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Bad Ems-Nassau aktuell, Ausgabe Bad Ems
Ausgabe 6/2020
Öffentliche Bekanntmachungen und sonstige Mitteilungen
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Stadtbürgermeister Manuel Liguori freut sich über Neueröffnung

Nassau ist um eine logopädische Praxis reicher

Irina Petscherskich ist mit ihrer eigenen logopädischen Praxis in der Nassauer Dr. Mutterer Straße zu finden

Den Schritt in die Selbstständigkeit hat die 52jährige Irina Petscherskich - verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kinder - unternommen und hat eine Praxis für Logopädie in der Nassauer Dr. Mutterer Straße 10 eröffnet. Irina Petscherskich, die mit Herz und Verstand ihre neu eröffnete logopädische Praxis führen will, wohnt seit 1993 in Nassau, ist staatlich anerkannte und geprüfte Logopädin und kommt ursprünglich aus Kasachstan.

Stadtbürgermeister Manuel Liguori besuchte kürzlich die sympathische Logopädin, um ihr zur Neueröffnung zu gratulieren und um ihr alles Gute zu wünschen. Die Praxis für Logopädie sei, wie das Stadtoberhaupt gegenüber der Redaktion sagte, ein weiterer Baustein im vielseitigen Gesundheitsangebot in Nassau. Ferner sehe er diese neue logopädische Praxis als eine Bereicherung für Nassau, welche das breit gefächerte Betreuungsangebot der Bürgerinnen und Bürger in der Region noch verbessert. Mit diesen Worten lobte Stadtbürgermeister Liguori den unternehmerischen Mut der Logopädin.

Zu ihren Patienten gehören nicht nur Kinder, sondern die Logopädin behandelt auch Erwachsene. Das Spektrum der Praxis ist weitgefächert. Dabei geht es bei den Schwerpunkten der Kindertherapie unter anderem um Aussprachestörung, Sprachentwicklungsverzögerung, Sprachentwicklungsstörung, Wahrnehmungsstörung, Myofunktionelle Störung (MFS) und Sprachstörungen bei Mehrsprachigkeit. Bei den Schwerpunkten der Erwachsentherapie sind dies unter anderem Aphasie, Dysarthrophonie, Schluckstörung, Kognitive Dysphasie, Stimmstörung und Sprechapraxie. Nach einer tiefgehenden logopädischen Diagnostik wird für jeden Patienten individuell das passende therapeutische Konzept ausgearbeitet. Dabei sind die Therapien - die sie mit viel Engagement und Freude in der Praxis oder im Rahmen eines Hausbesuchs begleiten - auch in zwei Sprachen, Deutsch und Russisch möglich.

Mit ihrer eigenen Praxis für Logopädie verwirklicht Petscherskich einen langgehegten Wunsch. Nach Studium in Kasachstan von 1984 bis1989 in den Bereichen Sonderpädagogik / Logopädie, einer Ausbildung in Wiesbaden in den Jahren 2000 bis 2002, im Bereich Heilpädagogik, sowie einer Ausbildung an der Hochschule Fresnius Frankfurt von 2016 bis 2019 in Logopädie, gab es - bevor sie sich selbststätig machte - weitere Stationen wie: Kindergarten als Logopädin von 1989 bis 1993 und als Heilpädagogin von 2002 bis 2011 in der „Stiftung Scheuern“.

In der Logopädie-Praxis versteht man das Wort „Therapie“ in seinem sprachlichen Ursprung (griechisch: therapeia - dienen, begleiten). Das heißt: Die Patienten stehen im Mittelpunkt und werden auf ihrem individuellen Weg begleitet. Aus den unterschiedlichsten Gründen können im Laufe eines Lebens Schwierigkeiten mit der Sprache, dem Sprechen, dem Schlucken, der Stimme oder mit der Wahrnehmung entstehen. Um diese Schwierigkeiten gemeinsam besser bewältigen zu können, steht die motivierte Irina Petscherskich mit Freude an der Logopädie, den Menschen zur Seite. Dabei ist es für sie wichtig, nicht nur als Logopädin zu therapieren, sondern sich auch in den Patienten hineinversetzen zu können.

Die logopädische Therapie ist Teil der medizinischen Grundversorgung und wird bei entsprechender ärztlicher Verordnung, in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Sprechzeiten sind montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Termine und Hausbesuche können unter 02604 - 951 28 25, sowie per E-Mail: logo-kom@t-online.de vereinbart werden.

Text und Foto: Achim Steinhäuser

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