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Mitteilungsblatt Vordereifel - Heimat- u Bürgerzeitung der VG Vordereifel
Ausgabe 40/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Wenn die Ortsfahnen fehlen – eine schöne Tradition gerät in Vergessenheit

Liebe Langenfelder,

früher gehörte es ganz selbstverständlich zum Bild unseres Ortes: Bei besonderen Anlässen wurden die Ortsfahnen hervorgeholt und an den Häusern angebracht. Zur Kirmes, während der Wallfahrtszeit, an kirchlichen Festtagen oder zu anderen besonderen Ereignissen schmückten die Fahnen die Straßen. Heute sieht man sie leider nur noch selten. Eine kleine, aber sichtbare Tradition droht damit, aus unserem Ortsbild zu verschwinden.

Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Ort unverwechselbar machen. Ein vertrauter Brauch, ein besonderes Fest, eine bestimmte Tradition – oder eben die Fahne, die an einem Haus weht und schon von Weitem erkennen lässt: Hier wird ein besonderer Tag gefeiert.

Auch bei uns gehörte das Schmücken mit der Ortsfahne lange Zeit selbstverständlich dazu. Wenn die Kirmes bevorstand, die Wallfahrtszeit begann oder ein kirchliches Fest gefeiert wurde, wurden die Fahnen herausgeholt und an den Häusern angebracht.

Heute ist dieser Anblick selten geworden.

Eigentlich braucht es nicht viel.

Das Fahnenhängen ist eine einfache Tradition. Die Fahnen sind vielfach noch vorhanden und müssen lediglich zum passenden Anlass hervorgeholt werden.

Gerade darin liegt ihr besonderer Reiz: Mit wenig Aufwand lässt sich das gesamte Ortsbild verändern. Wenn zur Kirmes oder während der Wallfahrtszeit wieder zahlreiche Ortsfahnen an den Häusern zu sehen wären, würde dies den festlichen Charakter dieser Tage deutlich unterstreichen.

Auch für Besucher und die Pilger wäre es ein sichtbares Zeichen, dass im Ort etwas Besonderes gefeiert wird.

Tradition lebt nur, wenn sie gelebt wird!

Dabei geht es nicht um eine Verpflichtung. Niemand soll dazu gedrängt werden, sein Haus zu beflaggen. Vielmehr geht es um die freiwillige Freude daran, einen kleinen Beitrag zum gemeinsamen Ortsbild zu leisten.

Was wäre, wenn wir es wieder versuchen?

Vielleicht wäre die aktuelle Wallfahrtszeit ein guter Anlass, diese Tradition wieder aufzugreifen.

Und sollten Sie noch keine Ortsfahne besitzen oder Bedarf an einer neuen Fahne haben, sprechen Sie mich gerne an. Vielleicht können wir gemeinsam dazu beitragen, dass zum nächsten Anlass wieder mehr Fahnen in unserem Ort zu sehen sind.

Mario Heinrichs
Ortsbürgermeister