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Heimat-Echo - Heimat- und Bürgerzeitung Verbandsgemeinde Vallendar
Ausgabe 38/2026
Aus dem Rathaus
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Einwohnerversammlung mit kompakter Information

Am Montag, 31.08.2026, hatte die Verbandsgemeinde Vallendar sowie die Ortsgemeinde Niederwerth zu einer gemeinsamen Einwohnerversammlung eingeladen. Diese fand im Saal des Gasthauses „Zur Rheinschanz“ in Niederwerth statt. Der Einladung waren in diesem Jahr fast an die 100 Personen gefolgt, sodass der „Schänzjes Saal“ sehr gut gefüllt war.

Nach der Begrüßung aller Teilnehmer/-innen, durch die beiden Gastgeber Bürgermeister Adolf T. Schneider sowie Ortsbürgermeister Horst Klöckner, wurde über die Entwicklung der Arbeiten zum Glasfaseranschluss in Niederwerth berichtet. Hier liegt ein wesentliches Problem darin begründet, dass der Netzzugang von Weitersburg nach Niederwerth einer Querung der Autobahn BAB 48 bedarf. Hier gibt es bisher noch keine Genehmigung zur Durchführung der Maßnahme. Seitens der Ortsgemeinde ist die Projektträgerin, Deutsche Glasfaser, trotz intensivster Aufforderungen, bisher noch immer nicht der Schließung aller offenen Straßenoberflächen nachgekommen. Die Kommunikation mit den Firmen ist nicht einfach, seit jüngerer Zeit zeigt sich endlich wieder örtliche Entwicklung in der Angelegenheit.

Danach wurde durch den Ortsbürgermeister zur Ausführung des Projektes „Ultranet“ berichtet. Hier läuft die Baustelle bereits seit einigen Monaten auf der Südspitze von Niederwerth. Bisher liegt das Projekt im Zeitplan. Der Abschluss sämtlicher Rückbauarbeiten, Wiederbepflanzungsmaßnahmen und der abschließenden Wegeerneuerung wird Mitte des nächsten Jahres erwartet.

Anschließend gab der Ortsbürgermeister einen Überblick zum Sachstand der neuesten Entwicklungen zum ehemaligen Geländeareal der Raiffeisenbank in der Hochstraße. Hier wurde im Rahmen eines Konzeptvergabeverfahren Ende 2025 der Zuschlag zum Grunderwerb an die örtliche Vorhabenträgerin erteilt. Formuliertes Ziel ist dabei, die Schaffung von günstigem Wohnraum, was auch per städtebaulichen Vertrag festgeschrieben wird. Der erforderliche Grundstückskaufvertrag befindet sich in Vorbereitung. Auch die notwendigen Förderanträge wurden bereits von der Vorhabenträgerin gestellt. Ebenso konnte vor einiger Zeit auch die erforderliche Baugenehmigung erwirkt werden. Grundlage ist dabei ein Wohngebäude mit 23 Wohneinheiten (WE). Davon sind 16 WE mit einer sozialen Wohnraumbindung versehen. Die WE-Größen sind zwischen ca. 59 m² bis ca. 152 m² geplant. Durch einen Aufzug sind alle WE barrierefrei zu erreichen. Dazu gibt es eine Tiefgarage, Garagen und Stellplätze sowie notwendige Freiflächen auf dem Grundstück. Mit der Vorstellung der konkreten Plandarstellung konnte Besuchern auch ein visueller Eindruck des Bauprojektes gezeigt werden.

Beim nächsten TOP berichtete der Gastgeber über den Sachstand zur Aufstellung des Bebauungsplanes für das neue Wohnbaugebiet „Erweiterung Stillshöhe Nord“. Diesbezüglich wurde das Umlegungsverfahren bereits eingeleitet und der Umring für die Baulandumlegung örtlich eingemessen. Kürzlich wurden die Fachplanungen zum Naturschutz, Artenschutz, der Straßen- und der Entwässerungsplanung vergeben. Diese Planungen sind abzuwarten, bevor die förmliche Offenlage des Bebauungsplanentwurfes erfolgen kann.

Ein weiterer herausragender Punkt der Einwohnerversammlung stellte das Thema der Zukunftsentwicklung von Kindergarten, Grundschule, Feuerwehr, Seniorentreff dar. Hierzu hat der Ortsgemeinderat bereits über diverse Möglichkeiten diskutiert und diese zur weiteren Bearbeitung an ein Planungsbüro gegeben. Hier ist zurzeit eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Die Vorstellung erster Ergebnisse sind für die Gremiensitzung am 08.09.2026 vorgesehen.

Mit Beginn des nächsten Tagesordnungspunktes, zur Neuanbindung der K82 an die B42, erläuterte der Ortsbürgermeister nochmals den Werdegang zu dem Projekt. Der Baubeginn erfolgte am 11.07 2024, mit der Fertigstellung des Gesamtprojektes wird ca. Mitte 2027 gerechnet. Die neue Einmündung ist ohne Lichtsignalanlage (LSA) vorgesehen. Allerdings sind bereits Leerrohre für eine nachträgliche Installation einer solchen Ampel tiefbautechnisch vorhanden. Wir müssen uns zu Beginn jedoch auf die Nutzung der Einfädelspuren einstellen. Zurzeit befindet sich noch ein Verkehrsgutachten des LBM in Arbeit. Dieses bleibt abzuwarten, ebenso die zugehörige Entscheidungslagen durch den Stadtrat Vallendar.

Unter TOP Verschiedenes wurde sich zu allgemeinen Angelegenheiten ausgetauscht.

Aus der Mitte der Versammlung heraus wurde zu allen Themen sehr rege diskutiert und auch Fragen gestellt. Außerdem hatten einige Einwohnern auch Anregungen zu diversen Aspekten vorgetragen.

Zum Abschluss bedankten sich die beiden Gastgeber für das große Interesse an der Veranstaltung und schlossen die informationshaltige Versammlung gegen 20:45 Uhr.