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Rhein-Lahn-Kurier - Heimat- u Bürgerzeitung für die Stadt Lahnstein
Ausgabe 12/2024
Stadtinfos
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Eine-Welt-Laden

Die Kinder des Dorfes Kobusinge freuen sich über den Brunnen. (Foto: Kobusinge)

Arbeitsgemeinschaft blickt verhalten optimistisch in die Zukunft

Von verhaltenem Optimismus geprägt war die Stimmung der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Eine Welt.

Optimismus, weil auch nach 35 Jahren der Eine-Welt-Laden noch besteht, weil er durch sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an jedem Tag der Woche geöffnet ist, weil er das Fachgeschäft des Fairen Handels in Lahnstein ist, weil er eine Vielzahl unterschiedlicher Waren von Lebensmitteln über Weine bis zu handwerklichen und kunstgewerblichen Artikeln anbietet, weil er auf einen treuen Kundenstamm zurückgreifen kann.

Aber es gab bei der Mitgliederversammlung auch kritische Töne. So sind viele Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Verantwortliche bereits seit vielen Jahren im Laden tätig (einige bereits seit der Gründung der AG), so dass der Altersdurchschnitt der Beteiligten zum Teil weit über 70 Jahre liegt. Da stellt sich natürlich die Frage, wie lange die Tätigkeiten im Laden und in der AG aufrechterhalten werden können. In einer Werbeaktion ist es im vorigen Jahr gelungen, zwei neue Mitarbeitende für den Laden zu gewinnen, es müssten aber noch mehr werden und vor allem Jüngere.

Diese Zielsetzung hat der Vorstand für die nächsten Jahre vor Augen, damit AG und Laden einer gesicherten Zukunft entgegensehen können.

In seinem Jahresbericht lobte der 1. Vorsitzende Hans Rothenbücher die gute harmonische Zusammenarbeit im Vorstand. Er führte dann einige Veranstaltungen und Aktionen des letzten Jahres auf, wie Mango-Aktion, Ausflug an die Mosel, Faire Woche.

Der zweite Vorsitzende Bernhard Kilbinger informierte über die Situation im Laden. Leider ist durch die seit Januar geänderte Verkehrssituation auch der Laden betroffen, was zu einem geringeren Umsatz gegenüber dem Vorjahr führte.

Er dankte den 16 ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sehr engagiert jeden Tag im Laden stehen und freundlich und kompetent die Kundschaft bedienen.

Einen ausführlichen Kassenbericht trug Kassiererin Brunhilde Knöll vor. Die finanzielle Situation kann als gut bezeichnet werden. Spenden von Einzelpersonen, Mitgliedsbeiträge und Teile aus dem Gewinn des Ladens ermöglichten im vorigen Jahr Spenden an verschiedene Organisationen in Höhe von 5.250 €. Ulrike Baum informierte über ein Projekt des Vereins Sterntaler in Burkina Faso. Die MV beschloss dies mit 1.000 € zu unterstützen.

Vor Eintritt in die Neuwahlen gab Hans Rothenbücher bekannt, dass der bisherige stellvertretende Vorsitzende Bernhard Kilbinger aus persönlichen Gründen nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung steht. Er dankte Kilbinger für seine langjährige vielfältige Arbeit in der AG und im Laden mit einem Präsent.

Der Vorstand der AG setzt sich nach den Neuwahlen wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Hans Rothenbücher, 2. Vorsitzender, Gerhard Diener, 3. Kassiererin Brunhilde Knöll, 4. Beisitzer: Helmut Schröder, Bernhard Kilbinger. Alle Personen wurden einstimmig gewählt.

Mit einem Ausblick auf die Veranstaltungen dieses Jahres endete die gut besuchte Mitgliederversammlung. Im Mittelpunkt steht dabei im Herbst das 10jährige Jubiläum der Einführung der Stadtschokolade im Rahmen einer Multivisionsshow. Ca. 13.000 (!) Stadtschokoladen wurden bisher verkauft. Ein toller Erfolg für die Stadt und den Eine-Welt-Laden.

Weltladen Lahnstein spendet einen Brunnen

Aus den Erlösen des Weltladens Lahnstein konnte in den vergangenen Monaten ein Brunnen errichtet werden.

Über Kolping International wurde die Spende von 3.300 € nach Uganda weitergeleitet, wo in dem kleinen Dorf Kobusinge ein Brunnen errichtet wurde. Zuvor gab es für die Bewohner lediglich eine trübe Wasserstelle zur lebensnotwendigen Versorgung.

Mit den Geldmitteln aus Lahnstein konnte eine Quelle gefasst werden, die nun über eine saubere Pumpe den 960 Bewohnern des Dorfes klares Brunnenwasser liefert.

Im Dankesschreiben der Verantwortlichen vor Ort heißt es:

„Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein grundlegendes Menschenrecht, und Ihre Solidarität hat dazu beigetragen, dass dieses Grundbedürfnis für diejenigen, die es am dringendsten benötigen, sichergestellt wurde. Diese Unterstützung geht über den physischen Brunnen hinaus, sie steht für die Hoffnung und die Chance auf eine gesündere und wohlhabendere Zukunft für die Menschen im Dorf Kobusinge.“

Der Vorstand und die ehrenamtlichen Mitarbeitenden freuen sich über dieses Ergebnis ihrer Arbeit im Weltladen. Nur durch den regelmäßigen Verkauf der fair gehandelten Waren wird es gelingen auch in Zukunft Projekte in der Einen Welt zu fördern.