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Bad Ems-Nassau aktuell, Ausgabe Bad Ems
Ausgabe 46/2020
Öffentliche Bekanntmachungen und sonstige Mitteilungen
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Kindertagesstättenordnung für die kommunale Kindertagesstätte „Waldwichtel“ in Dausenau

Trägerin: Ortsgemeinde Dausenau

Entsprechend § 10 Abs. 2 Kindertagesstättengesetz Rheinland-Pfalz (KitaG) obliegt der Ortsgemeinde Dausenau die Trägerschaft für die im Kindertagesstättenbedarfsplan vorgesehene kommunale Kindertagesstätte in der Ortsgemeinde Dausenau als Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung soweit sich kein Träger der freien Jugendhilfe findet. Die ordnungsgemäße Aufgabenerledigung und den Betrieb der Kindertagesstätte als öffentliche Einrichtung regelt die Ortsgemeinde Dausenau durch diese Kindertagesstättenordnung.

Der Ortsgemeinderat Dausenau hat in seiner Sitzung am 25.08.2020 folgende Kindertagesstättenordnung für die Kindertagesstätte „Waldwichtel“ der Ortsgemeinde Dausenau beschlossen:

§ 1 Trägerschaft

(1) Die Ortsgemeinde Dausenau ist Trägerin der kommunalen Kindertagesstätte (KiTa) „Waldwichtel“ in Dausenau und unterhält für die Kinder ihrer Einwohner/innen (zugeordneter Einzugsbereich gemäß Kindertagesstättenbedarfsplanung des Rhein-Lahn-Kreises) die KiTa „Waldwichtel“ als öffentliche Einrichtung. In der KiTa werden grundsätzlich nur Kinder aus der Ortsgemeinde Dausenau aufgenommen.

In begründeten Ausnahmefällen ist eine Aufnahme aus anderen Kommunen möglich, wenn eine Aufnahme der Kinder im Rahmen der vorhandenen Kindertagesstättenplätze weiterhin gewährleistet wird. In diesen Fällen besteht jedoch kein Rechtsanspruch. Die Aufnahme erfolgt unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufes.

(2) Die Trägerin hat die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und den Betrieb der KiTa. Sie schafft unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Regelungen die personellen und sachlichen Voraussetzungen zur Erfüllung der Aufgaben der KiTa.

(3) Die Trägerin, die Mitarbeiter/innen und die Personensorgeberechtigten arbeiten partnerschaftlich zusammen.

(4) Die Arbeit in der kommunalen KiTa der Ortsgemeinde Dausenau richtet sich nach den gesetzlichen Regelungen des Sozialgesetzbuches (Achtes Buch), dem Landesgesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, dem Kindertagesstättengesetz Rheinland-Pfalz, sowie nach den entsprechenden Ausführungsbestimmungen, den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen des Landes Rheinland-Pfalz, dieser Kindertagesstättenordnung und den Dienstanweisungen für die Mitarbeiter/innen.

§ 2 Aufgaben der Kindertagesstätte

(1) Die KiTa soll die Gesamtentwicklung des Kindes fördern und durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und Bildungsangebote, sowie durch differenzierte Erziehungsarbeit die körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Kindes anregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit fördern und soziale Benachteiligungen möglichst ausgleichen. Hierzu ist die Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklungsprozesse unter Beachtung der träger-/einrichtungsspezifischen Konzeption und des Datenschutzes erforderlich. Diese sind zugleich Grundlage für Entwicklungsgespräche mit den Personensorgeberechtigen.

(2) Die Tagesbetreuung von Kindern soll sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren. Die KiTa soll mit den Personensorgeberechtigten bei der Erziehung des Kindes zusammenarbeiten und mit ihnen erzieherische Probleme und Bedürfnisse des Kindes erörtern. Es wird eine Bildungspartnerschaft auf Augenhöhe angestrebt. Sie soll die Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme notwendiger Hilfen hinwirken. Auch in Fällen von Kindeswohlgefährdung (beispielsweise Vernachlässigung, Misshandlung oder sexuellen Missbrauch von Kindern) ist die KiTa verpflichtet mit dem Jugendamt und sonstigen geeigneten Stellen vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Hier gilt das Schutzkonzept des Rhein-Lahn-Kreises nach § 8 a SGB VIII. Jährlich findet mindestens ein persönliches Gespräch statt, in dem Fragen und Probleme über die Entwicklung des Kindes besprochen werden.

(3) Die KiTa hat auch die Aufgabe, bei der Früherkennung von Entwicklungsrückständen und Behinderungen mitzuwirken. Für die gemeinsame Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder soll nach Möglichkeit eine ausreichende Anzahl geeigneter Plätze in der KiTa vorhanden sein; die Plätze sollen auch entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik so weit wie möglich barrierefrei im Sinne des § 2 Abs. 3 des Landesgesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen gestaltet sein. Grundlage hierfür ist § 46 SGB IX über die Früherkennung und Frühförderung.

§ 3 Übergang zur Grundschule

(1) Die KiTa soll in dem Jahr, welches der Schulpflicht unmittelbar vorausgeht, möglichst von allen Kindern besucht werden. Hierauf wirken die Träger der öffentlichen Jugendhilfe hin.

(2) In diesem Kindergartenjahr wird nach Maßgabe der jeweiligen Konzeption insbesondere der Übergang zur Grundschule vorbereitet und über die allgemeine Förderung nach § 2 hinaus besonders die Sprachentwicklung der Kinder beobachtet und durch gezielte Bildungsangebote gefördert.

(3) Mit der Grundschule an der Ringmauer verbindet die KiTa seit mehreren Jahren eine Kooperation zum gemeinsamen Bildungshaus Dausenau. Mit dieser Kooperation verpflichten wir uns, den Wechsel in die Grundschule für die Kinder soweit ausgeglichen wie möglich zu vollziehen. In den vier Jahren, die sich ein Kind in der Regel in der KiTa befindet, lernt es schon früh die Räumlichkeiten und die Lehrerschaft kennen. Hierbei ist es wichtig, dass die Kinder komplett angstfrei dem Thema „Schule“ gegenüberstehen. Das Jahr vor der Schule, das sogenannte „Maxijahr“, bereitet die Kinder auf die zukünftigen Aufgaben vor.

§ 4 Aufnahme

(1) In die KiTa „Waldwichtel“ in Dausenau werden Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr bis zum Beginn der Schulpflicht aufgenommen.

(2) Die Aufnahme der Kinder erfolgt durch die Kita-Leitung in Absprache mit der Trägerin. Die Aufnahme der Kinder erfolgt nach einem Eingewöhnungskonzept, bei dem die Personensorgeberechtigten sich zur Mitwirkung verpflichten.

(3) Die Aufnahme erfolgt nach Abschluss eines Aufnahme- und Betreuungsvertrages zwischen der Einrichtung und den Personensorgeberechtigten. Sie wird von der Vorlage folgender Unterlagen abhängig gemacht werden, welche in schriftlicher Form bis zum Tag der Aufnahme vorzulegen sind:

  • Nachweis von Impfungen, besonders Masernimpfung
  • die Erklärung im Hinblick der Angaben zur Gesundheit des Kindes
  • die Erklärung zum Umgang mit Zeckenbefall
  • die Erklärung der Personensorgeberechtigten, von wem das Kind aus der KiTa abgeholt werden darf
  • der Verpflichtungsschein zum Umgang mit Krankheiten inkl. der Belehrung für Personensorgeberechtigte gem. § 34 Abs. 5 S. 2 Infektionsschutzgesetz
  • die Einverständniserklärung auf Foto-, Film- und Tonaufnahmen, sowie zum Datenschutz.

(4) Die Belegzahl der Kindertagesstätten ist in der Regel beschränkt auf die in der Betriebserlaubnis gemäß § 45 SGB VIII festgelegte maximale Anzahl und Art der Betreuungsplätze.

(5) Liegen mehr Anmeldungen vor, als freie Plätze vorhanden sind, erfolgt die Aufnahme der angemeldeten Kinder nach den Grundsätzen der sozialen und pädagogischen Dringlichkeit im Einzelfall, insbesondere unter Beachtung der nachfolgenden Prioritätskriterien:

  • Es werden grundsätzlich nur Kinder aus dem zugeordneten Einzugsbereich des Kindertagesstättenbedarfsplanes des Rhein-Lahn-Kreises aufgenommen
  • Die Aufnahme erfolgt nach Anmeldedatum unter besonderer Berücksichtigung, dass Kinder im letzten Kindergartenjahr möglichst eine KiTa besuchen sollten
  • Kinder von berufstätigen, alleinerziehenden Personensorgeberechtigten oder von Personensorgeberechtigten, die beide berufstätig sind, sich in einer beruflichen Ausbildung/Studium befinden oder an Maßnahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt im Sinne des SGB II teilnehmen
  • Kinder, die einen besonderen familienergänzenden Erziehungs- und Förderbedarf (z.B. Zuweisung vom Kreisjugendamt) haben

Die Platzvergabe und die einzelnen Kriterien können überprüft werden und sind in geeigneter Form (z.B. mittels amtlicher Bescheinigungen, Vordruck: Arbeitsbescheinigung) nachzuweisen.

§ 5 Mitarbeiter/innen der KiTa

Die Aufgaben der Mitarbeiter/innen leiten sich aus dieser Kindertagesstättenordnung ab. Die Kita-Leitung liegt in den Händen der bestellten Leitung. In deren Abwesenheit übernimmt die Stellvertretung die Leitung. Die Trägerin stellt das Personal nach der gültigen Fachkräftevereinbarung für KiTas ein.

§ 6 Besuch der KiTa, Öffnungs- und Schließzeiten

(1) Es wird erwartet, dass die angemeldeten Kinder die KiTa regelmäßig besuchen und ebenso pünktlich zu den festgelegten Abhol- und Schließzeiten in der Mittagszeit bzw. am Nachmittag wieder abgeholt werden. Sprachförderzeiten werden gesondert mitgeteilt. Die Teilnahme ist verpflichtend. Das Fehlen ihres Kindes ist umgehend mündlich, telefonisch oder schriftlich mitzuteilen.

(2) Die Einrichtung ist regelmäßig von Montag bis Freitag, mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage und der Schließzeiten geöffnet. Die Schließzeiten werden von der Trägerin im Einvernehmen mit der Kita-Leitung festgelegt und dem Elternausschuss mitgeteilt.

Teilzeitplätze:

Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr

und von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Freitag von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr

Ganztagsplätze:

Montag bis Donnerstag von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Freitag von 7.00 Uhr bis 15.00 Uhr

(3) Muss die Einrichtung oder eine Gruppe aus besonderem Anlass (z.B. wegen Erkrankung, dienstlicher Verhinderung, zur Vermeidung der Übertragung ansteckender Krankheiten, betrieblicher Mängel oder Streik) geschlossen bleiben, werden die Personensorgeberechtigten so früh wie möglich unterrichtet. Ein Notfallplan hängt in der KiTa aus.

(4) Für Kinder in der Eingewöhnungszeit können besondere Absprachen getroffen werden.

(5) Sprechzeiten mit der Kita-Leitung bzw. mit der jeweiligen Gruppenleitung können vereinbart werden.

§ 7 Ganztagsplätze und Mittagessen

(1) In der KiTa „Waldwichtel“ in Dausenau sind Plätze für die ganztägige Betreuung eingerichtet. Die Vergabe eines Ganztagsplatzes ist an die regelmäßige Einnahme eines warmen Mittagessens gekoppelt.

(2) Das Essen liefert ein Catering-Unternehmen. Die Kosten für das Mittagessen betragen derzeit 3,65 Euro. Der Essensbeitrag wird monatlich von der Verbandsgemeindeverwaltung Bad Ems - Nassau nach Rechnungsstellung über Lastschrift eingezogen.

(3) Die Essen werden grundsätzlich jeden Tag bestellt. Die Personensorgeberechtigten verpflichten sich, ihre Kinder bei Fehlzeiten (z.B. Urlaub, Krankheit etc.) unverzüglich, spätestens jedoch bis morgens um 09.00 Uhr in der KiTa abzumelden. Später eingehende Abmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden, so dass in diesem Falle das Essen berechnet wird.

(4) Für Kinder, deren Personensorgeberechtigten Leistungen nach SGB II oder SGB XII beziehen, besteht die Möglichkeit, einen Antrag bei der jeweiligen Leistungsbehörde zu stellen, um das Mittagessen kostenfrei zu erhalten. Für Familien, die unter die Lernmittelfreiheit fallen, besteht die Möglichkeit, das Mittagessen für einen ermäßigten Preis von 1,00 € zu erhalten. Hierzu muss ein Antrag auf Gewährung von Leistungen aus dem Sozialfond Mittagessen bei der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises gestellt werden.

(5) Die Vergabe eines Ganztagsplatzes ist an folgende Kriterien gekoppelt:

  • (geplante) Berufstätigkeit bzw. Ausbildung der Personensorgeberechtigten;
  • besondere Gründe bedingt durch die familiäre Situation.

Die Personensorgeberechtigten tragen die Verantwortung, ihr Kind im Rahmen der festgelegten Zeiten in die Kita zu bringen / abzuholen bzw. abholberechtigte Personen zu beauftragen.

(6) Der Ganztagsplatz kann in einen Regelplatz mit einem Betreuungsangebot am Vor- und Nachmittag umgewandelt werden, wenn sich die Familienverhältnisse ändern (z.B. Beendigung des Arbeitsverhältnisses) oder der Ganztagsplatz nicht regelmäßig genutzt wird. Die Geburt eines Geschwisterkindes und die damit einhergehende Elternzeit eines Personensorgeberechtigten bedeutet den Wegfall des Anspruches auf einen Ganztagsplatz, spätestens 8 Wochen nach der Geburt.

§ 8 Aufsichtspflicht

(1) Die Aufsichtspflicht der Mitarbeiter/innen erstreckt sich auf die Zeit des Aufenthaltes der Kinder in der KiTa einschließlich der Ausflüge, Spaziergänge, Besichtigungen und ähnlichem.

(2) Sie beginnt mit der Übergabe der Kinder an die pädagogischen Fachkräfte der KiTa und endet mit dem Verlassen des Geländes bzw. mit der Übergabe der Kinder an einen Personensorgeberechtigten oder Beauftragten. Der ordnungsgemäßen Übergabe in den jeweils anderen Aufsichtspflichtbereich ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

(3) Die Personensorgeberechtigten müssen schriftlich mitteilen, wer berechtigt ist, das Kind von der KiTa abzuholen.

(4) Für den Weg von und zur KiTa sind die Personensorgeberechtigten verantwortlich. Soll das Kind den Heimweg ohne Begleitung eines Erwachsenen antreten, ist nach Absprache mit den pädagogischen Fachkräften eine schriftliche Einverständniserklärung der Personensorgeberechtigten erforderlich (Siehe § 4).

§ 9 Kleidung, Spezielle Regelungen, Foto-/Videoaufnahmen

(1) Die Kinder sollen für den Besuch der Einrichtung kindgemäße Kleidung tragen, die zum Spielen in der Gruppe und auf dem Außengelände geeignet ist.

(2) Spezielle Regelungen, wie z.B. Turnkleidung, Malkleidung, Matschkleidung, Zweitschuhe, etc. werden mit den Mitarbeiter/innen der jeweiligen Gruppen besprochen.

(3) Bei Kleinkindern ist es notwendig, dass die Personensorgeberechtigten ausreichend Wechselwäsche für ihr Kind in der Einrichtung hinterlegen. Pflegemittel, wie Windeln, Öl oder Creme sind von den Personensorgeberechtigten in ausreichender Menge selbst bereitzustellen.

(4) Zur Darstellung der pädagogischen Arbeit und zur Entwicklungsdokumentation können Fotos, Video- und Tonaufnahmen von Kindern innerhalb der Einrichtung ausgehängt oder an Elternabenden gezeigt werden. Bei geplanter Veröffentlichung solcher Materialien außerhalb der Einrichtung werden die Personensorgeberechtigten vorher um Erlaubnis gefragt.

§ 10 Krankheitsfälle, Medikamentengabe

(1) Bei Erkältungskrankheiten, Auftreten von Hautausschlägen, Halsschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Fieber sind die Kinder zu Hause zu behalten.

Hinweis:

An alle Personensorgeberechtigte wird appelliert, ihre Kinder bei Krankheit, wie z.B. einem schweren Schnupfen oder Husten und insbesondere bei Fieber, wegen der hohen körperlichen Belastung und einer Ansteckungsgefahr für andere Kinder und das Personal nicht in die KiTa zu schicken.

(2) Bei Erkrankung eines Kindes oder eines Familienmitgliedes an einer Krankheit im Sinne des § 34 Infektionsschutzgesetz (z.B. Kopfläuse, Keuchhusten, Windpocken, Diphterie, Masern, etc.) muss der Kita-Leitung sofort, spätestens aber an dem der Erkrankung folgenden Tag, Mitteilung gemacht werden. Ein Merkblatt hierzu erhalten die Personensorgeberechtigten mit den Aufnahmeunterlagen. Der Besuch der Einrichtung ist in diesem Falle ausgeschlossen.

(3) Bevor das Kind nach einer ansteckenden Krankheit im Sinne des § 34 Infektionsschutzgesetz die Einrichtung wieder besucht, ist eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorzulegen. Die Personensorgeberechtigten erteilen mit der Anmeldung den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung die Erlaubnis, das Kind auf Läuse bzw. Nissen zu kontrollieren, sowie im Verdachtsfall die Körpertemperatur mit einem Ohr-/Stirnthermometer zu überprüfen.

(4) Bei ein- oder mehrmaligem Durchfall und Erbrechen müssen die Kinder mindestens 48 Stunden symptomfrei sein, bevor sie die Einrichtung wieder besuchen können.

(5) In schwerwiegenden Fällen kann die Kita-Leitung im Einvernehmen mit der Trägerin den Besuch durch ein krankes Kind untersagen.

(6) Medikamente werden in der Einrichtung grundsätzlich nicht verabreicht. In besonderen Ausnahmefällen können Notfallmedikamente und Medikamente bei chronischen Erkrankungen mit ärztlicher Bescheinigung und Einweisung, unter Angabe der Dauer und der genauen Dosierung, verabreicht werden.

(7) Zum Umgang mit Zeckenbefall verweisen wir auf das Informationsschreiben der Unfallkasse Rheinland-Pfalz.

§ 11 Versicherung

(1) Die Kinder sind nach § 2 Abs. 1 Nr. 8 a SGB VII gesetzlich gegen Unfall versichert:

  • auf dem direkten Weg von der Wohnung zur Einrichtung oder dem Ort, an dem eine Veranstaltung der Einrichtung stattfindet
  • während des Besuchs der Einrichtung
  • bei Ausflügen und Besichtigungen sowie bei Feiern, die von der Einrichtung organisiert sind

(2) Die Leistungen der Unfallversicherung beziehen sich nur auf Personenschäden, nicht auf Sachschäden oder Schmerzensgeld.

(3) Alle Unfälle, die auf dem Weg zur und von der Einrichtung eintreten, müssen der Kita-Leitung unverzüglich gemeldet werden.

(4) Für den Verlust, die Beschädigung und die Verwechslung persönlicher Gegenstände des Kindes (wie z.B. Kleider, Spiel- und Wertgegenstände) wird keine Haftung übernommen. Es wird empfohlen, die Sachen mit dem Namen des Kindes zu versehen.

(5) Für Schäden, die ein Kind einem Dritten zufügt oder für Sachschäden, haften unter Umständen die Personensorgeberechtigten. Es wird deshalb empfohlen, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen.

§ 12 Kündigung des Betreuungsverhältnisses, Ausschluss

(1) Das Betreuungsverhältnis kann mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende schriftlich gekündigt werden:

  • seitens der Trägerin, wenn das Kind die Einrichtung über einen zusammenhängenden Zeitraum von länger als zwei Wochen unentschuldigt nicht mehr besucht hat.
  • Seitens der Personensorgeberechtigten, wenn das Kind die Einrichtung nicht mehr besuchen soll.

(2) Abweichende Regelungen für Kinder, die in die Schule wechseln und nicht bis zum Ende des Kindergartenjahres bleiben, werden gesondert durch die Kita-Leitung vereinbart. In diesem Fall bedarf es keiner schriftlichen Kündigung des Betreuungsvertrages.

(3) Für Kinder, die in die Schule aufgenommen werden und bis zum Ende des Kindergartenjahres die Einrichtung besuchen, erübrigt sich eine schriftliche Abmeldung durch Kündigung.

(4) Ein Kind kann vom weiteren Besuch der KiTa mit einer vierwöchigen Frist zum Monatsende insbesondere ausgeschlossen werden, wenn

  • das Kind besonderer Hilfen oder pädagogischer und erzieherischer Betreuung bedarf, die von der Einrichtung trotz erheblicher Bemühungen nicht geleistet werden kann
  • das Kind Verhaltensmuster einer massiven Selbst- oder Fremdgefährdung zeigt, die unter Ausschöpfung der pädagogischen Möglichkeiten der Einrichtung nicht abgestellt werden können
  • die Einrichtung geschlossen wird.

(5) Die Trägerin kann aus wichtigem Grund den Betreuungsvertrag fristlos kündigen.

Wichtige Gründe sind:

  • Wenn durch den Verbleib des Kindes in der Einrichtung die pädagogische Arbeit der Gruppe wesentlich beeinträchtigt wird.
  • Wenn die Personensorgeberechtigten - trotz schriftlicher Mahnung - ihren Verpflichtungen aus dem Betreuungsvertrag nicht nachkommen.
  • Wenn die Personensorgeberechtigten mit Beitragszahlungen (auch Beiträge für Mittagessen) für drei aufeinanderfolgende Monate in Verzug geraten sind.
  • Wenn erhebliche, nicht ausräumbare Auffassungsunterschiede über das Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungskonzept zwischen Personensorgeberechtigten, Trägerin und Kita-Leitung bestehen, so dass eine angemessene Förderung der Gesamtentwicklung des Kindes trotz mehrfacher Einigungsbemühungen nicht mehr möglich und die Fortsetzung des Benutzungsverhältnisses der Trägerin nicht zumutbar ist.

§ 13 Elternbeiträge/Mittagessen

(1) Alle Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr besuchen die Kindertagesstätte beitragsfrei. Für Mittagessen wird ein gesonderter Beitrag erhoben (siehe hierzu § 7 dieser Kindertagesstättenordnung).

(2) Der Essensgeldbeitrag ist in der Regel zum 15. des Folgemonats fällig, frühestens jedoch nach Zugang der entsprechenden Zahlungsaufforderung.

(3) Zur Zahlung verpflichtet sind die Personensorgeberechtigten oder andere Unterhaltsverpflichteten, auf deren Antrag ein Kind in die kommunale Kindertagesstätte aufgenommen wird.

§ 14 Elternausschuss

Die Elternvertretung richtet sich nach dem jeweils gültigen Kita-Gesetz und den zu ihm ergangenen Verordnungen und Richtlinien. Diese können bei der Kita-Leitung eingesehen werden.

§ 15 Verbindlichkeit

Diese Kindertagesstättenordnung wird den Personensorgeberechtigten ausgehändigt. Mit der Aufnahme des Kindes in der Einrichtung und der Unterschrift der Personensorgeberechtigten auf dem Aufnahme-/Betreuungsvertrag wird zugleich die Kindertagesstättenordnung als verbindlich anerkannt. Gleichzeitig wird ein Vertragsverhältnis mit der Ortsgemeinde Dausenau als Trägerin begründet.

§ 16 Inkrafttreten

Diese Kindertagesstättenordnung tritt am 01.11.2020 in Kraft.

Bad Ems, 05. November 2020 — Michelle Wittler
Ortsbürgermeisterin