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Kleeblatt - Amtliches Bekanntmachungsorgan der Stadt Bendorf
Ausgabe 14/2018
Aus dem Rathaus
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Monatsrückblick Feuerwehr Bendorf: März

Beim Dachstuhlbrand in der Koblenz-Olper Straße waren 83 Einsatzkräfte vor Ort.

Bendorf. Die Einsatzstatistik der Feuerwehr Bendorf hat sich im zurückliegenden Monat März wieder auf ein Durchschnittsniveau eingependelt. Insgesamt wurden die Einheiten der Feuerwehr elfmal alarmiert. Bei sieben Brandeinsätzen mit unterschiedlichen Meldebildern und teilweise erheblichen Sachschäden wurde den Einsatzkräften jedoch ein hoher Personal- und Materialbedarf abverlangt.

Am 1. März arbeiteten sechs Kameraden der Tagesalarmgruppe mittels Industriesauger zügig die Beseitigung eines Wasserschadens im 1. Obergeschoss einer Wohnung in Mülhofen ab. Am 3. März ging es für die Einheit Mülhofen erneut in den Stadtteil bei einem gemeldeten Kaminbrand. Die Strahlungswärme eines Kachelofens hatte naheliegende Gegenstände entzündet. Die Bewohner konnten das Feuer vor Eintreffen der Einsatzkräfte bereits löschen. Die Feuerwehr kontrollierte die Einsatzstelle und übergab diese dann nach kurzer Zeit wieder an die Bewohner. Am 8. März wurde der Feuerwehr ein weiterer Kaminbrand im Stadtteil Bendorf gemeldet. Die Alarmierung der Feuerwehr war wohl einer kurzzeitigen Rauchentwicklung geschuldet, die auf einen Defekt an einer Heizungsanlage zurückzuführte. Für die Feuerwehr war nach Erkundung durch den Einsatzleiter kein weiteres Eingreifen erforderlich. Am frühen Sonntagmorgen des 11. März alarmierte die integrierte Leitstelle Koblenz gemäß Alarmordnung Einheiten der Feuerwehr Bendorf zu einer Auslösung der Brandmeldeanlage im Krankenhaus Bendorf. Nach Auswertung der Anlage und Erkundung des betroffenen Bereiches konnte kein Feuer festgestellt werden. Ein Technikraum wurde abschließend mittels Wärmebildkamera kontrolliert und das Objekt einem Verantwortlichen nach erfolgter Rückstellung der Anlage übergeben.

Am 16. März sicherte die Tagesalarmgruppe in der Brauereistraße eine ölverschmutzte Einsatzstelle ab. Für die Reinigung der Fahrbahn wurde eine Fachfirma beauftragt. Am darauffolgenden Abend war die Einheit Bendorf für mehrere Stunden bei einem Kaminbrand im Neubergsweg beschäftigt. In der Wohnung eines eingeschossigen Gebäudes fanden die Einsatzkräfte ein Feuer hinter der Kaminverkleidung vor, welches sich bereits bis in die Dachverkleidung ausgebreitet hatte. Ein Atemschutztrupp löschte den Brand ab. Im weiteren Einsatzverlauf mussten die Kaminverkleidung und Teile einer Decke entfernt werden. Parallel wurden die betroffenen Räumlichkeiten mittels Drucklüfter entraucht und angrenzende Räume rauchfrei gehalten. Mit einer Wärmebildkamera erfolgten mehrere Nachkontrollen im Wand-, Decken- und Dachbereich. Für die eingesetzten Kräfte war der Einsatz um 1:30 Uhr beendet. Eine brennende Dunstabzugshaube im Bereich der Küche eines Einfamilienwohnhauses im Stadtteil Stromberg sorgte am 19. März in den Mittagsstunden für den Einsatz der Einheiten Bendorf, Mülhofen, Sayn, Stromberg und der Drehleiter aus Vallendar. Weitere Unterstützung wurde durch die Feuerwehr Nauort geleistet. Der Brand wurde durch den Einsatz eines Atemschutztrupps rasch unter Kontrolle gebracht. Im verrauchten Erdgeschoss konnten zwei Hunde gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Nach Abschluss von Entrauchungsmaßnahmen mittels Drucklüfter übergab der Einsatzleiter die Einsatzstelle an die Eigentümer.

Am 23. März ereignete sich ein Verkehrsunfall im Auffahrtsbereich der B42, von Bendorf-Nord Richtung Vallendar. Eine Person wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Die Einheit Bendorf wurde mit dem Auftrag zur Beseitigung von auslaufenden Betriebsstoffen alarmiert. Die sechsköpfige Fahrzeugbesatzung vor Ort führte Sicherungsmaßnahmen durch und streute ausgelaufene Betriebsflüssigkeiten ab. Nach kurzer Einsatzdauer konnte die Einsatzstelle wieder verlassen werden.

In der Nacht zum 27. März wurden die Einheiten Bendorf, Sayn, Mülhofen, der Führungsdienst der Feuerwehr Bendorf und die Drehleiter aus Vallendar zu einem Brand auf einem Balkon im Stadtteil Sayn alarmiert. Noch vor dem Ausrücken der ersten Kräfte wurde das Alarmstichwort durch die erstalarmierende Leitstelle Koblenz mit der Meldung "brennt Dachstuhl, Personen noch im Gebäude" korrigiert. Bei Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte bestätigte sich ein offenes Feuer im Dachstuhl eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses. Der Einsatzleiter veranlasste aufgrund des Lagebildes die Nachalarmierung der Einheit Bendorf-Stromberg und des Löschzuges Heimbach-Weis der Feuerwehr Stadt Neuwied. In der ersten Phase des Einsatzes wurde ein Innenangriff mit zwei Atemschutztrupps sowie eine Brandbekämpfung über die Drehleiter mit insgesamt drei Rohren eingeleitet. Eine Brandausbreitung auf den Gesamtdachstuhl konnte hierdurch verhindert werden. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löschmaßnahmen mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Bewohner konnten sich vor Eintreffen der Rettungskräfte eigenständig in Sicherheit bringen. Sieben Betroffene wurden aufgrund der Kälte kurzzeitig vor Ort vom Rettungsdienst betreut. Zur Sicherstellung von Atemschutzlogistik wurde in der Nacht der kreiseigene Gerätewagen Atemschutz vom Standort des Umweltzuges Weißenthurm angefordert. Von der Feuerwehreinsatzzentrale erfolgte die Verständigung des Energieversorgers, um das Gebäude stromlos zu schalten. Der THW Ortsverband Bendorf versorgte die Einsatzkräfte zunächst mit Heißgetränken und organisierte am Morgen weitere Verpflegung. Um 4:28 Uhr meldete der Einsatzleiter „Feuer aus“ und die Einheiten konnten nach und nach aus dem Geschehen herausgelöst werden. Bis zum Sonnenaufgang wurde eine Brandsicherheitswache der Einheit Sayn vor Ort gestellt und mehrfach Glutnester abgelöscht und die Einsatzstelle abschließend mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Am Morgen nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Insgesamt waren 83 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst, Malteser Hilfsdienst und Polizei vor Ort. Für die Dauer der Löschmaßnahmen war die B413 voll gesperrt.

Die Tagesalarmgruppe der Feuerwehr Bendorf wurde am 28. März über Funkmelder zu einem brennenden Müllbehälter auf dem Parkplatz eines Fachgeschäftes für Tiernahrung alarmiert, der zuvor von Jugendlichen mit Feuerwerkskörpern in Brand gesetzt wurde. Das Feuer hatte bei Eintreffen der Einsatzkräfte bereits auf eine angrenzende Hecke übergegriffen, konnte jedoch mittels Kleinlöschgerät rasch abgelöscht werden. Die Jugendlichen wurden der Polizei übergeben. Über Notruf erreichte die integrierte Leitstelle Koblenz am 29. März die Meldung, dass ein Flächenbrand geringeren Umfanges in einer Kleingartenanlage in der Oberen Rheinau, parallel zur B 42, ausgebrochen war. Aufgrund weiterer Notrufe erhöhte die erstalarmiernde Stelle die Alarmstufe mit dem Stichwort "Brand Nebengebäude". Bei Eintreffen der Feuerwehr brannte ein Gartenhaus. Zwei Personen, die erste Löschversuche unternommen hatten, mussten dem Rettungsdienst mit Verdacht auf eine Rauchgasinhalation übergeben werden. Das Feuer wurde mit zwei C-Rohren kontrolliert und schließlich mit 6000 Liter Wasser abgelöscht. Die Wasserversorgung wurde über das kreiseigene Tanklöschfahrzeug vom Standort der Einheit Mülhofen sichergestellt. Im Anschluss mussten Teile des Gartenhauses abgerissen und erneut abgelöscht werden.

Weitere Informationen zum Einsatzgeschehen der Feuerwehr Bendorf finden Sie im Internet auf www.feuerwehr-bendorf.de.