Vom 22. bis zum 24. Mai fand auf der Brückenmühle in Roes das zweite "Workout -Camp" des Jugendbandprojektes „Music4Diversity“ dieses Jahres statt.
Insgesamt 19 Jugendliche nahmen an dem dreitägigen Musikworkshop teil, bei der das gemeinsame Musizieren und das Thema Vielfalt im Mittelpunkt standen. Das zweite Workout Camp knüpfte an das Projektwochenende von April an und führte das dort begonnene kreative Schaffen auf der Brückenmühle fort.
Die Vorfreude auf das gemeinsame Wochenende war den Jugendlichen deutlich anzumerken, als direkt nach der Anreise am Freitag die ersten Proben begannen. Aufgeteilt in die Gruppen Gesang, Schlagzeug sowie Gitarre und Bass stiegen die Jugendlichen direkt in die musikalische Praxis ein. Neben dem praktischen Üben wurden auch nochmal wichtige theoretische Grundlagen aufgefrischt: Gemeinsam mit Gesangscoachin Miranda wurde unter anderem ausgearbeitet, wie ein Song klassischerweise aufgebaut ist, um die Basis für das spätere Songwriting zu schaffen. Beim Schlagzeug mit Paul und Gitarre & Bass mit Nicolas ging es insbesondere um Akkorde, Rhythmik und das harmonische Zusammenspiel.
Als Ausgleich zum intensiven Tagesprogramm wurde am Abend ein Film auf Leinwand angeboten.
Am Samstag wurde das gemeinsame Musizieren fortgesetzt: In den verschiedenen Räumen wurde in den Mini-Bands fleißig geprobt und an den eigenen Songs gebastelt.
Auch abseits der Musik stand die gemeinsame Zeit im Mittelpunkt: Das sonnige Wetter wurde draußen optimal ausgenutzt, um in den Pausen zwischen den Proben gemeinsam Federball, Fußball oder Karten zu spielen.
Den Samstagabend gestalteten die Jugendlichen komplett in Eigenregie und ohne festes Programm: Spontan machten sie gemeinsam mit der Band bis in den späten Abend hinein Musik, tanzten, sangen und hatten zusammen jede Menge Spaß, bevor es am nächsten Tag an die Vorbereitungen für den großen Auftritt ging.
Der Höhepunkt des Wochenendes war das Abschlusskonzert am Sonntag. Um 14:30 Uhr präsentierten die Jugendlichen die Ergebnisse ihrer Arbeit auf der Außenbühne der Brückenmühle. Zu der Veranstaltung waren auch die Eltern und Angehörigen der Teilnehmenden eingeladen.
Die Jugendlichen formierten sich für den Auftritt in insgesamt sechs gegründeten „Mini-Bands“. Das Repertoire umfasste verschiedene Musikstile sowie Songs in unterschiedlichen Sprachen und spiegelte so das Projektthema Diversität und Zusammenarbeit perfekt wider.
Nach den erfolgreichen Auftritten endete das Wochenende mit einem großen Applaus planmäßig am Sonntagnachmittag.
Bereits zum dritten Jahr in Folge begeisterte das Jugendbandprojekt des Arbeitskreises Jugend & Migration, bestehend aus Gertrud Berressem und Katharina Machno vom Ju+X-Team der Verbandsgemeinde Maifeld, Melanie Kostarczyk von der Jugendpflege Münstermaifeld, Loredana Witte von der Jugendpflege Polch, Sema Göl, der Flüchtlingskoordinatorin der Verbandsgemeinde Maifeld und Karin Fust vom Förderverein Flüchtlingshilfe Maifeld e.V. die Teilnehmenden und zeigte eindrucksvoll, wie viel musikalisches und kreatives Potenzial in den Jugendlichen steckt.
Entsprechend groß war erneut die Begeisterung: Die Jugendlichen wünschten sich einstimmig eine Wiederholung. Ob und in welcher Form das Projekt im Folgejahr weitergeführt wird, steht zum aktuellen Zeitpunkt zwar noch nicht fest, man möchte den großen Wunsch der Jugendlichen aber auf jeden Fall im Blick behalten. Ein herzliches Dankeschön geht an die LG Rock & Pop Rheinland-Pfalz, die Brückenmühle GbR und das großartige Dozenten-Team, durch deren erneute Unterstützung dieses wertvolle Jugendprojekt realisiert werden konnte.