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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Weißenthurm
Ausgabe 40/2020
Aus den Gemeinden
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Rheinufer soll doch noch Rasenfläche bekommen

Bildunterschrift: Mit Rollrasen und einer erneuten Aussaat hofft die Stadt Weißenthurm, doch noch eine Rasenfläche am Rheinufer gestalten zu können, nachdem der erste Versuch dem Hochwasser zum Opfer fiel.

Das neu gestaltete Rheinufer im Bereich der Niederen Werft ist ein derzeit viel diskutiertes Thema in der Stadt Weißenthurm. Für Kritik sorgt, dass auf den ausgelegten Gittern nicht wie vorgesehen Rasen gewachsen ist. Die Stadt hält dennoch weiter an dem Vorhaben fest, in dem Bereich eine Rasenfläche zu gestalten, und versucht derzeit mit zwei verschiedenen Maßnahmen, das Ziel zu erreichen.

Ökologische Aspekte

Bevor das neu angelegte Rheinufer im Frühjahr 2019 eingeweiht wurde, hatte der Stadtrat unterschiedliche Möglichkeiten der Umgestaltung diskutiert. Dabei spielten unter anderem ökologische Aspekte eine Rolle, die einer möglichen Asphaltierung der Fläche entgegenstanden.

Den eventuellen Fall eines Hochwassers hatten die Ratsmitglieder dabei stets im Blick. Trotz der Bedenken, dass eine Ansaat in dem Bereich scheitern könnte, beschloss das Gremium, eine Rasenfläche anzulegen. „Das war mutig, aber eine Rasenfläche war allen beteiligten Rats- und Ausschussmitgliedern wichtig, so dass die Entscheidung für diese Lösung als eine unter vielen Möglichkeiten gefällt wurde“, betont Weißenthurms Stadtbürgermeister Gerd Heim.

Ansaat zu spät

Rasengitter sollten dafür sorgen, dass die Fläche befahren werden kann und geschützt wird. Doch kurz nach der Ansaat überfluteten zwei Hochwasser in Folge den Bereich Niedere Werft. „Aus heutiger Sicht kam die Einsaat zu spät im Jahresverlauf“, räumt Heim ein.

Zudem wurden die Rasengitter zur Behinderung, den Untergrund wieder herzurichten, nachdem das Hochwasser den Rasensamen wegeschwemmt hatte. Starke Sonneneinstrahlung und die fehlende Beschattung der Kunststoff-Rasengitter durch den nicht durchwachsenden Rasen führten dazu, dass sich diese verzogen haben und nun entfernt werden müssen.

Um angesichts des günstigen Wetters und Wasserstands des Rheins keine Zeit zu verlieren und um Kosten zu sparen, hat sich die Stadt für einen zweiten Versuch entschieden, doch noch eine Rasenfläche am Niederen Werft zu gestalten.

Helfer aus den Fraktionen

Vertreter aller Fraktionen haben angekündigt, bei der Entfernung der Rasengitter zu helfen. Dann soll unter der fachlichen Beratung des städtischen Gärtnermeisters und zweier zusätzlich eingestellter Gärtner auf einer Teilfläche Rollrasen ausgelegt werden.

Auf einer weiteren Teilfläche wird erneut Rasensamen eingesät. Der Rasen braucht Zeit, zu keimen, damit durch gute Wurzelbildung die Verbindung mit dem Untergrund gewährleistet ist. In Klärung ist die Frage, ob sich die mit der Umgestaltung des Rheinufers ursprünglich beauftragte Firma an den Kosten für die Neubepflanzung beteiligt.

„Auch jetzt ist diese Entscheidung der Mandatsträger wieder mutig, aber es braucht Mut, um gewisse Ziele zu erreichen“, erklärt Heim und fügt hinzu: „Sollte es gelingen, und daran arbeiten alle Fraktionen mit, werden wir für unsere Bürgerinnen und Bürger ein schönes Rheinufer mit Erholungswert erleben, das ist das Ziel all der Bemühungen.“