Liebe Diezerinnen und Diezer,
wieder zurück aus dem Urlaub - und jedes Mal, wenn ich von der Autobahn kommend die Koblenzer Straße entlangfahre und unser Schloss sehe, wie es prachtvoll und selbstbewusst über unserer Stadt thront, geht mir das Herz auf. Dann denke ich mir: Ich wohne dort, wo andere Urlaub machen - in unserer tollen und wunderschönen kleinen Stadt Diez! Und mit unserem Stadtentwicklungprojekt „Lebendiges Zentrum Diez“ haben wir zudem ein gutes Konzept, um unser Städtchen noch schöner und lebenswerter zu gestalten. Am ersten Donnerstagstreff am 07. Mai haben wir das Projekt und das dafür notwendige Zentrenmanagement auf dem Marktplatz vorgestellt. Interessierte Bürger konnten sich über den Sachstand informieren, denn von Anfang an setzt dieser Erneuerungsprozess auf die Beteiligung von den BürgerInnen. Ein großformatiges Luftbild bot einen schnellen Überblick über die geplanten Maßnahmen. Steffi Lorenz, unsere Zentrenmanagerin und David Schwarz vom Büro Stadtberatung Dr. Fries standen für Antworten und weitere Anregungen an diesem Abend zur Verfügung. Für die Umsetzung sind bis zu 11 Millionen Euro eingeplant, davon mit 8,9 Millionen Euro rund 80% Bundes - und Landesförderung. Das Fördergebiet umfasst das historische Diezer Zentrum mit seinem mittelalterlichen Fachwerkhauskern um den alten Markt und dem Grafenschloss, sowie die Stadterweiterung bis zum Aarufer. Ein großer Teil des Gebäudebestands ist unter Denkmalschutz und umfasst die Denkmalzonen Altstadt, holländisches Viertel, sowie die Wilhelmstraße. Auch das Bahnhofsareal wurde mit aufgenommen. Vorgestellt wurde der Verfügungsfonds. Er bietet Bewohnern des Fördergebiets, Inhabern von Geschäften oder Vereinen die Möglichkeit, sich mit einer Aktion oder Projekt für die Kernstadt einzusetzen und ein Fördergeld bis zu 5.000 € beantragen zu können.
An der Aarbrücke am Neuen Markt beginnen endlich die Erd- und Mauerarbeiten für unser LEADER-gefördertes Projekt „Inwertsetzung der 300 Jahre alten historischen Aartreppe“.
Dabei ist wichtig zu betonen, dass dieses Projekt nicht mit der Reparatur der eingestürzten Aarmauer auf der gegenüberliegenden Uferseite verwechselt werden darf. Für diese Maßnahme ist nicht die Stadt Diez verantwortlich. Die Beauftragung der Mauersanierung liegt bei der SGD Nord, da die Gewässerunterhaltungspflicht der Aar beim Land Rheinland-Pfalz liegt.
Wie zu hören ist, wurde der Auftrag inzwischen ebenfalls vergeben, sodass auch dort die Arbeiten in Kürze beginnen sollen. Damit werden künftig wieder beide Uferseiten als historischer Ort für die Öffentlichkeit erlebbar sein.
Bleibt zu hoffen, dass es keine weiteren Verzögerungen gibt und die Maßnahmen nun zügig umgesetzt werden können.
Wenn wir schon beim Thema Brücken sind - die Bismarkbrücke im Schläfer ist wegen Erneuerung gesperrt. Als Ersatz für Fußgänger und Radfahrer wurde eine kleine Behelfsbrücke in Leichtbauweise über die Aar installiert. Wichtig war hierbei der Gedanke, eine kurze Anbindung für Anwohner ohne Auto in die Stadt zu ermöglichen. Aufgrund der Bauweise ist die Brücke für eine Nutzung zu Fuß genehmigt, das bedeutet für Fahrradfahrer „absteigen und schieben“. Darauf wird auch mit Schildern auf beiden Seiten der Brücke hingewiesen. Nach bisherigen Rückmeldungen von Nutzern der Brücke und Anwohnern ist das bei den meisten Radlern aber nicht der Fall. Als absolute Krönung ist jedoch die Beobachtung, dass mehrmals ein Micro-Car die Brücke überfahren hat. Für mich unfassbar und absolut nicht nachvollziehbar ist, neben dem Risiko, dass die Brücke unter der Last zusammenbricht, die dahinterstehende Rücksichtslosigkeit gegenüber seinen Mitmenschen. Daher appelliere ich an die Vernunft von den hier erwähnten Personen - halten Sie sich an die vorgegebenen Regeln und handeln Sie rücksichtsvoll.
Beim Thema Rücksichtnahme gibt es noch einen weiteren Punkt, der angesprochen werden sollte. In Diez engagieren sich nach wie vor Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich für die Pflege städtischer Pflanzbeete. Für diese Unterstützung sind unsere Stadtgärtner und auch ich sehr dankbar. So wird beispielsweise ein Beet in der Limburger Straße von einer Anwohnerin liebevoll bepflanzt und gepflegt. Leider wird dieses Beet jedoch immer wieder von Hundehaltern zweckentfremdet, indem dort Hinterlassenschaften ihrer Tiere zurückbleiben. Das ist nicht nur für die engagierte Gärtnerin ärgerlich, die beim Pflegen regelmäßig in Hundekot greifen muss, sondern ebenso für die städtischen Mitarbeiter, die ähnliche Erfahrungen an vielen weiteren Beeten machen. Wer seinen Hund auf öffentlichen Flächen ausführt, ist auch dafür verantwortlich, die Hinterlassenschaften ordnungsgemäß zu entsorgen. Zusammenleben in unserer Stadt bedeutet für mich gegenseitige Wertschätzung und Respekt. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr eigener Vorgarten regelmäßig mit Hundekot verunreinigt würde?
Wie bereits berichtet, konnte der WC-Container am Schneiderparkplatz über längere Zeit nicht geöffnet werden, da Bakterien in den Wasserleitungen festgestellt wurden. Trotz zahlreicher Spülvorgänge ließ sich das Problem zunächst nicht beheben. Erst eine chemische Reinigung durch eine Spezialfirma brachte den gewünschten Erfolg. Seit dem Frühlingsmarkt stehen die öffentlichen Toiletten nun uneingeschränkt für die Öffentlichkeit zur Verfügung.
Ich wünsche allen freudvolle Tage - wir sehen uns!