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Mitteilungsblatt für Mayen und Mendig
Ausgabe 16/2026
Aus dem Rathaus
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Freiflächenphotovoltaikanlage kann die gesamte VG Mendig zweimal versorgen - Änderung des Flächennutzungsplans ist notwendig

So oder so ähnlich könnte eine Freiflächen-Photovoltaikanlage in der Gemarkung Bell aussehen.

 

Das Thema rund um die erneuerbaren Energien ist in der Verbandsgemeinde Mendig kein Neuland. Es erreicht allerdings mit einer neuen Quantität jetzt auch eine neue Qualität. Und das aufgrund der Eigeninitiative der Ortsgemeinde Bell und der Verbandsgemeinde. Für eine große Freiflächenphotovoltaikanlage in der Gemarkung Bell – zu der die Gemeinde bereits ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet hat – ist eine zusätzliche Fortschreibung des Flächennutzungsplans notwendig, die der Verbandsgemeinderat Mendig in seiner jüngsten Sitzung einstimmig auf den Weg gebracht hat.

Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans umfasst eine Fläche von bis zu 40,2 Hektar. Östlich und westlich des Änderungsgebietes grenzt der Geltungsbereich des Solarparks Wehr an, der zeitgleich vom selben Projektierer der in der Gemarkung Bell geplanten Freiflächenanlage mit geplant wird. Abgesehen von Fahrwegen sollen die Plangebiete komplett für Photovoltaik genutzt werden. Hierdurch wird eine Stromerzeugung von etwa 25 Millionen kWh/Jahr angestrebt. Das würde ausreichen, um die Privathaushalte in der VG Mendig doppelt zu versorgen.

„Aufgrund des Klimawandels sowie in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Entwicklungen rund um den Iran-Krieg, die den Ausbau von erneuerbaren Energien und die Unabhängigkeit von Energieimporten erforderlich machen, ist die Errichtung einer Freiflächen-PV-Anlage in der Gemarkung Bell zu unterstützen. Deshalb war die Änderung des Flächennutzungsplans notwendig“, so Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig.