Die Tanzgruppe Balgarska Rosa präsentierte sich in ihren bulgarischen Trachten.
Unterstützer und Helfer gemeinsam mit den Mitgliedern des Beirates für Migration und Integration, Raduan Fatine und Heidi Kaes. Mit von der Partie war auch TuS Vorsitzender Wolfgang Treis, der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord.
MAYEN. (EB). Es war ein buntes Miteinander beim ersten Fest der Kulturen! Gemeinsam mit zahlreichen Mayener Vereinen und Institutionen hatte der Beirat für Migration und Integration kürzlich zum ersten Fest der Kulturen in Mayen eingeladen. Um es vorneweg zu sagen: die Erstauflage, die mit einem tollen Programm, für ein friedliches Miteinander warb war ein voller Erfolg.
Wer als Passant am späten Samstagvormittag per Zufall in Richtung Brückenstraße schlenderte und nichts von dem bunten Fest wusste, der hatte sich sicher verwundert die Augen gerieben. Junge, junggebliebene und auch etwas ältere Mitbürger aus Vietnam, Ecuador, Indonesien, Ukraine, Russland, Polen, Bulgarien, Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Marokko, Slowenien, Albanien und Deutschland und natürlich zahlreiche Mayener bevölkerten das Brückenviertel.
Aktions- und Infostände waren aufgebaut, es erklang traditionelle und moderne Musik aus vielen Herren Ländern und auch eine, in mehreren Sprachen, gehaltene Ansprache sorgten für Aufmerksamkeit. Mohamad El Eman, der Vorsitzende des Beirates für Migration und Integration hatte die Besucher in arabischer, Liwesa Faizzada in afghanischer, Marika Kohlhaas in osteuropäischer Sprache, Béatrice Hennerici in französischer, David Morgenstern in spanischer, Gerd und Getrud Kohlhaas in deutscher Sprache sowie einige andere Menschen die Anwesenden in ihrer Heimatsprache begrüßt.
Eine Besonderheit war die Begrüßung von Marianne Weingart. Die Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen hatte Alle auf Mayener Platt willkommen geheißen und in ihrem letzten Satz mit Blick auf das Wetter eine eindringliche Bitte an den „leeve Petrus“ gerichtet. Sinngemäß hatte Marianne Weingart gesagt. Petrus brauche nicht den ganzen Tag die Sonne scheinen zu lassen. Aber eins wolle sie ihm sagen, „stell den Kranen ab. Es ist zwar eine alte Tradition, dass man samstags duscht und badet, aber das muss nicht gerade heute von oben sein.“
Viele Unterstützerinnen und Unterstützer des Festes
Darüber hinaus hatte die Mayenerin mit einer ganzen Schar von Unterstützern selbst gebackenen Kuchen angeboten, während die Mitglieder der Mayener Suppenküche mit Franz Käs frische Waffeln und Mitglieder der Brückengemeinschaft Quiche und türkische Spezialitäten anboten.
Zudem hatte der Beirat für Migration aus seinem kleinen Budget Pizzen spendiert, sodass dass Essen und Trinken für die Besucher zum Nulltarif angeboten wurde. „Wichtig ist, dass die Kulturen sich treffen und das ein Austausch stattfindet“, betonte Mohamad El Emam. „Jeder kann auf den anderen zu gehen und friedlich miteinander feiern. Uns ist es gelungen, Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenzubringen und so einen Beitrag zu einem gelebten Miteinander in Mayen zu leisten.“
Seines Wissens nach habe es ein solch buntes Fest in Mayen noch nie gegeben. Begeistert zeigt sich auch Oberbürgermeister Dirk Meid: „Ich bin froh. Es ist eine tolle Aktion.“ Der Stadtchef danke allen, und natürlich auch der Brückengemeinschaft, die das Fest mit ausgerichtet haben. Zudem spiele ja auch das Wetter mit.
Es gab vieles zu erleben. Auf einer Weltkarte hatten alle ihr Heimatland gekennzeichnet. Einige Mayener Vereine und Organisationen, die Flüchtlingshilfe im Raum Mayen, die Flüchtlingskoordinatorin der Stadt, die Caritas und das Mehrgenerationenhaus sowie der Deutsch-Arabische Kulturverein gaben einen Einblick in ihr Angebot für die Menschen in der Stadt.
Auch für die Kinder und Jugendlichen war für Unterhaltung gesorgt, so etwa beim Torwandschießen mit dem TuS Mayen, den Übungen mit dem Bushidoclub oder beim Malen von Flaggen mit Straßenkreide mit dem Jugendbeirat der Stadt.
Tanzgruppen begeisterten Zuschauer
Darüber hinaus begeisterten die bulgarische Tanzgruppe Balgarska Rosa und die orientalische Tanzgruppe Ayana in ihren traditionellen Trachten und Darbietungen das Publikum. Begeistert verfolgten die Zuschauer die Tänze, während sie zusammen eifrig zur Musik klatschten.