Wenn man Zeug:in eines Unfalls oder einer Gewalttat wird, ist es manchmal gar nicht so einfach, im Nachhinein eine gute Personenbeschreibung abzugeben. Umso wichtiger ist es, sich selbst und die Umgebung aufmerksam wahrzunehmen. So stieg Klaus Ulrich Feldmeier, Fachwirt für Konfliktmanagement und Selbstverteidigung, Trainer des Zivilcourage Netzwerk RLP in die Workshops mit den Schüler:innen der BBS Mayen ein.
Durch ein abwechslungsreiches Programm konnte er das Interesse der Schüler:innen fesseln. Anschaulich vermittelte er Theorien zur Entstehung von Gewalt, Gewaltarten und gewaltpräventivem Handeln und er zeigte Filmclips zu Zivilcourage mit anschließenden gemeinsamen Gesprächen.
„Man sieht nur einen Bruchteil dessen, was im Gegenüber vorgeht. Genau deshalb ist es wichtig, präventiv zu handeln, bevor eine Situation eskaliert“, erklärte Herr Feldmeier. Immer wieder kombinierte er die Theorie mit aktiven Übungen zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Als wichtige Strategien vermittelte er ein klares „Nein“, eine aufrechte aber nicht provozierende Körperhaltung und eine feste Stimme.
Zugleich sensibilisierte er die Jugendlichen dafür, die eigenen Grenzen in Notsituationen zu kennen. Dazu gehört es, gut abzuwägen, welches Maß an Selbstverteidigung und Notwehr angemessen ist und auch Fluchtmöglichkeiten für sich selbst zu nutzen. An Beispielen zeigte er den Jugendlichen Lösungen, um der Verpflichtung zur Hilfeleistung nachzukommen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
„Das war das beste Projekt, das wir bisher hatten“, lobte ein Schüler in der Feedbackrunde Herrn Feldmeier. Auch weiterhin werden Projekte wie diese den Schulalltag der BBS Mayen bereichern.