Die zunehmenden Hitzeperioden zeigen: Klimaanpassung und Hitzeschutz werden auch für unsere Städte und Gemeinden immer wichtiger. Dabei braucht es jedoch einen kühlen Kopf statt kurzfristigen Aktionismus. Nicht jede Einrichtung kann sofort klimatisiert und nicht jede notwendige Maßnahme gleichzeitig umgesetzt werden. Ein weiteres Förderprogramm schafft im Zweifel nur weitere Bürokratie, kann aber den örtlichen Bedürfnissen nicht unbedingt gerecht werden. Angesichts begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen müssen klare Prioritäten gesetzt werden. Besonderes Augenmerk sollte zunächst Einrichtungen gelten, in denen besonders gefährdete Menschen betreut werden, etwa Pflegeheimen und Krankenhäusern. Auch Kitas und Schulen müssen stärker in den Blick genommen werden. Kommunen brauchen dafür langfristige Konzepte und eine verlässliche Finanzierung. Mittel aus dem Sondervermögen können helfen. Sie stehen dann aber für andere dringend notwendige Investitionen in die kommunale Infrastruktur nicht zur Verfügung.