Grundlagen und Basiswissen schaffen und aus früheren kommunalpolitischen Wahlperioden vorhandene Fakten vertiefen und - neudeutsch - updaten, also auffrischen und aktualisieren: das war für die Mitglieder des Werkausschusses der Verbandsgemeinde Loreley auf Einladung von Werkleiter Michael Krämer und Bürgermeister Mike Weiland jetzt Gegenstand einer mehrstündigen Rundfahrt an einem Samstagvor- und nachmittag und die Fraktionsvertreterinnen und -vertreter waren nicht nur dankbar dafür, sondern auch begeistert und dankten dies am Ende mit Beifall. "Da große Teile unserer Infrastruktur unter der Erde liegt oder in der Bevölkerung einfach kaum augenscheinlich ist, ist es uns umso wichtiger, dass diejenigen, die einerseits über enorme Investitionen in Millionenhöhe zu entscheiden haben, andererseits aber auch jährlich über Gebühren befinden müssen, wissen, wovon sie sprechen", so Michael Krämer und Mike Weiland zu dem Angebot der Rundfahrt.
Ein Ausschussmitglied gab gleich an der ersten Station, der Kläranlage Kaub, unumwunden zu, er habe die Kläranlage im Vorbeifahren noch nie wahrgenommen - ein Grund mehr, dass man die Ausschussmitglieder vor Ort einlädt und damit Bestätigung für Werkleiter und Bürgermeister. Zweite Station, der Wilhelm-Erbstollen in Kaub, ist eine der besonderen Wassergewinnungsanlagen in der Verbandsgemeinde. Anschließend ging es zum Wasserhochbehälter Weisel und zur Kläranlage in Kamp-Bornhofen, wo sich just zum Moment des Besuchs ein kleiner technischer Fehler ereignete, der bewies, wie störanfällig die sog. Reaktorkläranlagen nach ihrer inzwischen langjährigen Betriebszeit sind und damit arbeitsintensiv für die Mitarbeiter der Werke. Vor Ort wurde der Fehler gleich behoben, bevor es dann weiterging.
In Braubach besuchte die Gruppe das beeindruckende Pumpwerk Rheinstraße, bevor es nach einer kurzen Mittagspause abschließend noch zur Pflanzenkläranlage Hinterwald und zum Standort des in Planung befindlichen neuen Hochbehälters Spitzenstein mitten in den Wald in der Gemarkung Oberbachheim ging. "Ganz bewusst haben wir die Vielfalt der Anlagen dargeboten, um zu zeigen, welch unterschiedliche Ansprüche sich im Arbeitsalltag stellen", so Werkleiter und Bürgermeister. Vor allem sind an sämtlichen Anlagen Zukunftsinvestitionen nötig, um einen sach- und fachgerechten Betrieb unter der Einhaltung der immer strenger werdenden Normwerte auch in den kommenden Jahren einhalten zu können. Das wurde eindrucksvoll allen an diesem Tag bewusst.