Mittwoch, 6. Mai 2026 in Neustadt an der Weinstraße
Auf das Saatgut kommt es an! Seit 2020 verpflichtet das Bundesnaturschutzgesetz (§ 40) dazu, bei Neueinsaaten in der freien Landschaft - etwa auf Ausgleichsflächen, Straßenböschungen, Freiflächen-PV oder Gewässerrändern -„gebietseigenes Saatgut“ zu nutzen. Kommunen und Ausgleichsverpflichtete können hierfür auf zertifiziertes Regiosaatgut, Wiesendruschsaatgut oder auf Mahd- bzw. Druschgutübertragung von lokalen Spenderflächen zurückgreifen.
Unser Seminar informiert hier über naturschutzfachliche und rechtliche Hintergründe sowie verschiedene Ansaatmethoden, z.B. bei der Neuanlage von FFH-Mähwiesen, Flurbereinigungsflächen und Dammbegrünungen.
Auch im Weinbau spielen standortangepasste Begrünungen eine zentrale Rolle für Artenvielfalt und Bodenleben, für Vitalität der Reben und ihre Bewirtschaftbarkeit.
Wir werden lernen, dass Saatgut nicht gleich Saatgut ist, welche Bedeutung Herkunft, Gewinnung und Artenzusammensetzung zukommt. Zudem klären wir wichtige Begriffe, beantworten offene Fragen und stehen für den Austausch zur Verfügung.
| Programm | ||
| Uhrzeit | Thema | Referent:in |
| 10 Uhr | Begrüßung und Einführung | Annegret Holl Akademie Ländlicher Raum RLP |
| 10:15 Uhr | Warum gebietseigenes Saatgut nutzen? Naturschutzfachliche Gründe und rechtlicher Rahmen | Dr. Katja Seis DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück |
| 11:00 Uhr | Neuansaaten gebietseigen und artenreich in der Praxis anwenden Wiesen und Weinberge | Reinhold Treiber Landschaftserhaltungsverband Breisgau Hochschwarzwald |
| 11:45 Uhr | Diskussion | Annegret Holl (Moderation) Akademie Ländlicher Raum RLP |
| ca.12.30 Uhr | Ende der Vortragsveranstaltung | |
| im Anschluss | optional: geführte Besichtigung von Weinbergsbegrünungen rund um das DLR | |
Anmeldung bis zum 29.04.2026
Online-Anmeldung über
www.dlr.rlp.de/Akademie-Laendlicher Raum/Termine/DLR09585
Teilnahmegebühr 15 Euro
Nach Anmeldung erhalten Sie von uns eine Rechnung, die Sie bitte vor dem Seminar begleichen.