Er hatte sich einiges vorgenommen: David Rodriguez Toledo, Leiter des Städtischen Orchesters Mayen, wollte dem musikinteressierten Publikum etwas Besonderes bieten und plante für dieses Konzert ein außergewöhnliches Programm. Am Ende wurde es eine musikalische Reise quer durch Europa mit Werken des 17. bis 20. Jahrhunderts.
Das Orchester hat die Herausforderungen des Programms bravourös gemeistert, denn David Rodriguez hat das Orchester seit dem Beginn seiner Tätigkeit vor 2 Jahren personell und musikalisch weit vorangebracht. In der anspruchsvollen Streicherserenade von Edward Elgar etwa zeigten die Streicher ihr dynamisch und klanglich äußerst differenziertes Spiel.
Weitere Höhepunkte des Konzertes waren die Solisten. Carolin Brinkhaus überzeugte als Pianistin einfühlsam mit dem langsamen Satz aus Mozarts Klavierkonzert in C-Dur, KV 467. Für die Solo-Violine konnte Götz Hartmann gewonnen werden, ehemaliger Geiger des Radiosymphonieorchesters Saarbrücken, der schon in jungen Jahren mit dem Städtischen Orchester musiziert hat. Er entführte die Zuhörerinnen und Zuhörer technisch virtuos und klanglich sehr flexibel mit den Romanzen von Beethoven und Svendsen in zwei völlig unterschiedliche Welten.
Die Mezzosopranistin Amira Elmadfa, im In- und Ausland tätig (u. a. Deutsche Oper Berlin, Staatsopern Berlin), begeisterte das Publikum mit ihren Arien, in denen sie die große Palette der menschlichen Emotionen präsentierte.
Extra erwähnt werden darf die kluge Moderation von Susanne Bleidt.
Es war ein wunderbarer Konzertabend vor einzigartiger Kulisse, der sowohl dem Publikum als auch den Mitwirkenden große Freude bereitet hat.