch Wald und Flur in Nassau streift, sollte es schon bemerkt haben… Es tut sich was am Zustand der Wanderwege!
Haben etwa die Heinzelmännchen Wege verbreitert, Bäume, die über die Wege gefallen sind, zersägt und zur Seite geräumt, Bänke repariert oder gestrichen, Brombeeren und Gestrüpp an Wegrändern entfernt, Schilder erneuert …?
Wir alle wünschen uns oft Heinzelmännchen herbei, wissen aber, dass es die in Wirklichkeit leider nicht gibt - stattdessen gibt es in Nassau und auch in den angrenzenden Gemeinden inzwischen Waldwichtel!
Dies sind Gruppen von Menschen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich viele Stunden dafür engagieren, dass unsere schöne Natur wieder mehr gepflegt und die ausgewiesenen Wanderwege auch wieder gut und gefahrfrei begehbar sind. Die Bauhöfe ersticken unter der Last der anfallenden Arbeiten, da die Aufgaben wachsen bei geringerer finanzieller und personeller Ausstattung. Deshalb hat sich auch in Nassau Anfang 2025 eine kleine Waldwichtelgruppe gebildet, um tatkräftig zu unterstützen, wo Not am Wald ist!
Denn der Wald als lebendiges Ökosystem ist ständig in Bewegung. Und so sind es nicht nur beispielsweise die umgestürzten Bäume, die die Waldwichtel selbstständig entfernen, - sofern es die Situation erlaubt! Es gibt auch viele andere kleine Maßnahmen, bei denen uns auch jeder Wanderer einfach unterstützen könnte, um unsere Wege begehbar und attraktiv zu erhalten.
Was kann jeder Einzelne nun dazu beitragen?
| 1. | Hundebesitzer - bitte lest die Hinterlassenschaften Eurer Hunde nicht nur in die meist bereitgestellten Beutel auf, sondern entsorgt sie bitte auch korrekt - am Besten zu Hause in der grauen Tonne! |
| 2. | Wer es schafft, Speis und Trank mit in die Natur zu schleppen, sollte nach der Stärkung auch in der Lage sein, die leeren Verpackungen wieder mit nach Hause zu nehmen. |
| 3. | Heruntergebrochene Äste darf Jeder auch mal selbst an die Seite räumen! Wenn Bäume über Wegen liegen, informieren Sie bitte den Städtischen Bauhof oder die Stadtverwaltung, damit diese zeitnah entfernt werden können. |
| 4. | Leider beobachten wir, dass die Wege dadurch immer schlechter werden, weil von den Hängen Steine, Äste, Geröll.. herunterrutscht. Das führt dazu, dass Wanderer meist im „Entenmarsch“ auf der abschüssigen talwärtigen Seite der Wege hintereinander wandern. Dadurch brechen die Kanten immer mehr aus, und Wege rutschen in der Folge komplett ab. Dies versuchen wir in mühevoller und schweißtreibender Handarbeit Stück für Stück dadurch zu verhindern, dass wir die Wege von der Bergseite aus abräumen und so wieder verbreitern und einebnen. Sie helfen uns sehr, wenn Sie da, wo es geht, nicht auf der Außenseite der Wanderwege gehen, sondern bewusst den bergseits liegenden Teil des Weges begehen. Wenn das Viele machen, werden die Wege auch breiter bleiben und Gestrüpp wird sich nicht wieder so stark ausbilden. |
In Nassau sind wir nur eine kleine Waldwichtel-Gruppe. Wir versuchen aber, ca. 70 km Wanderwege in Handarbeit zu pflegen! Daher sind wir froh über jede Unterstützung in der oben beschriebenen Art - oder dadurch, dass sich weitere tatkräftige Menschen unserer Gruppe anschließen oder wir etwas finanzielle Unterstützung erhalten, damit wir nicht alles, was wir zur Arbeit benötigen, aus eigener Tasche finanzieren müssen.
Übrigens wird es am kommenden Projekttag „(D)ein Vormittag für Nassau“ am 18. Oktober 2025 auch eine Aktion der Nassauer Waldwichtelgruppe geben, der Sie sich sehr gerne anschließen können, um zu sehen, was wir so machen.
Wer bei uns mitmachen will - wenn auch nur zur Probe -, melde sich bitte beim Bauhof Nassau (bauhof-nassau@vgben.de) oder Maria Parbel (m.parbel@vgben.de)!