Titel Logo
Rhein-Mosel Info
Ausgabe 3/2026
Amtliche Bekanntmachungen und sonstige Mitteilungen der Verbandsgemeinde
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Stark für den Hunsrück: der neue Hochbehälter nimmt Form an

Lingerhahn. Zwischen hohen Baumkronen und herbstlichen Farben wächst derzeit eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte im Hunsrück: der neue Hochbehälter Mitte des Zweckverbands RheinHunsrück Wasser. Was im Frühjahr mit Erdarbeiten begann, hat sich in wenigen Monaten zu einem sichtbaren Wahrzeichen moderner Wasserversorgung entwickelt. Ende August wurde bereits die erste Wasserkammer betoniert – ein entscheidender Baufortschritt. In Kürze folgt die zweite Kammer. Damit nimmt der größte Hochbehälter im gesamten Versorgungsgebiet zunehmend Gestalt an.

Mit einem Speichervolumen von 4.000 Kubikmetern wird der Neubau den bisherigen, in die Jahre gekommenen Hochbehälter ersetzen. Seine exponierte Lage auf dem höchsten Punkt des Versorgungsgebiets ist bewusst gewählt: Von hier aus kann das Trinkwasser optimal in die umliegenden Gemeinden verteilt werden. Diese Position sorgt nicht nur für eine stabile Druckverteilung im Netz, sondern ist ein wesentlicher Baustein für die Resilienz und Krisenfestigkeit der gesamten Wasserversorgung.

Die Entscheidung für den Neubau basierte auf einer gründlichen technischen und wirtschaftlichen Bewertung. Eine Sanierung des alten Behälters wäre wirtschaftlich nicht rentabel gewesen. Mit neuester Messtechnik, automatisierter Steuerung und digitaler Anbindung an das Leitsystem wird der neue Hochbehälter künftig eine zentrale Rolle im Verbundsystem von RheinHunsrück Wasser übernehmen.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei auch der regionalen und überregionalen Kooperation. Im Rahmen der sogenannten Clusterinitiative, in der benachbarte Wasserversorger ihre Netze stärker verknüpfen, wird der Hochbehälter Mitte eine Schlüsselrolle einnehmen. Im Krisenfall kann er Wasser speichern oder abgeben – und damit wesentlich zur gegenseitigen Unterstützung und Versorgungssicherheit in der Region beitragen.

Gleichzeitig ist sich RheinHunsrück Wasser der Sensibilität des Bauorts bewusst. Die Baustelle befindet sich inmitten eines Waldgebiets, das von Forstbetrieben und Spaziergängern gleichermaßen genutzt wird.

„Wir verstehen, dass der Eingriff in die natürliche Umgebung zunächst Irritationen hervorruft“, sagt der Zweckverband. „Doch langfristig entsteht hier ein Bauwerk, das nicht nur für Generationen die Trinkwasserversorgung sichert, sondern nach Fertigstellung wieder harmonisch in die Landschaft eingebettet wird.“ Bereits während der Bauphase wird darauf geachtet, dass Eingriffe in den Forst so gering wie möglich bleiben und die betroffenen Wege nach Abschluss der Arbeiten vollständig wiederhergestellt werden.

Für die Region ist der Neubau ein Symbol für Zukunftsfähigkeit. In Zeiten zunehmender Trockenphasen, wachsender Ansprüche an Trinkwasserqualität und komplexer Versorgungssysteme ist der Hochbehälter Mitte ein strategisches Rückgrat der Wasserinfrastruktur.

„Wasser ist das zentrale Lebensmittel – und seine zuverlässige Bereitstellung gehört zu den wichtigsten Aufgaben kommunaler Daseinsvorsorge“, heißt es von RheinHunsrück Wasser. „Mit dem Hochbehälter Mitte investieren wir nicht nur in Beton und Technik, sondern in die Lebensqualität und Sicherheit der Menschen im Hunsrück.“

RheinHunsrück Wasser
Zweckverband