Im Vorfeld des geplanten Ersatzneubaus der Wehre Scheidt, Cramberg und Diez führt das Wasserstraßen-Neubauamt Heidelberg (WNA HD)
voraussichtlich von Anfang August 2026 bis März 2027 Baugrunderkundungen im Bereich der drei Staustufen durch. Begonnen werden soll von einem Ponton im Wasser aus mit Bohrungen an der Staustufe Scheidt.
Anschließend folgen die Staustufen Cramberg und Diez. „Die Bohrungen finden an Land und im Wasser statt. Ziel der Arbeiten ist es, genaue Daten über die Beschaffenheit und den Aufbau des Baugrundes zu erhalten. Ausgewählte Bohrlöcher werden dann im Anschluss zu Grundwassermessstellen ausgebaut“, so Amelie Hohnschop, Projektko- ordinatorin im WNA HD. Zur Gewährleistung der Sicherheit der Arbeiten finden im Vorfeld Kampfmittelsondierungen im Wasser und an Land statt. Für den Ersatzneubau der benachbarten Wehranlagen wird zeitgleich an Teilen der Schleusenanlagen Scheidt und Cramberg die Bausubstanz untersucht - ebenfalls in Form von Bohrungen und der anschließenden Untersuchung des Bohrguts in Laboren. Die Materialkennwerte werden dann bei der weiterführenden Planung der Anlagen verwendet. Für die Gestaltung der neuen Wehranlagen wird an allen drei Staustufen ein Ersatzneubau des Bestandswehres als Schlauchwehr mit zwei Feldern im unmittelbaren Unterwasser der bestehenden Anlage angestrebt. Neben den Schlauchwehren werden auch Anlagen zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit geplant.