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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Weißenthurm
Ausgabe 1/2021
Aus den Gemeinden
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Gefahren durch freilaufende Hunde

Beschwerden und Anzeigen geben Anlass, darauf hinzuweisen, dass es verboten ist, Hunde außerhalb des Einwirkungsbereiches ihres Führers oder gar unbeaufsichtigt in Wald und Flur laufen zu lassen.

Wildlebende Tiere brauchen in unseren, durch viele Faktoren beeinträchtigten Außenbereichen, besonderen Schutz. Feldhase und andere Wildtiere reagieren auf wiederholte Störungen äußerst empfindsam; sie führen nicht selten zum Tod durch Stress. In aktuellem Fall verendeten zwei gehetzte Rehe in einem Zaun.

Das bedeutet, dass Sie mit Ihrem vierbeinigen Gefährten Lebensräume, in denen Wildtiere Schutz und Deckung suchen, meiden sollen. Berücksichtigen Sie bitte auch, dass Spaziergänger oder Jogger durch einen freilaufenden Hund verängstigt werden können; sie wissen ja nicht, wie der Hund reagiert, der auf sie zukommt.

Zuwiderhandlungen können nach verschiedenen Gesetzen als Ordnungswidrigkeiten mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden.

Ergänzend weisen wir darauf hin, dass u. a. solche Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie Wild/Vieh hetzen oder reißen, kraft des rheinland-pfälzischen Landesgesetzes über gefährliche Hunde -LHundG- als "gefährlich" gelten, was für den jeweiligen Hundehalter zu beträchtlichen Einschränkungen und Belastungen bei der Hundehaltung führt; z. B. bedürfte der Halter einer Erlaubnis zur Haltung des Tieres, der Hund müsste mittels Mikrochip gekennzeichnet und außerhalb des befriedeten Besitztums mit Leine und Maulkorb ausgeführt werden; zudem müsste der Hundehalter mit seinem Hund eine umfangreiche Sachkundeprüfung ablegen, eine spezielle Haftpflichtversicherung gegen Hundeschäden nachweisen und würde letztlich auch zu der erhöhten "Kampfhundesteuer" herangezogen.

Die derzeit geltende Gefahrenabwehrverordnung der Verbandsgemeinde Weißenthurm besagt, dass Hunde außerhalb bebauter Ortslagen ohne besondere Aufforderung anzuleinen sind, wenn sich Personen nähern oder sichtbar werden. Innerhalb bebauter Ortslagen dürfen Hunde nur angeleint geführt werden.