Liebe Diezerinnen und Diezer,
wissen sie, wo die größte private Fachschule für Augenoptik und Optometrie in Deutschland ihren Sitz hat? Nein? Natürlich hier bei uns in Diez im Wilhelm-von-Nassau-Park, dem ehemaligen Bundeswehrgelände. Darauf dürfen wir stolz sein: Die Optonia ist ab sofort vollständig in kommunaler Trägerschaft. Die bislang vom Land Rheinland-Pfalz gehaltenen Gesellschaftsanteile wurden an die Stadt und die Verbandsgemeinde Diez übertragen. Die Optonia wurde im Jahr 1987 als private Fachschule für Augenoptik und Optometrie gegründet und bildet seit über 35 Jahren AugenoptikermeisterInnen äußerst erfolgreich aus.
Unser Ziel ist es, den Bildungsstandort Diez langfristig zu sichern. Dass wir diese Verantwortung gemeinsam übernehmen, setzt ein klares Zeichen für Bildung und Zukunftssicherung. Die Optonia bietet auf über 8000 qm Ausbildungs- und Wohnfläche im Bildungspark Diez an. Ein kurzer Blick in die Historie des Wilhelm-von-Nassau-Geländes:
Die Wilhelm-von-Nassau-Kaserne wurde 1867 als Stadt-Kaserne errichtet. Sie diente zunächst bis 1871 der preußischen Armee, danach bis 1914 dem Heer des Deutschen Kaiserreichs sowie zwischen 1938 und 1945 der deutschen Wehrmacht. Nach dem zweiten Weltkrieg besetzten französische Truppen bis 1956 die Kaserne, die in dieser Zeit den Namen „De Gaulle“ trug. Ab 1957 war sie bis zu ihrer Aufgabe Ende 1993 ein Standort der Bundeswehr. Von 1969 an waren die Fernmelder der 5. Panzerdivision bis zu ihrem Umzug nach Koblenz im Oktober 1993 hier beheimatet.
Nach dem Abzug der Bundeswehr begann die Konversion des ehemaligen Kasernengeländes. Die Stadt und die Verbandsgemeinde Diez schlossen am 30. Dezember 1994 Kaufverträge über insgesamt 30.314 Quadratmeter ab. Eine Augenoptikerschule erwarb schließlich die verbliebenen 22.004 Quadratmeter.
Die Stadt Diez erarbeitete daraufhin den Bebauungsplan „Wilhelm-von-Nassau-Kaserne“, der am 2. Juli 1997 in Kraft trat.
Im Plangebiet entstanden zudem eine Waldorfschule, ein Waldorfkindergarten und ein Jugendzentrum. In den damals von der Optonia erworbenen Gebäuden befindet sich außerdem das Job-Center. Die Finanzierung der Konversion wurde neben dem Bund, dem Land Rheinland-Pfalz und dem Kreis größtenteils von der Stadt Diez getragen. Wer mehr über die Optonia erfahren möchte, findet Informationen unter www.optonia.de.
Unser Haus 11, ebenfalls ein Gebäude im Wilhelm-von-Nassau-Park, wird für die Nutzung als Archivhaus der Stadt saniert. Nach der Sanierung sollen dort die in verschiedenen Liegenschaften untergebrachten städtischen Sammlungen (Stadtarchiv aus dem Haus Eberhard, Gemäldesammlungen aus dem Rathaus, Ausstellungsgegenstände für das Museum) an einem Ort vereint werden. Die Verlagerung der Archive und Gemälde ist notwendig geworden, da aufgrund von Wasserschäden die derzeitigen Lagerorte nicht mehr weiter nutzbar sind.
Dies ist eines von mehreren Projekten, die in diesem Jahr in die Umsetzung gehen. In den folgenden DIEZeitungen berichte ich ihnen von weiteren Projekten.
Noch eine Information zum Sachstand Bismarckbrücke über die Aar. In der nächsten Stadtratssitzung Ende Januar wird die Auftragsvergabe für den Ersatzneubau beschlossen.
Bleiben sie weiterhin gesund und munter! Wir sehen uns.