Titel Logo
Mitteilungsblatt Vordereifel - Heimat- u. Bürgerzeitung der VG Vordereifel
Ausgabe 49/2019
Amtliche Bekanntmachungen
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

4 Sterne für Weiler

Petra Wuitschick (REMET), Alfred Schomisch (Bürgermeister VG Vordereifel), Gabriele und Siegbert Thelen, Fabian Steffens (Bürgermeister Weiler)

Alte Bausubstanz erstrahlt in neuem Glanz

Schon 2004 hat das Ehepaar Gabriele und Siegbert Thelen eines der ältesten, ehemals bäuerlich genutzten Anwesen in Weiler erstanden und zunächst die frühere Scheune zu einem selbstgenutzten Ferienhaus umgebaut.

Die Liebe zum ehemaligen Heimatort hat das Architekten-Ehepaar nun vor rund 6 Jahren wieder dauerhaft zurück nach Weiler gezogen, ebenso wie die Erkenntnis, dass den Orten in der Umgebung mehr und mehr das historische Gesicht verloren geht.

Diesen Prozess wollten die engagierten Gastgeber positiv beeinflussen. Daher wurde beschlossen, das frühere Wohnhaus des kleinen, 1850 erbauten ehemaligen Bauernhofs zu sanieren und dieses wird nun - mittlerweile als „Schulmattes Haus“ - sehr erfolgreich als modernes, mit 4 Sternen durch den Deutschen Tourismusverband (DTV) klassifiziertes Ferienhaus genutzt.

Zur offiziellen Klassifizierungsübergabe fanden sich nicht nur Ortsbürgermeister Fabian Steffens und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel Alfred Schomisch in Weiler ein, sondern auch Petra Wuitschick von der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET), welche in Kooperation mit Svenja Schulze-Entrup vom Touristik-Büro Vordereifel die Klassifizierung vorgenommen hatte.

Die Sanierung alter Gebäude ist eine Herzensangelegenheit für Familie Thelen, nicht zuletzt, um einen Beitrag dafür zu leisten, dem großen Bedarf an neuer Siedlungsfläche entgegenzutreten. Dabei würde durch die Sanierung und Erhaltung alter Bausubstanz weiterer Leerstand von Gebäuden verhindert, gleichzeitig aber auch ein entscheidender Beitrag zur Aufrechterhaltung eines ursprünglichen, geschlossenen und abgerundeten Dorfcharakters geleistet, gerade in Zeiten akuten Wohnungsbedarfs.

So wird die ursprüngliche Bausubstanz zunehmend entfernt oder nur in seltenen Fällen umgebaut, wodurch häufig auch das historische Erscheinungsbild unwiederbringlich verschwindet. Die alte Bausubstanz in den Ortskernen hat jedoch eine besondere Bedeutung für das Ortsbild und das gesamte dörfliche Leben an sich.

Die Eigentümer haben mit ihrem Umbau gezeigt, dass bei einer Sanierung durchaus alte Architektur mit modernen Ansprüchen und neuzeitlicher Haustechnik kombiniert werden kann. Regionaltypisches Bauen und Sanieren unter Verwendung heimischer Baustoffe bedeutet für Gabriele und Siegbert Thelen den Charakter alter Gebäude zu erhalten und das Gesicht der dörflichen Umgebung zu wahren.

Am Ende ist eine unverwechselbare, mit viel Charme ausgestattete Immobilie entstanden, die das Ortsbild verschönert und so ganz nebenbei den nachfolgenden Generationen die historische Vergangenheit vermittelt.