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Mitteilungsblatt Vordereifel - Heimat- u. Bürgerzeitung der VG Vordereifel
Ausgabe 27/2019
Amtliche Bekanntmachungen
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Förderantrag zur Durchführung von Renaturierungsmaßnahmen am Nitzbach für die Jahre 2020/2021 eingereicht

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Ortsgemeinden Baar, Herresbach und Virneburg!

Die Hochwasserereignisse mit teilweise hohen Schäden an Grundstücken und Wohngebäuden oder sonstigen Vermögensgegenständen der letzten Jahre sind noch in „schlechter Erinnerung“.

Ursache waren meistens Starkregenereignisse, die noch nicht einmal unmittelbar in unseren Ortslagen niedergingen, sondern teilweise weit außerhalb am Oberlauf des Nitzbaches.

Nach dem letzten Hochwasserereignis wurde dann von uns aus ein gemeinsames Hochwasserschutzkonzept für die Nette, den Nitzbach und seine Nebengewässer von 7 Kommunen erstellt, um hier Lösungen zu erarbeiten, wo man durch geeignete Renaturierungsmaßnahmen Hochwasserwellen, die nach Starkregenereignissen auf die Ortslagen zurollen, abmildern und in ihrer Gewalt stoppen kann.

Auf die Vorstellung des Hochwasserentwicklungskonzeptes am 08. Januar im Gemeindehaus in Virneburg dürfen wir nochmals verweisen.

Ihre seinerzeit im Rahmen einer Fragebogenaktion vorgetragenen Anregungen und Vorschläge wurden in das Konzept entsprechend eingearbeitet.

Damit wir bis zur endgültigen Genehmigung des Hochwasserentwicklungskonzeptes keine Zeit verlieren, hat die Verbandsgemeinde Vordereifel fristgerecht zum 30.06.2019 einen ersten Förderantrag über 200.000,00 € Baukosten, verteilt auf die Jahre 2020 und 2021, beim Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz in Mainz eingereicht, um Fördermittel aus der „Aktion Blau Plus“,einem Programm zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, zu erhalten.

Ohne die hohe Förderung von bis zu 90 % an Landeszuweisungen wäre die Verbandsgemeinde finanziell nicht in der Lage, solche Maßnahmen umzusetzen.

Sie mögen daran erkennen, dass wir die Sorgen und Nöte in den betroffenen Ortslagen mit der notwendigen Ernsthaftigkeit würdigen und mit diesem Förderantrag die ersten Schritte einleiten, schadensabwehrende Maßnahmen zu treffen.

Sobald die beantragte Zustimmung zum vorzeitigen Vorhabenbeginn erteilt wurde, können wir ein qualifiziertes Ingenieurbüro mit der konkreten Planung von Einzelmaßnahmen zur Umsetzung der erarbeiteten Gefahrenpotentiale beauftragen.

Diese Maßnahmen müssen dann konkret bis zum 31.01.2020 in einem überarbeiteten Förderantrag eingereicht werden.

Wo und wie in welcher der betroffenen Ortslagen begonnen wird, wird dann zu einem späteren Zeitpunkt noch bekanntgegeben, wobei wir natürlich in einem Jahr nicht an allen notwendigen Gefahrenpunkten gleichzeitig arbeiten können.

Weitere Förderanträge in den Folgejahren nach 2021 dürften die logische Konsequenz sein.

Wir werden soweit erforderlich in diesem Mitteilungsblatt über die weiteren Schritte informieren.

Alfred Schomisch,
Bürgermeister
Matthias Steffens,
Fachbereichsleiter Kommunale Betriebe