Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Verbandsgemeinderat hat in seiner letzten Sitzung auf Vorschlag der Verwaltung mehrheitlich eine Erhöhung der Abwasserentgelte ab 2026 beschlossen. Die Schmutzwassergebühr steigt von 1,99 EUR/m³ auf 2,36 m³, der wiederkehrende Beitrag Schmutzwasser von 0,06 EUR auf 0,07 EUR und der wiederkehrende Beitrag Niederschlagswasser von 0,36 EUR auf 0,41 EUR. Bei einem Durchschnittshaushalt macht dies im Jahr rd. 77,20 EUR an Mehrkosten aus. Die letzte Anpassung der Entgelte erfolgte im Jahr 2018. Auch für die Abfuhr der Gruben (von 10,87 auf 17 EUR/m²) und der Kleinkläranlagen (von 26,75 auf 35,00 EUR/m²) erfolgt eine Erhöhung.
Die Erhöhung ist erforderlich, weil die Gesamtkosten seit der letzten Kalkulation enorm gestiegen sind und nicht mehr aus den laufenden Entgelten gedeckt werden können. Dies ist jedoch nach dem sog. „Kostendeckungsprinzip“ aus dem Kommunalabgabengesetz von Rheinland-Pfalz vorgeschrieben. Weiterhin stehen zahlreiche Investitionen in die Infrastruktur des Abwasserwerkes Maifeld an. So sind neben Kanalerneuerungen und Baugebietserschließungen auch verschiedene Kläranlagen zu ertüchtigen. Ohne ausreichende Finanzmittel sind diese Investitionen nur mit neuen Krediten zu stemmen. Diese wiederum belasten die Aufwendungen und damit die laufenden Entgelte.
Es fällt sicherlich keinem Entscheidungsträger leicht, an der Gebührenschraube zu drehen und die Bürger mehr zu belasten. Sind die Gründe für eine langfristige Stabilität der Abwasserentgelte jedoch zwingend, dürfen wir uns dem im Rahmen unserer Verantwortung nicht verweigern. Das Abwasserwerk Maifeld ist weiterhin bestrebt, die Entgelte langfristig stabil und auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau zu halten. Dies ist uns in der Vergangenheit sehr gut gelungen, wie die Teilnahme am Benchmarkingprojekt des Landes Rheinland-Pfalz „Gutes Wasser – Klare Preise“ zeigt (siehe Homepage der Verbandsgemeinde). Wir sind zuversichtlich, dass und dies auch zukünftig gelingt.