Sturmschäden bleiben sichtbar: Auch beschädigte Bäume können noch umstürzen.
Bendorf. Die Aufräumarbeiten nach dem schweren Sturmereignis vom 19. August sind im Bendorfer Wald inzwischen weit fortgeschritten. Durch den Tornado waren nahezu alle Forstwege auf einer Gesamtlänge von rund 40 Kilometern durch umgestürzte Bäume und Bruch versperrt. Auch das Gelände der Pfadfinder im Brexbachtal war infolge der umgestürzten Bäume zeitweise nicht erreichbar.
Rund 30 Kilometer der betroffenen Waldwege konnten inzwischen geräumt und aufgearbeitet werden. Die verbleibenden etwa zehn Kilometer sollen voraussichtlich bis Anfang beziehungsweise Mitte Oktober folgen.
Trotz der umfangreichen Aufräumarbeiten bestehen im Wald weiterhin erhebliche Gefahren. „Der Sturm hat die Verhältnisse im Bendorfer Wald grundlegend verändert“, erklärt Revierleiter Johannes Biwer. „Auch Bäume, die zunächst stehen geblieben sind, können durch die Schäden noch statisch instabil sein und stürzen tagtäglich noch um. Zudem fallen weiterhin gerissene Äste aus den Baumkronen heraus – teilweise auch gänzlich ohne Wind. Auch Stammbrüche sind keine Seltenheit und können aus Unfallverhütungsgründen mit der Motorsäge allein nicht mehr aufgearbeitet werden.
Deshalb gilt für alle, die derzeit im Wald unterwegs sind: Augen auf – und unbedingt auch nach oben schauen. Nicht alle Gefahren sind auf den ersten Blick erkennbar. Insbesondere geschädigte Bäume und lose Äste können weiterhin eine Gefahr darstellen.
Eine Ausnahme bildet nur das sogenannte „Sträßchen“ im Abschnitt zwischen Schwarzer Morgen und dem Parkplatz Sträßchen. Dieser Bereich wurde gezielt auf Gefahrenstellen kontrolliert und entsprechende Gefahren wurden beseitigt. Spaziergängerinnen und Spaziergänger können sich hier an der Asphaltdecke orientieren und den Bereich bei normaler Witterung wieder nutzen. Auch die angrenzenden offenen Flächen außerhalb des Waldes können ohne die im Wald bestehenden Gefahren genutzt werden.
An allen übrigen Waldwegen und insbesondere in den angrenzenden Waldflächen ist weiterhin besondere Vorsicht geboten. Diese Bereiche sollten bis zum Abschluss der Arbeiten, voraussichtlich im Frühjahr 2027, gemieden werden.
Die Stadt Bendorf bittet deshalb darum, den Waldbesuch auf das Sträßchen zu lenken. Absperrungen und Hinweise sind unbedingt zu beachten und gesperrte Bereiche nicht zu betreten. Leider werden Flatterbänder immer wieder entfernt. Dadurch können wichtige Absperrungen ihre Schutzwirkung verlieren. Wer entsprechende Absperrungen bemerkt, wird gebeten, diese nicht zu entfernen oder zu umgehen.
Der Sturm hat das Bild des Bendorfer Waldes an vielen Stellen verändert. Die entstandenen Schäden werden auch über die laufenden Aufräumarbeiten hinaus sichtbar bleiben. In den kommenden Jahren werden sich die betroffenen Waldflächen neu entwickeln und an manchen Stellen ein anderes Gesicht bekommen.