Am Donnerstag, 7. Mai 2026, um 11:30 Uhr werden vor dem Haus Krimmgasse 5 in Münstermaifeld sechs neue Stolpersteine verlegt. Sie sollen an das Schicksal der Familie Marx erinnern. In dem Haus lebte nach dem Tod des Karl Marx 1924 seine Witwe Amalie mit ihren 5 Kindern. Amalie wurde nach einem Monat im “Judenhaus Schweiz 4“ am 27.07.1942 nach Theresienstadt und von dort am 19.09.1942 nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde. Ihr Sohn Julius wurde in Antwerpen bei einer Razzia festgenommen, am 15.08.1942 von Mechelen nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Seine Schwester Gerda wurde am 30.04.1942 von Koblenz aus in das Ghetto Krasniczyn deportiert und dort ermordet. Amalies Söhne Ernst, Richard und Walter überlebten nach jahrelanger Flucht in
Frankreich und der Schweiz. Die Stadt Münstermaifeld und der Förderverein Synagoge Münstermaifeld freuen sich auf zahlreiche TeilnehmerInnen der Stolperstein-Verlegung.