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Bad Ems-Nassau aktuell Ausgabe Bad Ems
Ausgabe 43/2026
Amtlicher Teil
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Die Verbandsgemeindewerke informieren:

Die anhaltende Hitze und Trockenheit des Sommers 2026 haben die Wasserversorgung bundesweit vor große Herausforderungen gestellt. Dies zeigt eine Blitzumfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen e. V. im August 2026. Rund 69 Prozent der befragten Wasserversorgungsunternehmen berichteten von deutlichen Herausforderungen. Fast die Hälfte verzeichnete an einzelnen Tagen einen Wasserverbrauch, der mindestens 20 Prozent über dem üblichen Tageswert lag. Ursachen waren vor allem die Bewässerung von Gärten, das Befüllen von Pools und ein insgesamt höherer Wasserverbrauch in den Haushalten.

Auch in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau war der Wasserbedarf während der anhaltenden Hitze und Trockenheit deutlich erhöht. An besonders heißen Tagen war ein Anstieg des Verbrauchs auf etwa das Anderthalbfache des üblichen Bedarfs zu verzeichnen. Dennoch konnte die Trinkwasserversorgung jederzeit zuverlässig sichergestellt werden. Die Gewinnungsanlagen liefen dafür im Dauerbetrieb und wurden weitgehend bis an ihre technischen Kapazitäten genutzt.

Das Versorgungsgebiet Bad Ems ist mit dem Versorgungsbereich Koblenz vernetzt. Erhöhte Bedarfe konnten daher durch den zusätzlichen Bezug von Wasser aus Koblenz ausgeglichen werden, was wesentlich zur Versorgungssicherheit beiträgt. Der Stollen Fachbach, die wichtigste Gewinnungsanlage im Bereich Bad Ems, reagiert zudem erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung auf längere Trockenphasen und stabilisiert die Versorgung in Trockenperioden zunächst.

Auch im Versorgungsgebiet Nassau wurde mehr Trinkwasser benötigt. Sämtliche Gewinnungsanlagen waren im Dauerbetrieb. Die Möglichkeiten, bei zusätzlichem Bedarf Wasser von anderen Versorgern zu beziehen, sind hier jedoch begrenzt. Eine Verbindung zum Versorgungsgebiet Bad Ems besteht derzeit noch nicht.

Positiv wirkt sich in Nassau aus, dass die wichtigste Gewinnungsanlage in Lahnnähe liegt. Sie ist von sinkenden Grundwasserständen weniger betroffen als höher gelegene Quellen. Dass es auch im Hitzesommer 2026 zu keinen für die Bürgerinnen und Bürger spürbaren Versorgungsengpässen kam, ist darauf zurückzuführen, dass keine Gewinnungsanlagen ausfielen und keine nennenswerten Rohrbrüche zusätzlich auftraten.

Die Entwicklung zeigt jedoch: Längere Trockenperioden und steigende Verbrauchsspitzen stellen die Wasserversorgung zunehmend vor Herausforderungen. In den nächsten Wochen berichten wir in weiteren Veröffentlichungen über die vielfältigen Bemühungen der Verbandsgemeindewerke Bad Ems-Nassau zur dauerhaften Sicherstellung der Trinkwasserversorgung.

Ihre Verbandsgemeindewerke Bad Ems-Nassau