Aus einer achtlos weggeworfenen Zigarette kann sich rasch ein Waldbrand entwickeln (Foto: Jonathan Fieber / Landesforsten Rheinland-Pfalz)
Der Deutsche Wetterdienst weist für fast ganz Rheinland-Pfalz für die kommenden Tage einen Anstieg der Waldbrand-Gefahrenstufe aus. Im gesamten Frühjahr hat es in Rheinland-Pfalz zu wenig geregnet. Durch die aktuellen Hitzewellen hat sich die Situation nochmals verschärft. In der oberen Waldbodenschicht herrscht akuter Wassermangel, auch in den Wäldern an Rhein und Lahn steigt das Waldbrandrisiko deutlich an. Die meisten hiesigen Waldbrände entstehen, weil Waldbesuchende unachtsam sind.
„Die Forstleute, die Feuerwehr und die Polizei sind beim Waldschutz auf die Mithilfe der Waldbesuchenden angewiesen“, so der Appell von Susanne Gühne, Leiterin des Forstamtes Nastätten. Deshalb gilt: Wer eine, auch noch so kleine, Rauchentwicklung im Wald bemerkt, sollte dies über den Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) melden. „Wenn möglich, geben Sie der Notrufleitstelle den nächsten Rettungspunkt durch“, sagt Susanne Gühne. „Sie finden Rettungspunkte häufig an Wegekreuzungen oder markanten Punkten.“ Die Rettungspunktnummer steht auf grünen Tafeln mit weißem Kreuz. Wer nicht weiß, wo sich der nächste Rettungspunkt befindet, dem hilft die kostenlose App „Hilfe im Wald“.
„Mit dem trocken-heißen Wetter der vergangenen Wochen ist die Waldbrandgefahr deutlich angestiegen“, warnt der Leiter des Forstamtes Lahnstein, Andreas Nick. „In den letzten Jahren nehmen auch in Rheinland-Pfalz die Waldbrände zu. Wir alle müssen wirklich vorsichtig sein!“ Wälder mit starkem Besucherandrang laufen eher Gefahr zu brennen. Denn rund 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände entstehen, weil Menschen zu unvorsichtig mit offenem Feuer im Wald umgehen. Deshalb weisen die Forstleute gemeinsam mit den Feuerwehren eindringlich auf folgende Verhaltensregeln beim Waldbesuch hin: