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Rhein-Lahn-Kurier - Heimat- u Bürgerzeitung für die Stadt Lahnstein
Ausgabe 3/2023
Nachrichten der Verwaltung
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Erkennen Sie Lahnstein: Simultankirche war gesucht

Altar der Simultankirche 1927 (Foto: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein)

Wiederaufgebaute Grundmauern der Simultankirche 2022 (Foto: Lukas Madzgalla)

Suchbild von 1901 (Foto: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein)

Wer rätselt mit bei Folge 63? Gesucht wird ein Straßenname

Das letzte Suchbild zeigte eine Innenansicht der Simultankirche, auch Friedenskirche genannt. 1889 wurde diese feierlich im Friedrichssegener Ortsteil Kölsch Loch eingeweiht. Von der Grubengesellschaft errichtet, nutzen die Menschen das Gebäude von Beginn an simultan, also für katholische und evangelische Gottesdienste. Doch mit dem Konkurs der Gesellschaft 1913 wurde alles Verwertbare, wie Glocken und Bänke, veräußert.

Ab 1927 diente die ehemalige Kirche drei Jahre lang als Sommerschule. 1929, das Jahr, in dem das Foto gemacht wurde, wurde das Gebäude von einer neuen Volksschule in seiner Aufgabe abgelöst.

Schließlich sprengten Pioniere der Wehrmacht 1937 wegen der Verkehrssicherheit das Bauwerk und machten es dem Erdboden gleich. Im Laufe der Zeit wurden die Überreste der alten Friedenskirche von der Natur überwuchert. Der Arbeitskreis Grube Friedrichssegen legte 2001 das Fundament der Kirche frei und baute aus den Resten neugotischen Backsteinmauerwerks die Kirche in ihren Grundmauern wieder auf. Sie liegt am ausgeschilderten Bergbaupfad im Friedrichssegener Wald oberhalb vom ehemaligen Direktorenwohnhaus. Dank geht an Lukas Madzgalla für das Vergleichsbild von heute.

Heute zeigen wir ein Fastnachtsfoto aus dem Jahr 1901. Wo stehen die Karnevalisten mit ihren Eseln?

Wer die Antwort kennt, kann ein aktuelles Foto an archiv@lahnstein.de oder per Post an das Stadtarchiv Lahnstein, Kirchstraße 1, 56112 Lahnstein senden. Eine Vergleichsaufnahme wird im nächsten Monat veröffentlicht.