Therapiehund Pepe mit Dr. Thomas Dyong und Therapiehundeführerin Silke Meurer
Andernach. Seit Kurzem ergänzt ein neues tiergestütztes Angebot die Palliativversorgung am St. Nikolaus-Stiftshospital: Pepe, ein ausgebildeter Therapiebegleithund, begleitet schwerstkranke Patienten auf der Palliativstation. Das Projekt „Trost auf vier Pfoten“ wurde von Silke Meurer, stellvertretende Leitung der Palliativstation und Palliative-Care-Pflegekraft, entwickelt und umgesetzt. Pepe kommt gezielt dort zum Einsatz, wo Patienten unter Angst, Unruhe oder Einsamkeit leiden oder durch ihre Erkrankung psychisch stark belastet sind. Je nach Situation begleitet der Hund ein Gespräch, liegt ruhig neben dem Bett oder wird – auf individuellen Wunsch und unter Wahrung hygienischer Vorgaben – ins Patientenbett gelassen. „Mir war wichtig, den Patienten gerade in dieser schwierigen Lebensphase einen positiven Moment mitgeben zu können – sei es Trost, Nähe oder einfach ein Lächeln“, erklärt Silke Meurer. „Wenn Pepe ins Zimmer kommt, verändert sich die Stimmung sofort. Viele vergessen für einen Moment ihre Sorgen.“
Vor drei Monaten hat Pepe die Ausbildung zum Therapiebegleithund abgeschlossen; parallel absolvierte Meurer die Ausbildung zur Therapiehundeführerin. Vor dem Einsatz wurden klare hygienische, organisatorische und sicherheitsrelevante Rahmenbedingungen festgelegt. Die Resonanz ist durchweg positiv. Besonders bewährt hat sich der Einsatz in Situationen der Sterbebegleitung – ein Bereich, in dem tiergestützte Interventionen bislang selten angeboten werden.