Beim traditionellen Frauenkaffee der Stadtsoldaten am 6. Februar 2026 wurde im festlich geschmückten Pfarrsaal St. Stephan ausgelassen gefeiert. Zahlreiche Närrinnen waren der Einladung gefolgt und erlebten einen abwechslungsreichen Nachmittag voller Tanz, Musik und humorvoller Vorträge. Gleichzeitig durfte ein besonderes Jubiläum begangen werden: Seit 40 Jahren gibt es den Frauenkaffee – begonnen hatte alles 1986 in der Rheinkrone auf Initiative von Anni Wölbert.
Das Programm bot eine bunte Mischung aller vereinseigenen Kräfte. Den schwungvollen Auftakt gestaltete das Kinderballett mit 17 Tänzerinnen und Tänzern, die das Publikum mit einem farbenprächtigen Tanz zum mexikanischen Karneval begeisterten. Auch das Jugendballett als temperamentvolle Piraten sowie das Damenballett mit einer fernöstlich inspirierten Choreografie sorgten für viel Applaus. Das Tanzpaar Antonia und Sebastian überzeugte trotz verletzungsbedingter Einschränkungen mit großer Leidenschaft und Teamgeist.
Für zahlreiche Lacher in der voll besetzten Halle sorgten die Rednerinnen. Ob die Geschichte einer unfreiwilligen Patentante, die „Suppenhühner“ mit ihrem jugendlichen Wortwitz, der humorvolle Blick auf das Eheleben mit Ambrosius oder die Testung der Trendsportarten für Senioren – die Bütt war fest in Frauenhand. Musikalisch reichte die Bandbreite vom augenzwinkernden Trauerlied „Fritz ist tot“ bis zum stimmungsvollen PUR-Medley des Spielmannszuges.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Prinzenpaares, Prinzessin Daniela I. und Prinz Carsten I., die mit ihrem Hofstaat für jecke Stimmung sorgten. Mit dem traditionellen Bäckerjungenspiel, dem Märchen "Der Wolf und die 3 Zicklein" und einem ungewöhnlichen „Ball-Dinner for Two“ wurde die karnevalistische Kreativität eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Am Ende stand fest: Auch im 40. Jahr ist der Frauenkaffee der Stadtsoldaten ein fester und lebendiger Bestandteil des Andernacher Karnevals – und ein Nachmittag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.