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Andernach aktuell
Ausgabe 2/2026
Aus dem Rathaus
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Andernach investiert in die Gesundheit seiner Bürgerinnen und Bürger

Bescheidübergabe durch Oberbürgermeister Christian Greiner, für die Modernisierung der Geräte an die hausärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. med. Wolfgang Fries und Dr. med. Eva-Maria Kirchrath in Andernach.

Fördermittel für medizinische Einrichtungen

Im Zusammenhang mit der Verbesserung der medizinischen Versorgung, blickt die Stadt Andernach auf eine intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihrer Tochtergesellschaft Andernach.net zurück. Ein fortschreitender Strukturwandel, eine älter werdende Bevölkerung und der Mangel an mitunter auch medizinischen Fachkräften werden seit geraumer Zeit kritisch beobachtet. Angesichts dieser Entwicklungen gilt es, die medizinische Infrastruktur in Andernach zu stärken.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen und die haus- und fachärztliche Versorgung in Andernach gezielt zu unterstützen, haben die Stadt Andernach und ihre Tochtergesellschaft Andernach.net eine Förderrichtlinie ins Leben gerufen. Diese wurde bereits im Dezember 2021 vom Stadtrat verabschiedet. Die Richtlinie wird kontinuierlich angepasst, um den aktuellen Anforderungen und den Erfahrungen der Praxisinhaber gerecht zu werden. Auch die bürokratischen Hürden zur Inanspruchnahme der Förderrichtlinie wurden bereits vereinfacht, sodass die Wege für die Antragstellerinnen und -steller kürzer und effizienter sind.

Seit Inkrafttreten der Richtlinie im Jahr 2022 haben sechs Ärztinnen und Ärzte erfolgreich Förderanträge gestellt. Die Tendenz ist steigend.

Ziel dieser und weiterer Maßnahmen ist es, den aktuellen Stand an ärztlicher Versorgung in den kommenden Jahren zu halten. Mit Erfolg. Nach der Insolvenzanmeldung des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Galeria Med GmbH im September 2025 konnte diese Versorgungslücke in der Zwischenzeit mit einer Praxiserweiterung und einer Praxisübernahme geschlossen werden.

„Andernach soll als Standort für Ärztinnen und Ärzte interessant sein. Die Förderung der haus- und fachärztlichen Versorgung ist dabei nur ein Baustein. Auch müssen attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen, ein hoher Freizeitwert, Schul- und Kindergartenplätze vorliegen und weiter geschaffen werden“, erklärt Christian Greiner.

Auf der Homepage der Stadtverwaltung Andernach finden Bürgerinnen und Bürger seit diesem Jahr umfassende Informationen rund um das Thema der medizinischen Versorgung. Ärztinnen und Ärzten beantwortet die Stadt Fragen zu Unterstützungsleistungen, Immobilien, Wohnraum und Parkplatzsituation. Zudem pflegt die Stadt einen aktiven Austausch mit den niedergelassenen Medizinern und setzt auf eine starke Vernetzung mit Akteuren aus Politik, Verwaltung und dem Gesundheitswesen.

Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und den umliegenden Städten arbeitet die Stadt Andernach daran, den Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft eine umfassende und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung anzubieten. Dabei sollen künftig auch alternative Versorgungsmethoden, wie beispielsweise die telemedizinische Versorgung, mitgedacht werden.