Für gute, aktuelle und schmissige Tanzmusik sorgt die Shokapelle „Sam“. (Foto: Th. Schneider)
„Solange die Möglichkeit besteht, im Pfarrzentrum am Europaplatz unseren Kolping-Karneval zu feiern, werden wir es tun“, so Markus Schild, der Vorsitzende der Kolpingfamilie St. Martin. Und so darf sich Lahnsteins Narrenschar schon jetzt auf den „Schwerdonnerstag“, 12. Februar 2026 freuen, denn dann heißt es wieder in der Narrhalla in der Südstadt: „Groß und Klein dürfen heute Narren sein.“ Um 18 Uhr öffnet der Saal, um 19,11 Uhr startet ein etwa vierstündiges, buntes Programm. Die Tanzmusik kommt wieder von der beliebten Showband „SAM“. Markus Schild, der Vorsitzende „himself“ und Elmar Schmitz, der Mathe-Musikus, schwingen als Moderatorenduo das Narrenzepter. Wie immer „für umme“, also bei freiem Eintritt erwartet die hoffentlich kostümiert erschienen Besucherinnen und Besucher furioser Gardetanz und der ein oder andere Angriff auf die Lachmuskeln bei Büttenvorträgen. Das närrische Portfolio wird weit gespannt: Tanz, Musik und Worte. Klar ist schon, daß das Tollitätenpaar, Prinz Julian I., der kölsche Jung von der Narren-Kapp und Lahno-Rhenania Johanna I. die Veranstaltung besuchen werden.
Die Lahno war einstmals auch bei Jungkolping und hat etwas von der orange-schwarzen Lebensfreude mitbekommen. Viele befreundete Vereine zeigen vor allen Dingen ihr tänzerisches Können, aber auch ganz neue Showgruppen werden auf der närrischen Rostra erwartet. Die Symbiose Kolping und Karneval hat übrigens eine lange Tradition. Als „Gesellenvater“ Adolph Kolping zehn Jahre alt war, wurde in Köln das festordnende Komitee gegründet, welches 1823 erstmals einen Rosenmontagszug veranstaltete. Der in Kerpen geborene Kolping war Priester in Köln, jener Stadt, in welcher die Domtürme in allem karnevalistischem Trubel schon immer auf den Himmel gewiesen haben. In Kolping Tagebuch 1859 ist nachzulesen, dass er sich ein Gläschen Wein und eine Zigarre gönnt und „Frohsinn und Scherz“ zu seinen Prinzipien für einen guten Gesellenverein gehören. Von Adolph Kolping stammt auch der Ausspruch: „Ohne Freude, ohne Erheiterung kann das Menschenherz nicht sein, am wenigsten in der Jugend.“ Für die Kolpingfamilie St. Martin ist der Karneval seit den frühen 1950er Jahren die schönste Nebensache der Welt. O-Ton aus dem Vorstand: „Wir sind kein Karnevalsverein, aber ein Verein, der auch Karneval macht.“ Im Hotel Weiland, im „Rhein-Hotel“, im Turnerheim, im Kolpingsaal des Altenheimes St. Josef und auch seit 1978 im Pfarrzentrum wird der Kolping-Karneval gefeiert. Immer als öffentliche Veranstaltung, nicht nur für Mitglieder, sondern bewusst für alle Mitglieder der Pfarrgemeinde und der närrischen Stadtgemeinde. Die Verantwortlichen hoffen auch 2026 wieder auf guten Besuch und garantieren auch für die Verpflegung. Der Arbeitskreis „Kolping-Karneval“ sitzt in den Startlöchern, um die Besucher lukullisch zu verwöhnen.