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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Weißenthurm
Ausgabe 2/2019
Amtliche Bekanntmachungen Verbandsgemeinde
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Vorsicht: Auch das „Neue Jahr“ hat wieder seine kriminellen Aktionen

Seniorensicherheitsberater Raimund Israel warnt vor Betrügern und Abzocke am Telefon.

Sicherheitstipp des Monat Januar 2019

WEISSENTHURM. Der § 263 des Strafgesetzbuches beschreibt Betrug als die Erlangung eines Vermögensvorteils durch die Täuschung anderer, beispielsweise durch Vorspiegelung falscher oder Entstellung wahrer Tatsachen.

Die „Nepper, Schlepper und Bauernfänger“, wie Zeitgenossen diese Kategorie im Volksmund nennen, gehen zumeist mit großer Raffinesse zu Werke und richten häufig beträchtlichen Schaden an.

Nicht nur die „ältere“ Generation wird mit diesen Betrügern konfrontiert, sondern auch die „Jüngeren“ sind dieser Gefahr ausgesetzt. So vielfältig wie die Erscheinungsformen des Betruges, sind auch die Schauplätze und Gelegenheiten, bei denen es zu „Unregelmäßigkeiten“ kommen kann.

Neben dem „Tatort Haustür“ treten Betrugsfälle dabei immer wieder im Zusammenhang mit Wohnraum sowie Fälschungen und den Missbrauch von Zahlungsmitteln auf.

Aktuell: Trick mit geschenkten Kinokarten/Theaterkarten

Zunächst versuchen die Täter von einem Haus ein Fahrrad zu stehlen. Nach wenigen Tagen bringen die Täter das Fahrrad dann zurück und geben sich in einem angehängten Brief als reuige Eltern eines Kindes aus, das das Rad gestohlen hatte.

Als vermeintliche Geste der Entschuldigung werden zwei Eintrittskarten für Kino oder Theater beigelegt.

Doch der vermeintliche Beleg für das "Gute im Menschen" schlägt rasch in das Gegenteil um: Die Kriminellen observieren anschließend das Grundstück und nutzen ihre Chance, sobald die Hausbesitzer die Karten einlösen.

Wenn die Eigentümer von der Veranstaltung nach Hause kommen, ist nicht selten ihr gesamtes Haus leer geräumt. Entwendet wird nach Angaben der Polizei auch nahezu das gesamte Mobiliar.

Hier einige wichtige Tipps:

Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, wenn Ihr Fahrrad entwendet wurde.

Sie sind verpflichtet umgehend die Polizei darüber zu informieren, dass Ihr Fahrrad wieder aufgefunden wurde - nicht zuletzt, um ihr Fahrrad aus der Fahndung zu löschen.

Werden Sie misstrauisch, wenn Entschuldigungsschreiben oder Eintrittskarten als Wiedergutmachung an gehangen sind.

Informieren Sie die Polizei über diese Kriminalitätsmasche, damit diese weitere Maßnahmen am vermeintlichen Tag des Einbruches einleiten kann.

Lösen Sie keine Eintrittskarten von Fremden ein.

Abzocke am Telefon: „Hören Sie mich?"

Mit Verträgen, die angeblich am Telefon abgeschlossen wurden, werden Verbraucher zunehmend unter Druck gesetzt. Betroffene berichten, dass sie am Telefon laut und deutlich „Ja" sagen sollten.

Dazu stellen die Anrufer zum Beispiel Fragen wie: „Hören Sie mich?". Einige Tage später erhalten die Angerufenen Vertragsunterlagen oder Rechnungen.

Der Absender behauptet, die Betroffenen hätten doch am Telefon zugestimmt. Wie Medien berichten, werde im Extremfall das Telefonat so zusammengeschnitten, dass das „Ja" an der passenden Stelle gesagt wurde, um einen Vertrag abzuschließen.

Dabei hat es tatsächlich nie einen Vertragsschluss gegeben. Deshalb die gute Nachricht: Sollte Ihnen so etwas passieren, müssen Sie die Rechnung nicht zahlen. Sie sollten sie jedoch nicht einfach ignorieren, sondern sich dagegen wehren.

Fragen stellen

Wie reagiere ich bei unerlaubten Anrufen? Freundlichkeit ist hier fehl am Platz. Sie können den Hörer auflegen oder pfiffige Gegenfragen stellen:

Wie heißen Sie?

Für welches Unternehmen rufen Sie an?

Was ist der Zweck Ihres Anrufes?

Woher haben Sie meine Telefonnummer?

Fazit: Lassen Sie sich nicht zum Opfer werden, durch diese betrügerischen Machenschaften.