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Rhein-Lahn-Kurier - Heimat- u Bürgerzeitung für die Stadt Lahnstein
Ausgabe 12/2026
Öffentliche Bekanntmachungen
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Auftragsbekanntmachung Dienstleistungen (Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb): Hallenbad Lahnstein

Dienstleistungen (Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb): Hallenbad Lahnstein

Vergabestelle: Stadt Lahnstein, Didierstraße 21c, 56112 Lahnstein

Tel: 02621 914-501, Fax: 02621 914-330

E-Mail: ausschreibungen@lahnstein.de

Auftragsgegenstand

Art des Auftrags: Dienstleistung

CPV-Codes

Haupt-CPV-Code: 71300000-1

Umfang der Beschaffung

1. Ausgangssituation

Das Hallenbad der Stadt Lahnstein wurde 1976 erstmalig in Betrieb genommen und wird somit in diesem Jahr 50 Jahre alt. Um sich über den Gesamtzustand des Bades einen Überblick zu verschaffen wurde bereits im Jahr 2021 eine Studie zur Bestandsbewertung durch das Büro Krieger Architekten Ingenieure GmbH in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro PEC erstellt.

Hinsichtlich der Einzelheiten der Maßnahme nehmen wir auf die Bestandsbewertung der Ingenieurbüros Bezug, die als Maßnahme im Sinne von § 7 Absatz 1 VgV zur Vermeidung einer Wettbewerbsverzerrung zur Verfügung gestellt wird. Eine Präferenz der vergebenden Stelle für die Beauftragung der vorbefassten Büros besteht nicht.

In die Studie zur Bestandsbewertung offenbarte zahlreiche bauliche und technische Defizite und empfahl zwingend eine mittel- bis langfristige Generalsanierung des Hallenbades.

Aus diesem Grund beabsichtigt die Stadt Lahnstein die Erstellung einer Machbarkeitsstudie. Diese soll eine Entscheidungshilfe für die Weiterführung des Projektes vor Beginn der eigentlichen Planungsarbeiten darstellen. Es ist zu prüfen, ob eine grundlegende Generalsanierung des bestehenden Bades oder ein vollständiger Neubau an selber Stelle die wirtschaftlichere und nachhaltigere Lösung darstellt.

2. Aufgabenbeschreibung

In die Betrachtung mit aufgenommen werden könnte beispielsweise der mögliche Erhalt des als sogenannte „weiße Wanne“ hergestellten Kellers des Bades. Weiterhin wären z.B. Erweiterungsmöglichkeiten, gemäß den Vorgaben der KOK (Koordinierungskreis Bäder) Richtlinie für den Bäderbau, die Größe der Dusche- und Umkleidebereiche einschließlich der Barrierefreiheit und die Breite der Becken Umgegend zu überprüfen. Zudem könnte hinsichtlich der Vergrößerung und Neugestaltung des Kleinkinderbereiches und eventuell über ein separates Sprungbecken nachgedacht werden.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sollen insbesondere diese vier Varianten untersucht werden:

-

1. Variante: Abriss und Neubau des Hallenbades

-

2. Variante: Generalsanierung des Hallenbades

-

3. Variante: Generalsanierung oder Neubau des Hallenbades mit Erweiterung eines Außenbeckens zur Nutzung als Ganzjahresbad unter Berücksichtigung etwaiger Erweiterungsflächen

-

4. Variante: Verlegung des Hallenbades zum Freibad zur Nutzung als Ganzjahresbad unter Berücksichtigung etwaiger Erweiterungsflächen

-

Optional: Möglichkeiten einer 5. Variante in Abstimmung mit dem Auftraggeber

Die Erstellung einer Kostenschätzung sowie die Ermittlung der Lebenszykluskosten für die verschiedenen Varianten soll ebenfalls erfolgen.

Vorgesehen sind bis zu drei Präsenztermine zur Vorstellung der Ergebnisse beim Auftraggeber und in Gremien. Unterlagen sollen digital bereitgestellt werden.

Es wird verwiesen auf die Leistungsbeschreibung.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen):

Es wird daraufhingewiesen, dass der Auftragnehmer verpflichtet ist, alle erforderlichen Fachplanungen – insbesondere für Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und Tragwerksplanung (TWP) – eigenständig beizuziehen und zu koordinieren. Die Fachplaner werden nicht gesondert vom Auftraggeber beauftragt.

Die Erstellung der Machbarkeitsstudie begründet keinen Anspruch auf eine spätere Beauftragung mit weiteren Planungsleistungen; etwaige Folgeaufträge bedürfen einer gesonderten Entscheidung und gegebenenfalls eines gesonderten Vergabeverfahrens.

Leistungszeit

Die Machbarkeitsstudie soll bis zum Jahresende 2026 fertiggestellt werden, sodass der Auftraggeber in die Lage versetzt wird, über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Laufzeit des Vertrages, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Beginn / Ende

Beginn: 01.07.2026 / 31.12.2031

Zuschlagskriterien

Bewertung erfolgt über prozentual gewichtete Kriterien

a)

Preis der Leistung

40%

b)

Herangehensweise an die Aufgabenstellung

30%

c)

Erfahrung und Qualifikation des Projektteams

20 %

d)

Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich

nicht preislicher Bedingungen

10 %

Kommunikationskanal

Zu finden unter (URL) https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YK7M0QH

Die ausführliche Bekanntmachung findet sich auf der Website der Stadt Lahnstein unter https://www.lahnstein.de/stadtverwaltung/ausschreibungen/.