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Mitteilungsblatt für Mayen und Mendig
Ausgabe 50/2023
Aktuelles
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Paveier und ihre Freunde überzeugten auf ganzer Linie

Fans der Paveier wissen es ganz genau, die Kölsche Kultband ist nicht nur in der Fünften Jahreszeit eine feste Größe, vielmehr können die Bandmitglieder auch feierliche und nachdenkliche Töne anstimmen.

Jürgen Mittler, Inhaber des alteingesessenen Mendiger Unternehmens „Bestattungen Mittler“ ist der Initiator der Paveier Konzerte in Mendig. Dank einiger Sponsoren spendet Mittler alljährlich die Erlöse aus dem Konzert „Kölsche Weihnacht- Paveier & Gäste“. Um die Spendensumme aufzustocken, verzichtet der Unternehmer zudem auf Weihnachtspräsente. 

Ein Wiedersehen gab es auch mit dem Comedian Marc Metzger

MENDIG. (EB) Fans der Paveier wissen es ganz genau, die Kölsche Kultband ist nicht nur in der Fünften Jahreszeit eine feste Größe, sondern insbesondere auch in der Vorweihnachtszeit. Es sind die vertrauten Weihnachtslieder aber auch neuen Songs op Kölsch, unnachahmlichen Krätzjer, heiteren Verzällcher und Anekdoten aus der Domstadt, die bei den Weihnachtskonzerten der Paveier das rheinische Lebensgefühl auf ganz besondere Weise widerspiegeln.

Humor, Poesie und Rührseliges

Insbesondere die wunderbare Mischung aus Humor, Poesie, Lyrik und Rührseligem berührt das „Hätz“ der großen Fangemeinde der Konzertreihe ‚Kölsche Weihnacht Paveier und Gäste‘ und stimmt auf ganz besondere Weise auf die besinnliche Zeit ein. Die Konzerte in Mendig haben Tradition.

Bereits seit 2016 begeistert die Mundartband gemeinsam mit einer illustren hochkarätigen Gästeschar in der Vulkanstadt – bzw. zu Beginn in Thür – ihre treuen Konzertbesucher in der Vorweihnachtszeit.

Für Frontman Sven Welter sind die Konzerte in Mendig immer etwas ganz besonderes und wertschätzendes. „Wir wissen ganz genau, warum wir so gern hier in die Gegend kommen. Ihr seid total klasse und es macht unheimlich Spaß mit Euch.“

Welter machte nicht nur Hoffnung auf ein Wiedersehen. Er gab das Versprechen: „Wir kommen unbedingt wieder.“ Als liebe Gäste hatten die Band in ihrem Jubiläumsjahr „40 Jahre Paveier“ dieses Mal die Newcomer Band „StadtRand“, zwei junge Sängerinnen der Colonia Nachwuchs Akademie, die Sopranistin Constanze Störk aus Konstanz, den Kabarettisten Marc Metzger sowie das Streicherensemble des WDR Funkhausorchesters mitgebracht.

Ein wunderbarer Zauber und eine andächtige Stille lagen über der weihnachtlich dekorierten Bühne der vollbesetzten Laacher-See-Halle als Sven Welter das Lied „Nit alle Engel han Flüjel“ anstimmte. Es war an all diejenigen gerichtet, die ihr Wirken und Engagement für die Mitmenschen das ganze Jahr über im Hintergrund verrichten.

Mit „Ich bin ich“, einem Song aus eigener Feder berichtete der Sänger und Gitarrist von Momenten, in denen er Unsicherheit verspürte, weil er falsche Entscheidungen getroffen hatte. „Ich hatte aber immer wieder das ganz große Glück, das jemand da war, der sagte, Pass up Jung. Du musst weiter an dich glauben. Du musst Dir selber vertrauen und auf deine eigene Stimme hören. Dann geht’s immer wieder weiter.“

Auftritt mit Alphörnern

Nach der Pause kamen die Paveier verkleidet, komödiantisch und ganz schön schräg daher. Sie trugen ihre Darbietung „Heilich Abend auf dem Dom“ nicht nur musikalisch mit Alphörnern sondern auch schauspielerisch vor.

So richtig warm ums Herz wurde es wohl so manchem als der Welter die Lieder „Für alle Minsche“ und „Heimat es‘– mit dem Refrain „Heimat es jo nit bloß e Woot nur, Heimat es, wo du nit abseits stehts“, anstimmte.

Mit diesen Worten hätte dem Frontman nicht passender auf das Engagement von Jürgen Mittler hinweisen können. „Es gibt hier unter euch einen besonderen engagierten Menschen mit dem wir seit vielen, vielen Jahren verbunden sind und der die Konzerte hier vor Ort möglich macht.

Seit Anbeginn der Paveier Konzerte hat Jürgen Mittler vom gleichnamigen Mendiger Bestattungsunternehmen Sponsoren akquiriert und die Erlöse von mittlerweile über 7000 Euro, unter anderem an die Ahr-Flutopfer, an die Kinderkrebsstation, an die örtliche Jugendfeuerwehr und an viele andere übergeben. „Toll, dass es so etwas gibt“, lobte Welter den heimatverbundenen Idealisten. Mit dem Ohrwurm „Gran Canaria“ und drei gemeinsam gesungenen Weihnachtsklassikern klang das umjubelte dreistündige musikalische Stellichdein – mit dem Versprechen auf ein Wiedersehen – und mit im Stehen dargebrachtem Applaus aus.