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Kleeblatt - Amtliches Bekanntmachungsorgan der Stadt Bendorf
Ausgabe 8/2019
Sayn
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Viel Herz und ein hervorragendes Konzert begeisterten Hunderte in der Sayner Abtei

BENDORF-SAYN/KÄRLICH. pas. Es waren großartige Momente von Gänsehaut und Herzenswärme: Der Auftritt des Chores „Pianoforte“ der Kolpingsfamilie St. Mauritius Kärlich e.V. Chorleiter Torsten Schambortski weiß, „Musik ist eine ganz besondere Sprache“. „Es gibt kein Gefühl, das sich nicht mit Musik beschreiben lässt. Musik besiegt Angst, trocknet Tränen, macht Mut und gibt Kraft“. Diese Kraft strahlte der sechzigköpfige Chor mit all seiner Energie und Herzlichkeit aus und diese Freude an der Musik erreichte alle Menschen, die dichtgedrängt und gut gelaunt in den Kirchenbänken lauschten, sogar auf erforderlichen und schnell aufgebauten Bierbänken, die erstmal sogar hinter den Sängerinnen und Sängern im Chorbereich der Kirche platziert wurden, damit alle Gäste einen Platz finden konnten.

„Mit einer solch positiven Resonanz und einem Zuspruch hätten wir in den kühnsten Ideen nicht gerechnet“, betonte Ernst Josef Lehrer, der Kuratoriumsvorsitzende der Caritas-Stiftung Koblenz. Er war dem Chor vor allem für seine Treue und auch für dieses erneute Benefizkonzert von „pianoforte“ sehr dankbar. Erstmals fand das Konzert zugunsten der Stiftung in der Abteikirche in Sayn statt, eingefädelt von Dr. Ute Stuhlträger-Fatehpour und positiv begleitet von Manfred Hendrichs. Die Choraktiven waren hier nicht nur begeistert von der Akustik, sondern vor allem von der ganz besonderen Herzlichkeit, die ihnen hier entgegengebracht wurde. Diese Zufriedenheit konnte man deutlich in den Gesichtern der Sängerinnen und Sänger ablesen. Neben der unglaublich vielfältigen und besonderen Gesangsleistung der Aktiven gebührt auch den beiden Moderatorinnen ein Dank, die gefühlvoll und punktgenau-herzlich durch den bunten Gesangsreigen geführt haben: Claudia Schambortski und Nicole Steffgen-Mannheim. Die Solistinnen Jennifer Becker und Anna Theisen setzten einen weitern Glanzpunkt auf die künstlerische Leistung der Akteure. Für besondere Akustik waren Julian Schambortski an Violine und Piano, Jannis Schambortski an der E-Gitarre, Jörg Israel an Klarinette und Saxophon, Nadja Rösch an der Querflöte und Niklas Miranda-Mies an der Kistentrommel verantwortlich. In diesem Jahr hat der Chor seine Darbietung unter das Motto „What a feeling“ gestellt. Gefühlvoll-abwechslungsreich war es definitiv und die Formation verstand es, jeweils entsprechende Emotionen zu wecken. Blickte der erste Titel „A star is born tonight“ noch zurück in die Weihnachtszeit, meinte der Titel „Suchen und Fragen“, dass wir täglich wohl viel zu viel finden und damit manchmal gar nichts. Der Glaube sollte als Bindeglied eingesetzt werden. Ein Gefühl von Freiheit wurde bei „When Israel was in Egyptsland“ spürbar. Sogenannte „Emoties“ brachte die Moderatorin in Verbindung mit dem Titel „Gib mir die richtigen Worte“. Dialekte sind wieder im Kommen. Rund 150 Jahre zurück blickte man mit der Herrenabteilung des Chores „MenOnly“ musikalisch zurück mit „Dat su min leevsten büst“. Jennifer Becker sang sich dann aber dennoch erfolgreich in den Männerchor. „Farbe bekennen“, das könnte ein Sinn eines Regenbogens sein in der deutschen Version von „True Colors“ von Cindy Lauper. Dem Musical „Tarzan“ entführten die beiden Solistinnen den wunderbaren Titel „Dir gehört mein Herz“, dem Wiegenlied von Phil Collins einer Gorillamama für ein Menschenkind. Toll intoniert auch die Coverversion der „Wise guys“ mit ihrem Titel „Wir hatten eine gute Zeit“. Abschiede fallen im schwer, aber Menschen, die wir loslassen müssen, leben weiter in unseren Herzen und sind auch später immer bei uns. Diesen Gedanken nahm auch der Titel von Andres Gabalier auf mit „Amoil seg ma uns wieder“ auf, einmal mehr hervorragend zu Gehör gebracht und mit viel Herz vertont vom Chor „pianoforte“. Bei aller Abwechselung machten die Sängerinnen und Sänger auch nicht vor einem Titel aus dem 16. Jahrhundert halt. Ein Zitat aus dem Johannes-Evangelium bestimmt „Wenn ihr mich liebt“ nach Musik von Thomas Tallis. Von „Mr. Mister“ gab es eine umwerfende Fassung für den Chor mit „Kyrie eleison“. „ An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen setzte einen Glanzpunkt unter ein Konzert, das seinesgleichen sucht: Gefühl, Herz, Begeisterung, Kraft und Faszination. Es soll Zeit für Hoffnung und Liebe bieten, so formulierte es Claudia Schambortski.

Der komplette Erlös des Konzertes wird für die Projekte der Caritas-Stiftung eingesetzt. Geld, das Besucher von Herzen gerne gespendet haben, die man im Herzen berührt hat mit Musik und Herzlichkeit, mit Ausstrahlung und positivem Gefühl. Ein Nachmittag, ein Abend, der nicht unfortgesetzt bleiben darf in der Abteikirche, die für Tradition, Herzlichkeit und Gemeinsinn steht. Den Chormitgliedern jedenfalls war die Freude über den besonderen Zuspruch beim Konzert deutlich im Gesicht abzulesen.