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DIEZeitung - Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Diez
Ausgabe 21/2026
Aus Vereinen und Verbänden
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Stadt Diez

(von links) Schatzmeister Torsten Loosen, stellvertretende Vorsitzende Dorela Dambmann-Isufi mit Tochter Aria und der Vorsitzende Michael Schnatz

Vorstand einstimmig bestätigt

Es war eine Mitgliederversammlung ohne personelle Überraschungen und doch eine, die mehr über Stabilität, Vertrauen und gewachsene Strukturen erzählt als viele andere Vereinsversammlungen. Im Diezer Jugendzentrum hat der Trägerverein seinen Vorstand turnusgemäß neu gewählt und sich dabei bewusst für Kontinuität entschieden. Sämtliche bisherigen Vorstandsmitglieder wurden mit einem klaren Ergebnis im Amt bestätigt.

Ins Auge fällt dabei eine Konstellation, die in der Vereinslandschaft inzwischen selten geworden ist. Michael Schnatz als Vorsitzender und Dorela Dambmann-Isufi als stellvertretende Vorsitzende führen die Geschicke des Vereins bereits seit zwei Jahrzehnten und bilden gemeinsam mit dem Schatzmeister Torsten Loosen den geschäftsführenden Vorstand. Mit der erneuten Wiederwahl bleibt diese Führungsstruktur unverändert bestehen.

Dem Leitungsteam steht der erweiterte Vorstand zur Seite. Ihm gehören die Beisitzerin Annette Wick sowie die Beisitzer Michael Pflitsch und Uwe Hessel an. Hessel ist dem Verein bereits seit seiner Gründung Mitte der 1990er Jahre in unterschiedlichen Funktionen eng verbunden und zählt damit zu den prägenden Konstanten der Vereinsgeschichte.

Diese Kontinuität in der Führungsstruktur prägt die Vereinsarbeit in besonderer Weise und wirkt sich auch auf die inhaltliche Entwicklung des Jugendzentrums aus. Für die Arbeit im Jugendbereich bedeutet das vor allem Verlässlichkeit in der langfristigen Entwicklung der Einrichtung, die auf Beziehungen, Vertrauen und stabile pädagogische Arbeit angewiesen ist. Vor diesem Hintergrund verstand der Vorsitzende seinen Bericht nicht als bloßes Aufzählen laufender Vorgänge, sondern als Einordnung der aktuellen Entwicklungsphase des Jugendzentrums mit seinen Standorten in Diez und Holzappel. Die Einrichtung präsentiert sich personell stabil und inhaltlich weiterentwickelt. „Die Zusammenarbeit im Team ist sehr verlässlich, konstruktiv und zugleich offen für neue Impulse – dieses Spannungsfeld ist in der Jugendsozialarbeit ein wichtiges Qualitätsmerkmal“, sagte der Vorsitzende Michael Schnatz.

Im weiteren Verlauf richtete Schnatz den Blick auf die inhaltliche und strukturelle Entwicklung innerhalb der Einrichtung. Dabei wurde deutlich, dass die Arbeit des Jugendzentrums gezielt um neue pädagogische Ansätze ergänzt wird, die schrittweise in den Alltag einfließen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei tiergestützten Elementen der Jugendarbeit. Die Einbindung von Sandra Kappes und ihrer Hündin Arya hat neue Zugänge in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eröffnet. Niedrigschwellige Begegnungen, Vertrauensaufbau und emotionale Anknüpfungspunkte werden dadurch zusätzlich unterstützt und erweitern die bestehenden pädagogischen Möglichkeiten spürbar.

Auch die strukturelle Situation des Trägervereins stellt sich stabil dar. Die Mitgliederentwicklung verläuft konstant und trägt damit zur organisatorischen Verlässlichkeit des Vereins bei. In Verbindung mit der öffentlichen Finanzierung der Jugendzentrumsarbeit durch Land, Landkreis und Verbandsgemeinde, Stadt Diez und Ortsgemeinde Holzappel bildet dies eine solide Grundlage für den laufenden Betrieb. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe des Rhein-Lahn-Kreises aufgenommen. Künftig können dem Verein wieder Geldauflagen aus gerichtlichen Verfahren zugewiesen werden, die als zusätzlicher Beitrag zur Unterstützung der Vereinsarbeit dienen.

Damit wird deutlich, worauf der Verein in seiner Arbeit setzt: auf verlässliche Strukturen, kontinuierliche Entwicklung und die Fähigkeit, neue Impulse in bestehende Konzepte zu integrieren. Für den Vorsitzenden Michael Schnatz ist das kein Selbstzweck und auch keine Selbstverständlichkeit: „Verlässliche Strukturen sind die Grundlage dafür, dass wir junge Menschen überhaupt erreichen und langfristig begleiten können.“

Oder zugespitzt formuliert: Stabilität ist hier kein Stillstand, sondern Voraussetzung für verlässliche Jugendarbeit.