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Rhein-Mosel Info
Ausgabe 18/2026
Touristik
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Mosel setzt neue Impulse

Alkoholfreie Mosel Weinauswahl beim Sensorik-Seminar

Alkoholfreie Weine überzeugen im Sensorik-Seminar „Mosel Zero & mehr“

 

Alkoholfreie Weine entwickeln sich zunehmend zu einer festen Größe in der Gastronomie. Welche sensorischen Qualitäten diese Produkte heute bieten und welches Potenzial sie für Betriebe an der Mosel haben, zeigte eindrucksvoll das Sensorik-Seminar „Mosel Zero & mehr“ im Rahmen des Wettbewerbs Weingastgeber Mosel 2026.

Das vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel, Moselwein e.V., der IHK Trier und dem Gastronomischen Bildungszentrum Koblenz organisierte Seminar brachte Fachwissen und Praxis eng zusammen. Über 150 Gastronominnen und Gastronomen verkosteten verschiedene alkoholfreie Weine und tauschten sich mit den Referenten Achim Rosch und Christian Weisenstein über Sensorik, Einsatzmöglichkeiten und Gästekommunikation aus.

„Alkoholfreie Weine sind längst mehr als eine Nische – sie sind eine echte Erweiterung der Weinkarte“, betonte Oenologe Achim Rosch vom DLR Mosel. „Gerade für die Mosel mit ihren fruchtbetonten Rebsorten wie Rieslingen eröffnen sich hier große Chancen.“

Im Mittelpunkt stand die sensorische Entwicklung der letzten Jahre. Moderne Entalkoholisierungsverfahren und hochwertige Grundweine führen heute zu deutlich verbesserten Produkten. Insbesondere aromatische Mosel Weißweine – allen voran Riesling – bieten hervorragende Voraussetzungen für alkoholfreie Varianten bieten.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Food Pairing: Alkoholfreie Weine entfalten ihr Potenzial besonders im Zusammenspiel mit Speisen und eröffnen neue Geschmackserlebnisse.

Die steigende Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen ist auch Ausdruck veränderter Konsumgewohnheiten. Gäste verzichten zunehmend situativ auf Alkohol.

Für Gastronomiebetriebe bedeutet dies: Wer keine hochwertigen alkoholfreien Weine anbietet, verzichtet auf Potenziale und schließt Gäste aus. Gleichzeitig eröffnen die Produkte neue Möglichkeiten im regionalen Storytelling und in der Positionierung als moderner, gastorientierter Betrieb.

Die wichtigste Erkenntnis des Nachmittags: Alkoholfreie Weine müssen als eigenständige Kategorie verstanden werden – mit eigener Sensorik, eigener Sprache und eigenem Einsatzgebiet. Die Resonanz der Teilnehmenden des Sensorik-Seminars zeigte deutlich: Das Thema alkoholfreier Wein wird die Branche in den kommenden Jahren intensiv begleiten – und bietet der Mosel dabei große Chancen.