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Mitteilungsblatt für Mayen und Mendig
Ausgabe 47/2023
Aktuelles
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Jubiläumskonzert: 60 Jahre Singgemeinschaft Georg Schlich

Das Jubiläumskonzert begeisterte die Zuhörer in der vollbesetzten Laacher-See-Halle

Chorleiterin Anita Reuter-Schlich dirigierte nicht nur den Chor, sondern brillierte darüber hinaus auch als Solistin sowie als Moderatorin

Chorleiterin Anita Reuter-Schlich, und Marlen Kröll, die zweite Vorsitzende, gratulierten den Gründungsmitgliedern Willi Nürenberg und Gretel Mintenig gemeinsam mit Dagmar Görgen, der Ersten Vorsitzende der Singgemeinschaft Georg Schlich

Mit von der Partie als Solist war auch Thomas Mintenig.

Glanzvolle Hommage an den Gründer und Namensgeber

MENDIG. (EB) Für einen Chor liegt es wohl auf der Hand, dass wichtige Jubiläen mit einem Konzert gefeiert werden. So auch für die Singgemeinschaft Georg Schlich. Anlässlich seines 60-jährigen Bestehens hat der gemischte Chor kürzlich in der vollbesetzten Laacher-See-Halle ein bemerkenswertes Konzert auf hohem Niveau gegeben.

Das Publikum erhielt nicht nur emotionale Einblicke in das Vereinsleben, sondern schaute auch auf die außerordentlichen Verdienste seines Namensgebers und Chorgründers Georg Schlich. Der Mitbegründer des legendären Mendiger Gambrinusfestes wäre sicher unglaublich stolz gewesen zu wissen, dass sein Engagement gewürdigt und der weitere Werdegang seines Vokalensembles auf diese Art und Weise mit Leben erfüllt wird.

Musikalische Zeitreise

Die Mischung aus Gesangsdarbietungen, die von einer Rhythmusgruppe und Beate Michel am Klavier und einer, von Anita Reuter-Schlich und Bobby Schäfer moderierten Bilderschau, hätte Georg Schlich sicher gefallen. Mehr noch: Der 1983 verstorbene Georg Schlich wäre sicher stolz gewesen, das der Chorgesang auf diese Weise repräsentiert wird. Mit Musikstücken aus der Zeit des Chorbestehens - es hat sich zwischenzeitlich ein unerschöpflicher Fundus angesammelt - wurden die Zuhörer unter dem Dirigat von Anita Schlich-Reuter, der Tochter von Georg Schlich, mit auf eine musikalische Zeitreise genommen.

Doch der Reihe nach: Begrüßt wurden die Gäste zu Beginn von Dagmar Görgen, der Vorsitzenden der SGS. Stellvertretend für alle Gäste, ob aus Politik, Handel und Gewerbe Vereinen oder Freunde des Chores begrüßte die Vorsitzende Herbert Kranz. Der bekannte Bariton war über viele Jahre ein treuer Begleiter der Singgemeinschaft, von dessen jahrelanger musikalischer Zusammenarbeit der gemischte Chor profitiert habe. „Er hat uns sehr inspiriert.“

In 60 Jahren „kann man viele Stücke singen – dabei haben sich dem Wechsel der Chorleiter und dem Zeitkolorit auch die Musikstücke geändert. Aber eines ist geblieben: die Freude am gemeinsamen Singen.“

Und die spiegelte sich zweifelsohne während des Konzertes wieder. Der musikalische Reigen wurde mit der Kantatenprobe aus der Oper „Zar und Zimmermann“ von Albert Lorzing eröffnet. Dieses Werk wurde ausgewählt, um auf die ersten zehn Jahre seit der Gründung zurückzuschauen.

Solist Gerhard Schlich

Als Solist war Gerhard Schlich, der Sohn des Gründers Georg Schlich ganz spontan für den erkrankten Christoph Kranz eingesprungen. Gerhard Schlich hatte dem Chor von 1983 bis 1987 und von 1993 bis 2005 als Dirigent vorgestanden. An die Zeit zwischen 1973 und 1983 erinnerten die Sänger und Instrumentalisten mit einem Volkslied aus Finnland.

Beim folgenden Spiritual „Amen“ hatte Gerhard Schlich den solistischen Part für den ebenfalls erkrankten Christian Kröll übernommen. Mit „There’s a man“ sorgte Chorleiterin Anita Schlich-Reuter für Gänsehautfeeling. An die Jahre von 1983 – 1993 erinnerte Solist Thomas Mintenig gemeinsam mit dem Chor. Der Sänger aus Mendig zelebrierte den Song förmlich „Always look of the brigt side of life“ aus „Das Leben des Brian“.

Auch alle weiteren Dekaden wurden gesanglich und bildlich exzellent dargestellt. Und dabei durften natürlich die Bohemian Rhapsody von Queen ebenso wenig fehlen wie das gemeinsam „Music was my First Love“ von John Miles. Außer Georg Schlich hatten sein Sohn Gerhard Schlich, Gerhard Grün (1987 bis 1993) sowie von 2005 bis heute seine Tochter Anita Schlich-Reuter der Singgemeinschaft als Chorleiter vorgestanden.

Auszeichnungen

Es gab eine ganze Reihe von Auszeichnungen: Geehrt wurden die Gründungsmitglieder Gretel Mintenig und Willi (Wilhelm) Nürenberg. Gretel Mintnig hat den Chor noch bis letztes Jahr mit ihrer schönen Alt-Stimme bereichert. Willi Nürenberg ist schon mit 16 Jahren in den Chor eingetreten und hat diesen mit seiner sonoren Bass-Stimme gestützt. Beide haben auch lange im Vorstand mitgewirkt.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte Marlies Gotschalk als drittes Gründungsmitglied leider nicht geehrt werden. Für seine 50-jährige Mitgliedschaft wurde Hans-Georg Schlich geehrt. Der Sohn von Georg Schlich war im Alter von fünfzehn Jahren in den Chor eingetreten, seine Schwester Anita Reuter-Schlich ist seit 40 Jahren dabei. Sie leitet den Chor mit Herzblut und Ausdauer seit 2005.

Darüber hinaus wurden Schlagzeuger Bobby Schäfer, der seit 40 Jahren immer ein Händchen für den richtigen Takt mitbringt, ebenso geehrt wie Wilma Schlich für 30-jährige und Bärbel Schlich für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.