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Andernach aktuell
Ausgabe 9/2026
Vereine und Verbände
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Tollität jubelt aus dem Korb des Leiterwagens

Prinz Carsten I. erfüllt sich einen Traum mit seinem närrischen Gefährt – Herrlicher Triumphzug durch Andernachs Gassen

ANDERNACH (sil) Um eine eventuelle Brandgefahr mussten sich die Jecke in der Bächerjungenstadt beim Rosenmontagszug keine Gedanken machen. Dafür sorgte zum einen bei der Aufstellung und die ersten Kilometer Konfetti aus dem Himmel und zum andern ebenso die närrischen Majestäten höchst persönlich. Denn seine Tollität, Prinz Carsten I., „von Feuer zu Flamme“ sowie ihre Lieblichkeit, Prinzessin Daniela I., „die kleine Klaus aus dem Ümbeshaus“ sowie der Hofstaat aus dem Korps der Fidelitas 1893 Blaue Funken sind mit einem riesigen Feuerwehr-Einsatzwagen unterwegs gewesen.

Mit dem Prunkwagen hatte sich Carsten Umbscheiden, Adjutant bei den Blauen Funken Andernach und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Andernach, einen Traum erfüllt: Einmal hoch oben aus dem Korb des Leiterwagens winkend und jubelnd durch die die Stadt zu fahren und süße Leckereien zu verteilen.

Um die Herrscher entsprechend zu unterstützen, hatten sich auch seine Untertanen einiges einfallen lassen: Die Mädels und Jungs der FKG beispielsweise sind etwa als lauter Froschköniginnen und Froschkönige um ihr Schloss umher gehüpft. „Yabba Dabba Doo!“ hieß es beim „Bermuda Dreieck“: Fred Feuerstein sowie seine Familie und Barney Geröllheimer kamen mit ihrem Steinzeitmobil. Die „Annenache Junge“ hatten sich in die magische Schule Hogwarts gezaubert. Die große Gruppe der Rhein-Mosel-Fachklinik-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter erwies sich – wie im Job – als emsige Bienchen. Die „Tavernen-Hasen“ hatten es seiner Tollität gleich getan und einen langen Feuerwehrwagen auf die Lafette gestellt.

Beeindruckend auch das Ungetüm der „Dötzje“. Die Leidenschaft der Gruppe für die härteren Töne des Metal hatten sie zum Anlass genommen, um ihr Gefährt mit Plakaten für das „A Chance for Metal“-Festival zu versehen und oben drauf eine riesige E-Gitarre zu stellen. Passend dazu gesellten sich die Freunde der Gruppe Kolhaas/Thelen als schrille Punks. Neben den Bienen und Frösche sind zudem noch einige ulkige grüne Würmer unterwegs gewesen.

Insgesamt hatte das schlechtere Wetter und die Grippewelle der vergangenen Wochen allerdings Tribut gefordert: Im Vergleich zu vergangenen Jahren gab es etwas weniger Zugnummern und ebenso weniger Teilnehmer in den Gruppe und Jecke in den Gassen. Trotzdem ist der Zug genauso bunt und quirlig gewesen wie sonst auch und zudem war majestätischen Besuch aus den Nachbargemeinden gekommen wie zum Beispiel das Plaidter Prinzenpaar samt Hofstaat.