Kriminologin Frau Blum und PHK Hahn beim Vortrag (Foto: Manni Puth)
Miesenheim. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels rücken ältere Menschen als potentielle Opfer „seniorenspezifischer Kriminalität“ immer stärker in den Fokus. Um dem präventiv vorzubeugen, lud die kfd Miesenheim im Rahmen des Seniorennachmittags die Koblenzer Kriminologin Frau Carolin Blum ins gut besuchte Pfarrhaus St. Kastor ein.
In Ihrem sehr strukturierten Vortrag wies Sie darauf hin, dass insbesondere Seniorinnen und Senioren häufiger durch Eigentums- und Vermögensdelikte in jeglichen Formen wie Schockanruf oder Call-Center-Betrug geschädigt werden. Betrüger suchen gerne Personengruppen aus, die auf ihre Tricks vermeintlich leicht hereinfallen. So erscheinen ältere Menschen aufgrund ihrer anerzogenen Hilfsbereitschaft, verbunden mit einer Überforderung in einer spontanen Tatsituation, als „ideale Opfer“. Dies kann übrigens jeden treffen! Es ist auch keine Naivität der Betroffenen, wie manche denken mögen, sondern einfach nur menschlich! Durch das Aufbewahren hoher Bargeldsummen zuhause oder die Tatsache, dass ältere Personen häufig alleine leben, werden die Täterinnen / Täter zusätzlich in ihrer Opferauswahl bestärkt. Durch eine frühzeitige Aufklärung über Opferrisiken und entsprechender Vorbeugungsmaßnahmen, sowie einer Sensibilisierung eines Gefahrenbewusstseins und der Vermittlung konkreter Handlungsempfehlungen sollen Straftaten zum Nachteil älterer Menschen reduziert und das subjektive Sicherheitsempfinden verbessert werden.
Hinweis: Der nächste Seniorennachmittag ist am Mittwoch, 23.07.2025 um 14 Uhr. Für mobil eingeschränkte Personen ist ein Treppenlift im Pfarrheim vorhanden und ein Fahrdienst eingerichtet, der unter Tel. 5855 angefordert werden kann.