Titel Logo
Mitteilungsblatt Vordereifel - Heimat- u. Bürgerzeitung der VG Vordereifel
Ausgabe 41/2019
Feuerwehrnachrichten
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Freiwillige Feuerwehren St. Johann und Ettringen

FFW St. Johann und Ettringen mit Mitgliedern der JFW St. Johann.

Hydrantenanschluss.

Gemeinschaftsübung

Am Mittwochabend waren eine Menge Martinhörner von anrückenden Feuerwehrfahrzeugen in Sankt Johann zu hören. Aus der Grundschule waren Rauchschwaden zu sehen und auf dem Balkon des Gebäudes standen Schüler und riefen um Hilfe. Erfreulicherweise ging es hierbei aber nur um eine Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehren Sankt Johann und Ettringen unter realistischen Einsatzbedingungen. Den eintreffenden Wehren stellte sich folgende Situation: Feuer im Keller des Schulgebäudes mit starker Rauchentwicklung über die Lüftungsanlage im Erd- und Obergeschoss. Weiterhin waren außer den Kindern auf dem Balkon noch weitere Schüler im Gebäude zu vermuten. Nach kurzer Beratung der Wehrleiter Björn Barz (Ettringen) und Thomas Montada (St. Johann) sowie Dirk Lanz (stellv. Wehrleiter Ettringen) wurden die einzelnen Trupps zur Feuerbekämpfung eingeteilt und die Atemschutzgeräteträger beider Wehren in das Schulgebäude zwecks Rettung der Personen in die stark verrauchten Etagen geschickt. Nach kurzer Zeit wurden die „vermissten Kinder“ mit Bergetüchern an die frische Luft getragen. Die „Schüler“ auf dem Balkon wurden mittels Steckleiter geborgen. Ungefähr eine Stunde nach Eintreffen der Feuerwehren konnte Entwarnung gegeben und mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Anschließend setzten sich die Feuerwehrleute noch bei heißen Würstchen und kühlen Getränken zu einer Nachbesprechung der gemeinsamen Übung zusammen. Die beiden Wehrleiter zogen ein positives Resümee und zeigten sich zufrieden mit der Organisation und dem Ablauf der Übung. Auch für die Jugendfeuerwehr aus Sankt Johann, die die vermissten und verletzten Personen spielten, war diese Übung eine besondere Erfahrung, denn sie konnten live erleben, wie es sich anfühlt in der Rolle des Verletzten zu sein und wie lange es dauern kann, bis man in verrauchten Räumen bei nahezu keiner Sicht gefunden wird.